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Prignitz Woidke lobt Sprachunterricht für beide Seiten
Lokales Prignitz Woidke lobt Sprachunterricht für beide Seiten
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00:18 03.07.2016
Ministerpräsident Dietmar Woidke (4.v.r.) in einem Klassenraum des Gymnasiums. Quelle: Andreas König
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Perleberg

Es ist eine ebenso einfache wie gute Idee, die drei Perleberger Gymnasiasten hatten. Sie bringen Flüchtlingen Deutsch bei und lernen gleichzeitig die fremden Sprachen. „Tandem“ nennt sich das Vorhaben, das seit über einem Jahr am Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasium läuft. Ministerpräsident Dietmar Woidke war voll des Lobes, als er am Nachmittag etwa eine Stunde lang sowohl mit Schülern aus der Kreisstadt als auch mit jungen Flüchtlingen ins Gespräch kam.

Initiator fand es blöd, mit syrischem Freund nur englisch zu sprechen

Frisch von der Leber weg berichtet Daniel Pöhl, wie er mit Jonas Henle und Diana Tamplon auf die Idee kam: „Ich fand es einfach blöd, mich mit meinem syrischen Freund nur auf Englisch ­unterhalten zu können“, sagt er. Besser wäre es doch, die Neubürger könnten Deutsch und noch viel besser wäre es, wenn die deutschen Schüler auch die Muttersprache der ­Flüchtlinge sprechen könnten.

SPD-Ortsverband gab Unterstützung

Von dieser Idee zeigte sich der SPD-Ortsverband angetan, so dass daraus schnell das Projekt „Tandem“ wurde. Mit ein wenig Förderung vom Land konnten Wörterbücher gekauft werden, und für den Einstieg legten die Schüler gemeinsam mit ihren nun ja, Schülern, Hefter an, die auf einfachste Art Bilder und die dazugehörigen Worte aufführen. „Das Tolle an dieser Idee ist ja der Gedanke des Austauschs“, sagte Dietmar Woidke. „Ich kann Dir etwas beibringen, du kannst mir etwas beibringen, dieses Herangehen setzt auf gegenseitigen Respekt und das ist es doch, was wir brauchen und wollen.

Einmal die Woche Tandem-Unterricht

Mittlerweile machen schon zwischen zehn und zwölf deutsche Schüler beim „Tandem“-Projekt mit und mindestens ebenso viele Flüchtlinge aus Syrien, Russland und Afrika. Einmal pro Woche ist Unterricht am Perleberger Gymnasium. Einen (englischen) Namen gibt es für die Schnellhefter-Idee auch schon – „Direct Method Teaching.“

Von Andreas König

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