Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Wüst gefallen, wiederbelebt und gewachsen

Lindenberg Wüst gefallen, wiederbelebt und gewachsen

Das kleine bei Wittenberge gelegene Lindenberg ist etwas Besonderes: Es fiel um 1900 wüst, wurde dennoch wieder neu belebt und wächst und wächst.

Lindenberg wittenberge 53.0255183 11.7301408
Google Map of 53.0255183,11.7301408
Lindenberg wittenberge Mehr Infos
Nächster Artikel
Nachhaltigkeit ist gefragt

Ortsvorsteher Karl-Heinz Brüdigam mit der Dorfchronik.

Quelle: Kerstin Beck

Lindenberg. Das kleine nordwestlich von Wittenberge gelegene Lindenberg muss etwas Besonderes sein, denn das kleine Dorf fiel um 1900 wüst und wurde dennoch wieder neu belebt. Heute zählt der seit 1962 nach Wittenberge eingemeindete Ort sogar etwa 370 Einwohner - so viel, wie es hier noch nie gegeben hat. „Und wir führen ja hier jedes Jahr ein Sommerfest durch. Aber als es feststand, dass wir in diesem Jahr ein 450-Jahr-Feier begehen werden, war es klar: Da machen wir eine größere Feier draus!“ erzählte Ortsvorsteher Karl-Heinz Brüdigam auf der Festveranstaltung am Sonntagnachmittag. Und hoch her ging es da auch an der Buswendeschleife in der Feldstraße: ein großes Festzelt mit Kaffeetafel, Tanzvorführungen mit Kindern des Wittenberger Tanzzentrums, ein „Tag der offenen Tür“ beim dortigen Wasserwerk und am Abend ein Tanz- und Abendprogramm.

Chronik in Wittenberger Touritinfo zu haben

In einer Auflage von 100 Exemplaren ist auch eine 25seitige Ortschronik mit vielen Fotos entstanden, die der rührige Lindenberger erstellt hat und auf deren Titelbild ein eigens für diesen Anlass geschaffenes Logo prangt. Zu haben ist diese Broschüre für den Preis von 4 Euro zukünftig in der Wittenberger Tourist-Info.

Erstmals erwähnt wurde die kleine Ansiedlung in einem an den Brandenburger Schöppenstuhl gerichteten Brief des Marx von Möllendorff. Darin heißt es zuletzt ganz lapidar: Dat(um) Lindtberge mitwoch nach omnium Sanctor(um) Anno (MD)LXVI.

Doch nicht nur Lindenberg war ein Wohnsitz (und im 17. Jh. auch ein Rittersitz) der o. g. Familie - auch in Bernheide und Gadow lebten Mitglieder der Familie. Das Besondere in Lindenberg jedoch: Hier wurde am 7. Januar 1724 als Sohn des Prignitzer Deichhauptmanns Max Friedrich von Möllendorff der spätere preußische Generalfeldmarschall Wichard Joachim Heinrich von Möllendorf geboren. Doch an das damalige etwa zwei Kilometer westlich vom heutigen Festplatz entfernte Gut, welches ehemals auf einer lindenbestandenen Erhöhung existiert haben muss, erinnert heute nichts mehr - lediglich der Flurname „Dorfstelle“ in der Motricher Feldmark.

Von Kerstin Beck

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prignitz

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg