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„Zebrastreifen“ statt Ampel

Kompromiss für Ausbau der B 189 in Groß Pankow „Zebrastreifen“ statt Ampel

Während am Mittwoch in Groß Pankow über 100 Kinder und Erwachsene für den Erhalt der Verkehrsampel an der B 189 auch nach deren Ausbau demonstrierten, einigten sich Vertreter von Behörden und Bürgerinitiative auf einen Kompromiss: Etwa 30 Meter entfernt von der Kreuzung wird nicht nur eine einfache Verkehrsinsel gebaut, sondern ein beleuchteter Fußgängerschutzweg.

 

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Über 100 Grundschüler und viele Bürger demonstrieren für den Erhalt der Lichtsignalanlage.

Quelle: Fischer

Groß Pankow. Mit Transparenten hatten sich viele Einwohner Groß Pankows am Mittwoch um 8 Uhr vor dem Rathaus der Gemeinde eingefunden, um für den Erhalt der Verkehrsampeln an der Kreuzung von Bundesstraße 189 und Wolfshagener Damm zu demonstrieren. Im Haus besprachen Verkehrsstaatssekretärin Katrin Lange, Dezernatsleiter Frank Schmidt vom Landesbetrieb für Straßenwesen, der Groß Pankower Bauamtsleiter Halldor Lugowski sowie Marco Radloff und Antje Scharte-Pekrul als Vertreter der Bürgerinitiative pro Ampel das Problem.

Nach dem Ausbau der Ortsdurchfahrt der B 189, der im Oktober dieses Jahres beginnen soll, wird es laut Planfeststellungsbeschluss keine Lichtsignalanlage mehr geben. Bisher ermöglichte eine Ampel insbesondere den Schul- und Kita-Kindern bei dem starken Durchgangsverkehr eine sichere Überquerung. Nach bisheriger Planung des Landesbetriebs für Straßenwesen sollte eine einfache Fußgängerinsel die Lichtsignalanlage ersetzen. Dagegen liefen die Einwohner Sturm. Über 600 Unterschriften pro Ampel wurden ans Verkehrsministerium übergeben, an einem Tag hatte man sogar die B 189 blockiert.

Ab 8.45 Uhr hörte man im Rathaus ein lautstarkes ununterbrochenes Rufen: „Ampel, Ampel, Ampel“. Über 100 Grundschüler hatten sich der angemeldeten Kundgebung angeschlossen – auch mit Tuten und Trillerpfeifen. Kurz davor hatte man im Beratungsraum einen Kompromiss gefunden, um die Sicherheit der Bürger beim Überqueren der Bundesstraße zu gewährleisten: Etwa 30 Meter entfernt von der Kreuzung wird nicht nur eine einfache Verkehrsinsel gebaut. Die Querungshilfe bekommt durch entsprechende beleuchtete Ausschilderung und „Zebrastreifen“ beidseits der Insel den Status eines Fußgängerschutzweges, an dem alle Fahrzeuge anhalten müssen, wenn ersichtlich ist, dass eine Person über die Straße möchte. Die Anlage wird nachts dauerhaft beleuchtet sein, was mit den modernen LED-Lampen nur geringe Stromkosten verursacht, die ohnehin der Bund bezahlt. Ebenso beleuchtet werden die Verkehrsinseln an beiden Ortseingängen, die Raser ausbremsen sollen.

Um an der Kreuzung mit Bahnübergang einen Rückstau durch wartende Linksabbieger zu minimieren, werden dort spezielle Abbiegespuren gebaut.

Mehr Sicherheit für „Schulbuskinder“ wird es geben, weil der Bus künftig an der Haltestelle vor der Verkehrsinsel die Richtungsfahrbahn blockiert und ein Überholen während des Aussteigens der Schüler unmöglich macht.

Von Ulrich Fischer

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