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Prignitz Woidke zu Besuch in seiner „zweiten Heimat“
Lokales Prignitz Woidke zu Besuch in seiner „zweiten Heimat“
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17:24 02.11.2017
Ministerpräsident Dietmar Woidke (2. v. l.) Im Gespräch mit Olaf Ihlau (3. v. l.), dem Inhaber des gleichnamigen Zimmereibetriebs in Cumlosen. Quelle: Andreas König
Cumlosen

Über 300 Kilometer liegen zwischen Forst in der Lausitz und Cumlosen im Amt Lenzen-Elbtalaue. Dennoch fühlt sich Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in der Prignitz fast so wohl wie in seiner Lausitzer Heimat. Von der Heimat ist in den vergangenen Wochen und Monaten viel die Rede. Gleich seine „Zukunftstour“ hat der Ministerpräsident mit dem Wort Heimat versehen.

In der Kita „Zwergenland“ kann sich der oberste brandenburgische Politiker ein Bild davon machen, was den jüngsten Bewohnern von Cumlosen Heimat bedeutet. Es ist ihre Kita, in der sie spielen, lernen, ihre Freunde treffen und sich zum Spielen verabreden, wie Leiterin Elke Schönwald berichtet. „Wir haben in den vergangenen Jahren einen deutlichen Zuwachs bei den Kinderzahlen zu verzeichnen gehabt“, sagt die Leiterin. Waren es am Tiefpunkt der Entwicklung 22 Kinder, die das „Zwergenland“ besuchten, sind es jetzt 37, und Anfang des kommenden Jahres rechnet die Einrichtung mit 41 Kindern. Dank einer neu eingestellten Erzieherin sind die Mitarbeiterinnen sicher, die Kleinen in Hort- und Kitakinder gut betreuen zu können. Zur Heimatverbundenheit gehört, dass die Kinder von der Gaststätte Schmidt bekocht werden. „Das ist angewandte Wirtschaftsförderung“, erklärt Bürgermeister Harald Pohle.

Mit 53 der Drittjüngste in der Firma

Wirtschaftlich gut geht es derzeit auch der Zimmerei von Olaf Ihlau. „Früher mussten wir oft nach Berlin oder Hamburg zur Arbeit fahren, mittlerweile gibt es in der Region genug zu tun“, sagt Olaf Ihlau. Nur das Problem des Berufsnachwuchses drängt immer stärker. „Ich bin der drittjüngste Mitarbeiter in meiner Firma“, sag de Zimmermann. „Wie alt sind Sie denn?“ fragt Dietmar Woidke. „Ich bin 53“, lautet die knappe Antwort. Neun Lehrlinge hat Olaf Ihlau in den 21 Jahren Firmengeschichte bislang ausgebildet. „Geblieben ist leider keiner“, sagt er. „Ja, die Nachwuchsgewinnung“, sagt Dietmar Woidke. „Aber auftragsmäßig läuft es bei Ihnen gut?“ Olaf Ihlau sagt: „Ich kann nicht klagen.“

Am Schöpfwerk Cumlosen ruhen indes gerade die Bauarbeiten, weil der Untergrund nicht stabil genug ist. Der Ministerpräsident erinnert sich an seine eigenen Hochwassererfahrungen. 2002, 2006, 2011 und 2013 war er in der Prignitz.

„Wir wollen gar nicht schneller, höher weiter.“

Das waren auch die Momente, in denen ihm die als wortkarg aber tatkräftig geltenden Menschen ans Herz gewachsen sind.„Die Prignitz ist für mich so etwas wie eine zweite Heimat geworden“, sagt Dietmar Woidke. Zwischen ausgestopften Fischottern und Füchsen, vor einer präparierten Großtrappe lässt sich der Landesvater von Jens Jirjahn, dem ehrenamtlichen Betreuer der Heimatstube die Tierwelt der Elbtal­aue erklären.

Bei der anschließenden Runde mit den vielen Vertretern der Vereine, der Kirchengemeinde, des Chors, des Technischen Hilfswerks und anderer Akteure fasst Bürgermeister Reinhard Pohle den Wunsch der Bewohner von Cumlosen, Müggendorf, Wentdorf und Motrich auf seine Art zusammen. „Wichtig ist uns, das Vorhandenes erhalten bleibt“, sagt der Kommunalpolitiker, der gleichzeitig Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Prignitz ist. „Wir wollen gar nicht schneller, höher weiter.“ Das, so scheint es, ist ein Motto, mit dem sich auch der Ministerpräsident identifizieren kann.

Von Andreas König

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