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Prignitz Zukunftstag in der Backstube
Lokales Prignitz Zukunftstag in der Backstube
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08:32 20.07.2017
Maike, Colleen Madeleine, Pia, Tobias und Phillip (v.l.) zeigen stolz, was sie produziert haben.  Quelle: Peter Geisler
Rohrlack

 „Pass auf, dass du dich nicht verbrennst“, warnt Volker Apitz     den     14-jährigen    Florian, der mit dicken Handschuhen ein Backblech mit heißen Dinkelbrötchen aus dem Ofen holt. Trotzdem muss es schnell gehen: „Sonst werden die gleich schwarz.“ Damit sie schön glänzen, werden die warmen Brötchen kurz mit Wasser abgespritzt.

 Florian macht seine Aufgabe gut, als nächstes ist das Brot dran. „Wer traut sich?“, fragt Apitz und nimmt den Brotschieber von der Wand. „Als Bäcker muss man auch mal was aus dem Ofen gezogen haben“, sagt der Inhaber des Unternehmens und lacht. Pia Hübner wagt sich an den riesigen Backofen.

„Vier Uhr morgens ist in diesem Job die ganz normale Uhrzeit“

Seit sechs Uhr morgens packen in der Backstube der Bäckerei Vollkern fünf Jugendliche mit an, die den Beruf des Bäckers aus nächster Nähe kennen lernen wollen. Phillip ist sogar schon um vier Uhr früh gekommen: „Wenn man später arbeitet, ist das ja in diesem Job die ganz normale Uhrzeit“, sagt der 14-Jährige, der in Fehrbellin die Oberschule am Rhin besucht.

„Es ging gleich los“, erzählt Colleen Madeleine. „Zuerst haben wir die Arbeitsbekleidung angezogen und dann den Teig geknetet, daraus Zöpfe und Plätzchen geformt und dann gebacken.“ Das Haarnetz und die Schürze sind Pflicht in der Backstube. Maike (16) hat zuvor schon mit dem Gedanken gespielt, nach der Schule eine Ausbildung zur Konditorin zu machen. „Die Arbeit eines Biobäckers finde ich aber auch sehr interessant, dabei geht es um gesunde Ernährung und natürliche Zutaten“, sagt die Schülerin der Torhorst-Gesamtschule Oranienburg.

„Wichtig ist echtes Interesse an dem Beruf“

 „In unserer Bäckerei wird regionales Getreide selbst gemahlen, wir stehen in traditioneller Verbindung zum Beruf und sind ein rein handwerklicher Betrieb“, sagt Volker Apitz. Der Zukunftstag findet bei ihm zum ersten Mal statt. Auch wenn man als Bäcker sehr früh aufsteht und harte körperliche Arbeit leistet, ist es ein ehrbarer Beruf, der Spaß macht, meint Apitz. „Man schafft etwas mit den eigenen Händen und hat ein Ergebnis.“

 Er hofft, dass die Jugendlichen durch den Zukunftstag den Beruf ebenfalls als attraktiv kennenlernen. „Wer sich bei uns als Lehrling bewirbt, braucht keine bestimmten Fertigkeiten – wichtig ist, dass er oder sie echtes Interesse und Lust mitbringt.“Wenn diese Bedingung erfüllt ist, bietet der Betrieb Vollkern auch vorab Praktika an.

Einblicke in Praxis und Theorie

Beim Kneten, Backen und dem Verpacken der Ware haben die fünf Probebäcker jedenfalls schon viel Spaß. Aber nicht nur in der Backstube, sondern auch im Hofladen lernen sie einiges über den Job. Was bedeutet eigentlich „biologisch“? Wie viele Getreidesorten gibt es? Und was macht den Sauerteig zum sauren Teig? Hier gibt es Antworten auf all diese Fragen.

 „Die Kinder haben toll mitgearbeitet“, freut sich am Mittag Bäckergeselle Gerd Behnke. „Es ist schön, dass sie so großes Interesse gezeigt haben“, findet auch Backhelferin Doreen Reissdorf. Hunger hat aber jetzt niemand mehr – die Kruste der selbst gemachten Brote war einfach zu lecker.

Von Christina Koormann

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