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Zuchtverein ernennt Tierschutzbeauftragten

Wittenberge Zuchtverein ernennt Tierschutzbeauftragten

Mit Willfried Lattorff hat der Rassegeflügelzuchtverein „Wittenberge und Umgebung von 1898“ seinen Ehrenvorsitzenden zum Tierschutzbeauftragten ernannt. Anlass für diesen Schritt war die lang andauernde Stallpflicht, die viele Rassegeflügelzüchter als eine Zumutung empfinden. Sie gefährde ihr Hobby.

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Willfried Lattorff aus Wittenberge ist Tierschutzbeauftragter seines Vereins.

Quelle: Andreas König

Wittenberge. Als kreisweit erster Verein hat der Rassegeflügelzuchtverein Wittenberge und Umgebung von 1898“ einen Tierschutzbeauftragten gewählt. Darüber informiert Cereinsvorsitzender Rico Fathke. „Der Vorstand hat sich darauf geeinigt, unseren Ehrenvorsitzenden und langjährigen Vorsitzenden Willfried Lattorff mit dieser Aufgabe zu betrauen“, sagte Rico Fathke.

Ausschlaggebend für das Schaffen einer solchen Funktion sei die lang andauernde Stallpflicht gewesen, die viele Rassegflügelzüchter als Zumutung empfinden. „Unsere Tiere haben stark unter der Stallpflicht gelitten, die wegen der Geflügelpest verhängt wurde“, sagte der Vorsitzende. Die Züchter sehen von solchen aus ihrer Sicht drastischen Maßnahmen nicht nur ihr Hobby bedroht, sondern fürchten um den Fortbestand ganzer Rassen und Farbschläge. Der 82-Jährige Wilfried Lattorff ist ein weithin anerkannter Zuchtexperte und Preisrichter. „Seine Stimme hat Gewicht, und er kann sich Gehör verschaffen“, sagt Rico Fathke. Die Folgen der Stallpflicht würden jedoch nicht nur die Arbeit der Geflügelzüchter zum Arterhalt gefährden, auch die Vereins- und Verbandsarbeit habe gelitten.

„Der Landesverband hat 16 000 Ringe weniger verkauft als vor Jahresfrist. Das ist ein gewaltiger Einschnitt“, erklärt Rico Fathke. Die Verbände finanzieren sich unter anderem mit dem Verkauf von Ringen für die Zuchtvögel. Aus Sicht der Geflügelzüchter war das Verhängen und die Dauer der Stallpflicht ein überzogener Schritt. Für dieses Jahr sind enorme Anstrengungen nötig, um Schauen abzuhalten.

Von Andreas König

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