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Prignitz Zum Schutz der Vögel in der Prignitz
Lokales Prignitz Zum Schutz der Vögel in der Prignitz
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00:32 29.03.2018
Brandenburgs Agrar- und Umweltminister, Jörg Vogelsänger (r.), überreicht den Förderbescheid an Krista Dziewiaty. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Rühstädt

Viele Vögel in der Prignitz brüten im Grünland und auf Äckern. Die Bestände gehen immer weiter zurück. Das liegt vor allem an dem sehr geringen Bruterfolg der Tiere. Da reicht es schon aus, wenn unwissende Landwirte mit ihren Traktoren durch die Gelege der Wiesenbrüter fahren. Die Brutnester werden dabei zerstört.

Ein junger Kiebitz. Quelle: dpa

Die Biologin und Landwirtin Krista Dziewiaty kümmert sich seit Jahren um den Austausch mit den Landwirten. Sie hat erreicht, dass die brütenden Vogelarten wie Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel, Großer Brachvogel, Bekassine und Wachtelkönig besser geschützt werden. „In Zukunft wollen wir mit unserer Tätigkeit über die Grenzen des Reservats hinausgehen und in der ganzen Prignitz aktiv sein“, so Krista Dziewiaty.

Gelege der Vögel markiert

Für ihre weitere intensive Arbeit überreichte ihr am Montag Jörg Vogelsänger, Brandenburgs Agrar- und Umweltminister, Fördermittel in Höhe von rund 235 000 Euro für das Projekt. „Wir können stolz sein, was hier geschaffen wurde. So etwas geht nur mit viel Engagement und finanzieller Unterstützung“, sagt Vogelsänger.

Krista Dziewiaty kooperiert derzeit mit 17 landwirtschaftlichen Betrieben. Gemeinsam werden die Gelege der Vögel auf den Äckern markiert. Diese Flächen werden von den Landwirten vorübergehend ausgelassen und zu einem späteren Zeitpunkt bearbeitet. Durch diese Maßnahmen haben die Landwirte einen Mehraufwand, der über das Projekt ausgeglichen werden soll.

Überall Gefahren für Vögel

Das Hauptaugenmerk fällt dabei auf den Kiebitz. Viele Vogelarten sind in der Region bereits ausgestorben. Ihn kann man noch retten. „Etwa 50 bis 60 Kiebitzpaare gibt es hier“, sagt Krista Dziewiaty. Das Grünland wird gedüngt, die Ackerflächen landwirtschaftlich betrieben – überall lauern Gefahren für den Vogel. Auch vor Feinden wie dem Fuchs gilt es den Kiebitz und seinen Nachwuchs zu schützen. Etwa drei Wochen zwischen April bis Anfang Juni brütet die Vogelart.

Ein Schwerpunkt in der Prignitz liegt in der Lenzerwische. „Doch nicht jeder Landwirt ist betroffen. Die Vögel suchen sich die Äcker aus“, so Dziewiaty. „Und jede Information über gesichtete Kiebitze kann helfen.“ Ob auf dem Acker, im Grünland oder in der Luft – melden kann man sich beim Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg unter 038791/98 00.

Ab 2022 Schutzmaßnahmen auf andere Regionen übertragen

Das Vorhaben kann auf die sehr guten Ergebnisse eines Vorläuferprojekts im Biosphärenreservat aufbauen. Bereits seit 2012 werden die Gelege der Wiesenbrüter im Biosphärenreservat geschützt. Seitdem habe man den Bestand annähernd gehalten, heißt es. Nun wird das Projekt fortgeführt und weiter ausgebaut.

Nach Abschluss der Projekt- und Förderperiode im Jahr 2022 sollen die Schutzmaßnahmen möglichst so erprobt sein, dass sie auf andere Regionen übertragbar sind. „In Brandenburg haben wir bisher nur in der Uckermark ein weiteres vergleichbares Projekt“, sagt Jörg Vogelsänger. „Ich würde es mir wünschen, wenn weitere Länder genauso handeln würden.“

Von Marcus J. Pfeiffer

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