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Prignitz Zügiger Ausbau B 189 in der Prignitz
Lokales Prignitz Zügiger Ausbau B 189 in der Prignitz
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00:19 25.02.2016
Die Bewährung für die Widerlager wird angeliefert: 27 Tonnen Stahl. Quelle: Michael Beeskow
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Groß Pankow

Mitten im Winter wird an der neuen B 189 bei Groß Pankow gebaut, die relativ milde Witterung macht es möglich. Das Bauunternehmen Matthäi aus Velten hat sich so einen merklichen Zeitvorsprung erarbeitet. „Wir liegen gut zwei Wochen über den Plan“, teilte das Unternehmen mit.

Im Moment dreht sich alles um den Brückenbau. Zwei Brückenbauwerke müssen in den nächsten Monaten fertig werden. Sie sollen die nicht gerade gewaltige Panke überbrücken. Das Flüsschen wird im Zuge des Bundesstraßenneubaus umverlegt, dafür ist ein neues Flussbett anzulegen. Die beiden Brückenbauwerke werden ein Spannweite von etwa sieben Metern haben und etwa zwölf Meter breit sein. Eine der beiden Brücken dient der neuen Bundesstraße, die zweite – nur wenige Meter entfernt – für die neue Kreisstraße. Denn neben der neuen B 189 wird etwa auf der Trasse des bisherigen Bundesstraße ein Stück neuer Kreisstraße vom Ortsausgang Groß Pankow Richtung Rohlsdorf errichtet. Die Kreisstraße wird ähnlich wie zwischen Groß Pankow und Kuhbier in einigem Abstand zur neuen Bundesstraße verlaufen.

Bereits im Herbst soll der Bundesstraßenverkehr auf seiner neuen Trasse bis Groß Pankow fließen. Quelle: Beeskow

Derzeit sind die Mitarbeiter mit der Errichtung der Spundwandkästen beschäftigt. Einige Spundwände stecken bereits metertief im Erdreich. Sobald die Kästen geschlossen sind, wird das Wasser abgepumpt. Dann werden die Fundamente und die Widerlager für die beiden Brücken gegossen. „Wir fangen jetzt an und schauen, wie wir weiter kommen“, meinte ein Mitarbeiter. Er hofft, dass die Arbeiten nicht durch einen Kälteinbruch unterbrochen werden müssen. Bis zum September sollen beide Brücken fertig sein. Aber nicht nur sie, sondern auch die neue Bundesstraße bis zum Ortseingang Groß Pankow.

Spundwandkästen für die Widerlager. Wenn sie geschlossen sind, wird das wasser abgepumpt. Quelle: Beeskow

Wenn sich keine weiteren Hindernisse auftun, wird dann im Oktober auch der Fahrzeugverkehr über den neuen Straßenabschnitt rollen können. Doch die Freude bei den Verkehrsteilnehmern wird sich in Grenzen halten, denn mit dem flotten Fahren ist am Ortseingang Groß Pankow erst einmal Schluss. Denn die Bundesstraße erhält auch eine komplett neue Ortsdurchfahrt, die in etwa auf der bisherigen Trasse verlaufen soll. Der Abzweig nach Kuhbier soll näher an Groß Pankow liegen und ein nur leicht geschwungener Anschluss an die Neubaustrecke nach Kuhbier entstehen. Für die Bauzeit wird eine einspurige Baustraße zwischen Bahnhof und Bundesstraße angelegt, über die dann der Verkehr fließen soll, sofern die Ampel auf Grün steht. Wenn alles nach Plan läuft, erfolgt im September 2017 dann die Streckenfreigabe für diesen letzten Neubauabschnitt für die B 189.

Von Michael Beeskow

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