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„Xaviers“ Folgen noch nicht beseitigt

Gumtow „Xaviers“ Folgen noch nicht beseitigt

Das Sturmtief von Anfang Oktober hat auch in der Gemeinde Gumtow erhebliche Schäden angerichtet. Die gefährlichen Stellen wurden sofort beseitigt. Nun geht es daran, den Rest zu beräumen.

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Der Anbau der Trauerhalle auf dem Friedhof Dannenwalde wurde von einem Baum beschädigt.

Quelle: Sandra Bels

Gumtow. Auch mehr als eine Woche nachdem Sturmtief Xavier über Deutschland gezogen ist, haben die Kommunen mit den Folgen zu tun. In der Gemeinde Gumtow sind zwar alle gefährlichen Stellen beräumt und beseitigt worden, aber „noch immer liegen Holzstämme und Äste an den Straßenrändern, die beseitigt werden müssen“, sagt Bürgermeister Stefan Freimark. Bis auf eine Feuerwehr waren alle anderen nach dem Sturm am 5. Oktober im Einsatz. Ebenso halfen landwirtschaftliche Betriebe und einzelne Bürger sowie die Gemeindearbeiter beim Beräumen der Straßen.

Dennoch wurden in der Gemeinde Gumtow durch umgestürzte Bäume Straßen blockiert und waren teilweise mehrere Stunden lang nicht befahrbar. Das betraf die Bundesstraßen 5 und 103 sowie die Straße von Dannenwalde nach Friedheim und weiter nach Krams, die Ortsverbindungsstraße von Gumtow Heinshof über Brüsenhagen Berg zur Bundesstraße 103, die Kreisstraße von Görike nach Barenthin und die Ortsverbindungsstraße von Döllen nach Zarenthin. Andere Straßen waren durch einzelne Bäume oder Äste blockiert.

Mehrere Dächer wurden von Bäumen oder Ästen beschädigt. Am ehemaligen Konsum in Demerthin, am Gemeindehaus Dannenwalde und an der Kita in Dannenwalde mussten Notsicherungen vorgenommen werden. Das war von Bürgermeister Stefan Freimark zu erfahren. Schaden nahmen auch Dächer von privaten Gebäuden. Die Bushaltestelle im Ortsteil Döllen an der Bundesstraße 5 war umgefallen. Außerdem kamen einzelne Straßenlampen in verschiedenen Orten zu Fall. Die Wurzelteller umgefallener Bäume haben zudem die Fahrbahnen einzelner kommunaler Straßen beschädigt. Es werde noch etwas dauern, bis alle Schäden beseitigt sind“, so Freimark.

In den meisten Gumtower Ortsteilen war zusätzlich noch der Strom ausgefallen. In einer Reihe von Dörfern konnte die Stromversorgung erst im Laufe des Folgetages wieder hergestellt werden. In diesen Ortsteilen der Gemeinde gab es somit auch keine Trinkwasserversorgung. Zudem waren mehrere Telefonfreileitungen während des Sturms gerissen. Was zur Folge hatte, dass die Telefonverbindungen, auch durch den Stromausfall, unterbrochen waren. Gleiches galt teilweise auch für das Mobilfunknetz.

Freimark erinnert sich auch daran, dass die Sirenen der Feuerwehren nicht funktionierten. „Wir konnten die Wehren nicht alarmieren, und der Einsatzleiter musste die einzelnen Feuerwehren direkt anfahren und vor Ort zum Einsatz holen“, so der Bürgermeister. Fast alle Feuerwehren der Gemeinde waren von 16 bis 23 Uhr ununterbrochen im Einsatz, um die Straßen zu beräumen. Unverständlich für Freimark ist, dass obwohl sie voll gesperrt waren, „versuchten vereinzelt Autofahrer, die Absperrungen zu umfahren, und behinderten und gefährdeten damit sogar die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit.“

Freimark dankt im Namen der Gemeinde allen, die geholfen haben, die Folgen des Sturmtiefs zu beseitigen. Sein besonderer Dank gilt den Mitgliedern der Feuerwehren. „Durch ihren herausragenden Einsatz ist es hier gelungen, die Straßen im Gemeindegebiet zügig zu beräumen und so die Erreichbarkeit der Orts- und Gemeindeteile wieder zu gewährleisten“, sagt der Bürgermeister. Besonders hervorheben möchte er Thomas Leppin, der als Einsatzleiter die Einsätze der verschiedenen Feuerwehren an den unterschiedlichen Orten koordinierte. Die landwirtschaftlichen Betriebe der Gemeinde hatten schnell und unkompliziert große Technik zum Aufräumen zur Verfügung gestellt. Privatpersonen halfen mit ihren Motorsägen und beseitigten Bäume und Äste. Die Gemeindearbeiter werden laut Freimark weiterhin mit den Sturmschäden zu tun haben.

Von Sandra Bels

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