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Prignitz Wutiker Kirche wieder eröffnet
Lokales Prignitz Wutiker Kirche wieder eröffnet
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00:32 08.10.2015
Vor dem Gotteshaus stiegen Luftballons, versehen mit guten Wünschen und papiernen Friedenstauben, gen Himmel. Quelle: Kerstin Beck
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Wutike

Für etwa 150 Besucher ist die kleine, in der Mitte des breiten Straßendorfes gelegene Kirche ausgerichtet. Es waren aber etwa 200 Gäste, die am Sonntagnachmittag zu einem ganz besonderen Gottesdienst nach Wutike kamen. Allen stand die Freude über den Anlass ins Gesicht geschrieben: Nach sechs Jahren Planungs- und Bauzeit ist das Wutiker Gotteshaus fertig saniert und wurde mit einem Festgottesdienst eingeweiht.

Den wohl erhebendsten Augenblick gab es zu Beginn, als Pfarrer Christian Ruch und Mitglieder des Gemeindekirchenrates den Altartisch mit Bibel, Altarkreuz und wertvollen Leuchtern versahen – als weithin sichtbares Zeichen dafür, dass hier nun wieder Gottesdienste stattfinden können.

Damit hat die umfassende Restaurierung der einschiffigen spätgotischen Fachwerkkirche ein Ende gefunden. Der älteste Bereich – der Feldsteinteil – stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der östlich angebaute Fachwerkteil entstand in der Zeit um 1630.

Die Glocken stammen aus einer Berliner Kirche

Zu den Arbeiten in der Kirche gehörten eine grundlegende Sanierung des Fachwerkes, die Sanierung des Turmes mit Glockenstuhl sowie der Gruft, wobei die sterblichen Überreste der Familie von Platen und die Holzsargreste an selbiger Stelle neu eingelagert wurden. Einen neuen Anstrich bekamen das Gestühl, die Fenster, die Emporen und der Fußboden, dazu wurde auch die Elektroanlage erneuert. Die Glocken sind ebenfalls neu. Nunmehr läuten „Glaube, Liebe und Hoffnung“ aus der entwidmeten Jesus-Kirche in Berlin-Kreuzberg. Sie wurden bereits bei einem festlichen Gottesdienst offiziell in den Kirchendienst gestellt.

Das Bauvorhaben kostete schließlich 254 000 Euro. Während der Sanierung war auch der Förderverein „Freundeskreis Kirche Wutike“ ins Leben gerufen worden. Seine Mitglieder sammelten Spenden, die auch für die Arbeiten eingesetzt werden konnten.

Seit der Pensionierung des letzten Pfarrers im Jahr 1996 war die Pfarrstelle für Wutike nicht mehr besetzt worden und wird seitdem von Dahlhausen aus verwaltet. Für Christian Ruch, der seit dem 1. Mai 2013 die Stelle innehat, war nun dieser Festgottesdienst der erste überhaupt in dieser Kirche. „Sie hat viele schwere Zeiten überstanden, und nun gab es sogar Risse im Turm, die so schlimm waren, dass sie die Statik gefährdeten“, sagte er. „Aber wir haben auch gesehen, dass unsere Vorfahren sie auf einem sicheren Fundament gebaut haben und alle diejenigen, die jetzt mit den Arbeiten betraut waren, haben ihr Bestes gegeben“, fügte Pfarrer Ruch in seiner Predigt an. Er gab ebenso einen Ausblick auf die Zukunft: „Jetzt liegt es an uns, wie es weitergeht, denn in 50 oder 100 Jahren wird es wieder eine Sanierung geben müssen, weil nichts von Dauer auf dieser Welt ist.“ Möge aber die Kirche doppelt so alt werden, wie sie jetzt ist, und stets mit Fröhlichkeit erfüllt werden!, wünschte sich Christian Ruch.

Fröhlich ging es vor dem Gotteshaus zu, als Luftballons mit guten Wünschen und papiernen Friedenstauben gen Himmel flogen. Fröhlichkeit herrschte auch bei Hartwig von Platen aus Karstädt, einem Nachkommen aus einer Seitenlinie der Stifterfamilie, deren Gebeine in der Gruft gefunden worden waren. „Ich finde die Wiedereröffnung ganz wunderbar und freue mich sehr“, sagte er.

Von Kerstin Beck

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