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Prignitz Zeitschätze der Prignitz
Lokales Prignitz Zeitschätze der Prignitz
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00:17 19.09.2016
Der archäologische Park in Freyenstein lässt das Mittelalter lebendig werden. Quelle: Claudia Bihler
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Perleberg

Schiefergrau ist der Umschlag, mit wertvoller bronzefarbener Schrift bedruckt. Der Innenteil ist großzügig bebildert und mit allerlei Kartenmaterial ausgestattet: Am Freitag wurde die neue Broschüre „Zeitschätze Prignitz – Zentrale archäologische Orte“ öffentlich vorgestellt, die der Tourismusverband herausgegeben hat.

„Ein ganzes Jahr der Vorbereitung liegt jetzt hinter uns“, sagte Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes: „Wir sind von vielen unterschiedlichen Ausgangspunkten gekommen und haben einen gemeinsamen Nenner gefunden.“ Das Wort „Ausgangspunkte“ ist hier durchaus wörtlich zu nehmen, arbeiten doch seit der ersten „Prignitzer Erklärung“ im Jahr 2009 mehrere Orte zwischen Freyenstein und Lenzen, zwischen Wittstock und Seddin unter dem Arbeitstitel Archäologische Orte zusammen. Mit der neuen Broschüre können sie sich und ihre archäologischen Schätze erstmals gemeinsam in einem Heft präsentieren. Das soll auch Wirte, Reiseveranstalter oder Gastronomiebetriebe ermuntern, buchbare Angebote für Urlauber zu entwickeln, meinte Mike Laskewitz.

Die Broschüre wurde am Freitag in Perleberg präsentiert. Quelle: Claudia Bihler

Ortrud Effenberger, Sachbereichsleiterin Denkmalschutz bei der Kreisverwaltung Prignitz hat mit ihren Mitarbeitern maßgeblich zu den Inhalten der Broschüre beigetragen. Sie selbst ist begeistert vom archäologischen Projekt: „Das ist einzigartig.“ Für die Archäologen stand regelmäßig die Frage nach der Zielgruppe: „Es war nicht immer einfach, die wissenschaftliche Archäologie und Interessen zu Natur und Landschaft, für Wasserwanderer, Radfahrer und Wanderer unter einen Hut zu bekommen.“

Zeitreise in die Vergangenheit

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Anhand einer Zeitleiste werden die Leser in die Materie eingeführt: Jeder der sechs archäologischen Höhepunkte der Region wird dort knapp vorgestellt: das Hünengrab von Mellen, das Königsgrab von Seddin, der Burghügel in Lenzen, die Grabungsstelle zum mittelalterlichen Freyenstein, das Schloss Meyenburg und das Schlachtfeld des 30-jährigen Krieges in Wittstock. Dem schließt sich eine Beschreibung der Grabung an und ein kurzer Abriss der Historie des Ortes. Weitere Kapitel sind den touristischen Highlights sowie einige Mythen und Sagen der Regionen gewidmet. Bei der Gestaltung wollte die Medienagentur sowohl den Wert der Zeitschätze darstellen, die dem Erdboden verbunden sind. Transparente Blätter separieren die Orte voneinander: Sie sollen die mystische Atmosphäre der Orte vermitteln.

Probeweise hatte der Tourismusverband mehrere Reisejournalisten auf die Route der archäologischen Orte geführt – und dabei viel Erstaunen geerntet.: Alle seien begeistert gewesen – auch jene, die gerade erst aus dem Elsass gekommen seien. Das Fazit der reise: Die Prignitz sei anders, aber diese Andersartigkeit sei Grund, in der Prignitz einmal Urlaub zu machen.

1500 Exemplare gedruckt

Mike Laskewitz kann sich rund um die archäologischen Orte diverse Aktivitäten vorstellen – etwa eine Radroute, die anhand der Knotenpunktregelung ausgewiesen werden könnte. Und er hofft darauf, dass die Broschüre eine Art Initialzündung für Gastronomie und Veranstalter ist, entlang der Route weitere Aktivitäten zu entwickeln. 1500 Exemplare wurden zunächst gedruckt, sie soll vor allem zunächst an Institutionen und Fördermittel-Geber ausgereicht werden. Zudem wird ein Download über die Seite des Tourismusverbandes unter www.dieprignitz.de möglich werden. Als Streuartikel etwa für Messen und ähnliche Anlässe ist eine weitere Auflage in einer weniger teuren Ausstattung geplant.

Archäologische Orte

Seit der Prignitzer Erklärung im Jahr 2009 arbeiten die archäologischen Orte in der Region in einer Art Arbeitsgemeinschaft zusammen.

Die einzelnen Projekte haben einen höchst unterschiedlichen Arbeitsstand. In Freyenstein, Meyenburg und Wittstock gibt es Ausstellungen, in Seddin wurde kürzlich erneut gegraben.

In Lenzen sollen die Planungen für den Fahrstuhl in die Slawenzeit bald umgesetzt werden, während das Großsteingrab in Lenzen noch auf eine weitere Erschließung wartet.

Von Claudia Bihler

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