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Woidke besucht Pritzwalker Oberschule

Zukunft der Berufsorientierung Woidke besucht Pritzwalker Oberschule

Dass er mit den wichtigsten Leuten – den Schülern selbst – über die Zukunft des Landes Brandenburg in Sachen Berufsvorbereitung diskutieren wollte, stellte Ministerpräsident Dietmar Woidke am Mittwoch an der Pritzwalker Freiherr-von-Rochow-Oberschule klar. Erfolgreiche Strategien möchte er gerne auf die brandenburgische Fläche übertragen.

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Paul Hahn (vorne) erklärt Dietmar Woidke, welche Zeichentechnik gerade im Kunstunterricht geübt wird.

Pritzwalk. Hier ein kurzes Gespräch in der Zeichenklasse, dort ein wenig Fachsimpelei übers Werken mit Holz. Und auch das Frühstücksbrot mit Kürbisaufstrich ließ Ministerpräsident Dietmar Woidke am Mittwoch in der Pritzwalker Rochowschule nicht stehen, sondern testete gemeinsam mit Landrat Torsten Uhe die Kochkünste der Schüler und Schülerinnen. Und auch, wenn von den Jugendlichen zur Kenntnis genommen wurde, dass der Ministerpräsident wie üblich mit zwei Personenschützern unterwegs war: Dass Schüchternheit nicht unbedingt nötig ist, merkten die jungen Leute bald.

Schließlich erklärte er ihnen auch direkt, weshalb er eigentlich zu Besuch an der Rochowschule war: „Ich unterhalte mich hier mit den wichtigsten Leuten über die Zukunft des Landes Brandenburg.“ Und beispielsweise im Hinblick auf die rasante Entwicklung im Bereich Elektronik und neue Medien: „Die jungen Leute bringen die Kreativität für die Zukunft mit, nicht diejenigen, die heute 70 Jahre alt sind.“

Als Beispiel für die Prignitz hatte der Landkreis die Freiherr-von-Rochow-Schule vorgeschlagen: Die ist schon seit vielen Jahren im Bereich der Berufsvorbereitung mit zahlreichen Projekten unterwegs. Gisa Michaelis stellte Woidke die Aktivitäten vor, die sich zwischen der Berufsfrühorientierung in Zusammenarbeit mit der Pritzwalker Bildungsgesellschaft bis hin zum Praxislernen der Schüler in den Betrieben bewegen. Woidke: „Hier wird hervorragende Arbeit geleistet. Ich möchte, dass das, was hier gut läuft, auf die ganze Fläche des Landes für eine bessere Berufsorientierung übertragen.“ Denn schließlich gibt es nach wie vor eine viel zu hohe Abbrecherquote bei den Berufsausbildungen: Die 20 Prozent junger Leute, die innerhalb ihrer Ausbildungszeit vorzeitig das Handtuch werfen, bereiten dem Ministerpräsidenten Sorgen. Und so waren die jungen Leute aufgefordert, aus ihren Erfahrungen zu berichten – die mitunter auch Schulleiterin Gisa Michaelis verblüfften: Erstaunlich viele Schüler wollen nach der zehnten Klasse ein Abitur erwerben, um damit eine Fachhochschul- oder Hochschulausbildung zu beginnen. Woidke: „Auch meiner Tochter gefiel die Schule mit den Jahren zunehmend besser.“

Einige der Schüler hatten bereits Kontakt mit Betrieben während des Praxislernen in der 9. und 10. Klasse gefunden, oder auch während ihrer Praktika – und haben sich entweder dann auch für einen Beruf in der gleichen Richtung entschieden, einen Ausbildungsvertrag bereits abgeschlossen. Oder auch herausgefunden, dass die Arbeit der Floristen nichts für sie ist – wohl aber eine Ausbildung im Holz- oder Frisörhandwerk. Woidke: „Ebenso wichtig, wie dass ihr herausfindet, was ihr wollt, ist, zu wissen, was ihr nicht wollt.“

Im Land sollen künftig alle Fächer eine bessere Berufsvorbereitung bieten. Von der Wirtschaft immer wieder aufgefordert, soll dies nun auch in den Rahmenlehrplänen umgesetzt werden. Aktivitäten in der Schulküche, beim „Blindtippen“ und den Officelehrgängen im Informatik werden an der Oberschule bereits angeboten. Selbst die Schülerband im Musikunterricht betrachten junge Leute als Sprungbrett in ihre Zukunft: Für einen Jungen steht der Berufswunsch „Popmusiker“ ganz weit oben.

Dass vieles auch mit Geld zusammenhängt, ist dem Ministerpräsidenten bewusst – etwa, was die Nutzung von Computerprogrammen angeht. Und so hatte er ein Angebot an den Landkreis und die Schule: „Finden Sie noch Kooperationspartner im Nachbarkreis, und wir werden probeweise eine Schulsoftware-Cloud entwickeln, in der die Programme für alle zur Verfügung stehen.“

Von Claudia Bihler

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