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Wo wilde Leute friedlich abrocken

Plattenburg Wo wilde Leute friedlich abrocken

Zehn Bands vor mehr als 1000 Besuchern an zwei Tagen: Das 6. Aquamaria-Festival auf der Plattenburg lockte wieder Fans der Stoner-, Blues- und Psychedelic-Rock-Szene in die Prignitz.Die Veranstalter, Familie Steuer aus Perleberg hatten in diesem Jahr eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen, um die Verluste etwas abzufedern. Das Festival ist ihr Hobby.

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Die norwegische Band Brutus begeisterte die Besucher des Aquamaria-Festivals mit langen Gitarrensoli und dem Gesang von Nils Joakim Stenby.

Quelle: Andreas König

Plattenburg. „Rosamunde“ haben sich die wilden Kerle und die Frauen in ihrer Begleitung noch gefallen lassen. Doch „Schützenliesel“ treibt dann auch einige hartgesottene Fans unter dem schützenden Zeltdach hervor. Beim Aquamaria-Festival auf der Plattenburg erklingen üblicherweise massive Basslinien, lange, ausgefeilte Gitarrenriffs, rockig-bluesartiger Gesang und donnernde Schlagzeugsalven. Das Festival lockt Stoner-, Blues- und Psychedelic-Rock-Fans aus ganz Deutschland und Europa, ja sogar aus den USA auf die Plattenburg.

Stoner-Rock-Fans sind friedlich und tolerant

Organisiert wird das Aquamaria zum mittlerweile 6. Mal von Uwe und Maria sowie Eike Steuer. „Das ist unser Hobby, für das wir auch jedes Jahr eine ganze Menge Geld ausgeben“, sagt Maria Steuer. Solche kleinen Abwechslungen wie die Blasmusikkapelle inmitten von schwarz gekleideten Stoner-Rock-Fans müssen dann einfach mal sein. „Die Stoner-Fans sind sehr friedliche und tolerante Leute“, sagt Maria Steuer. „Wenn die merken, dass jemand seine Musik beherrscht und mit Leib und Seele spielt, erkennen die das auch an.“

Fans bitten: „Macht bloß weiter“

Mit Leib und Seele sind Musiker wie Fans dabei. Zehn Bands haben die Steuers für Auftritte auf der mittelalterlichen Wasserburg gebucht. Weil das Aquamaria seit Jahren ein Zuschussgeschäft ist, wurde für die diesjährige Auflage eine Crowdfunding-Kampagne im Internet gestartet. „Das hat uns geholfen, die Verluste ein wenig auszugleichen“, sagt Uwe Steuer. Zwar seien die Organisatoren ermuntert worden, so etwas noch einmal zu machen, doch das wollen sie nicht. „Vielleicht kann sich so etwas wie ein Freundeskreis für das Aquamaria etablieren“, sagt Uwe Steuer. In jedem Fall haben die Organisatoren immer wieder die Bitte gehört: „Macht bloß weiter, lasst das nicht sterben.“

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Zehn Bands und eine Blaskapelle unterhielten die Besucher des 6. Aquamaria-Festivals auf der Plattenburg. Mehr als 1000 Besucher verfolgten die Auftritte von Gruppen aus der Stoner-, Blues- und Psychedelic-Rock-Szene. Für ein Kontrastprogramm sorgten die Musiker von „Blecheinander“ im historischen Burghof.

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Vom Kleinkind bis zum Woodstock-Fan

Davon konnte an beiden Festivaltagen keine Rede sein. Trotz immer wieder einsetzenden Regens versammelten sich jeweils rund 500 Zuschauer vor der großen Bühne im Burghof. Die Altersspanne des Publikums reichte vom Kleinkind bis hin zum betagten Rockfan, der schon das Woodstock-Festival bewusst erlebt haben mag. „Wir müssen sicher Kassensturz machen.“, sagt Uwe Steuer. „Aber wenn es geht, machen wir nächstes Jahr weiter.“

Von Andreas König

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