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Prignitz Zehn Säcke Müll am See gesammelt
Lokales Prignitz Zehn Säcke Müll am See gesammelt
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02:15 13.04.2017
Zum Mittagessen waren noch 13 Angler und Leon bei der Sammelaktion dabei, insgesamt haben rund 20 Angler mitgemacht. Quelle: Claudia Bihler
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Rohlsdorf

Hier liegt eine alte Ketchupflasche, dort ein Marmeladenglas, Kaffeebecher und Plastiktüten säumen das Ufer. Irgendwann kommt sogar die leere Verpackung einer Clematis-Jungpflanze den Sammlern vor die Zange. „Irgendjemand hat hier wohl einen Garten anlegen wollen“, sagen die Sammler ironisch und stecken auch diesen Unrat in den Müllsack – kopfschüttelnd.

Zwei bis drei Mal rufen die Angler der Beveringer Sektion des Kreisanglerverbandes jedes Jahr zur Aufräumaktion, am vergangenen Wochenende hieß es „Frühjahrsputz“ – vor allem im Rohlsdorfer und Ellershagener Bereich des Sadenbecker Stausees. Rund zehn Säcke Abfall haben die Angler gesammelt. Verwundert zeigten sich einige vor allem darüber, dass auch Angler selbst ihre Hinterlassenschaften nicht wieder mitnehmen: „Maisdosen haben wir auch gefunden.“

Viele Baumstubben unter Wasser

Allerdings weiß Mario Kruppke, Organisator der Putzaktion, dass es nicht nur Prignitzer Angler sind, die zum Stausee kommen: „Er ist idyllisch gelegen und gut zu erreichen, wir haben hier auch viele auswärtige Angler, die gleich mit großen Zelten herkommen.“ Dabei ist durchaus Vorsicht geboten, weiß der Angler: „Unter Wasser gibt es viele Baumstubben, in der sich die Schnur verfangen kann.“

Unmengen von Müll haben die Angler am Wochenende gesammelt. Quelle: Claudia Bihler

Lohnenswert ist der Angelausflug vor allem auch darum, weil sich in dem flachen Gewässer viele Fische tummeln. Der See wurde ab dem Jahr 1985 geschaffen. Die Dömnitz, die den See speist, ist vor exakt 30 Jahren, ab dem Jahr 1987 angestaut worden. Teilweise ist der See sehr flach, die tiefste Stelle gerade mal 6,4 Meter tief. Dennoch finden sich hier Karpfen, Zander, Aale und alle Weißfische, sagt Kruppke. Nicht zuletzt liegt das daran, dass die Angelverbände regelmäßig Fische nachsetzen. „Was geangelt wird, wird auch wieder nachgesetzt. Und erst kürzlich haben wir sechs Kilo Glasaale in den Stausee eingesetzt“, sagt er.

Zange, Handschuhe, Müllsack: So ging es zum Frühjahrsputz. Quelle: Claudia Bihler

Die Aale bleiben – sofern sie nicht früher gefischt werden – bis zu einem Alter von etwa zehn Jahren im See, bevor sie auf ihre geheimnisvolle Wanderung in die Sargassosee starten. Kruppke: „Rätselhaft sind die Aale durchaus, denn es wurde noch nie in freier Natur beobachtet, wie sich die Aale vermehren.“ Vor einem großen Räuber müssen sich die Jungaale in Sicherheit bringen: Im Stausee gibt es zahllose Welse. „Echte Räuber“ sagt Kruppke. „Die fressen alles, sogar junge Karpfen.“ Weil sie in so großer Zahl vorhanden sind, können Welse auch unabhängig von der Jahreszeit geangelt und mitgenommen werden und haben keine Schonzeit. Dabei sind für ambitionierte Angler große Fänge möglich. „Der größte Wels, den hier ein Angler erst vor kurzer Zeit rausgezogen hat, war über zwei Meter groß“, sagt Kruppke.

Am Wochenende allerdings stand Angeln nicht auf dem Programm – sondern der Frühjahrsputz. Neben der Müllsammelaktion wurden auch Wege hergerichtet. Nach dem Einsatz trafen sich dann noch alle zu Gulasch und Bier am See. Am nun sauberen Ufer geht die Angelsaison jetzt erst richtig los.

Von Claudia Bihler

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