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Zwei Pole künstlerischen Schaffens

Pritzwalk Zwei Pole künstlerischen Schaffens

Eine Ausstellung von zwei Künstlern an zwei Orten: Dieses ungewöhnliche Konzept verbinden Katja Martin und Jost Löber aus Horst mit „Florale/Formale“. Die Doppel-Exposition wird im Pritzwalker Museum und in der Galerie der Kunstfreunde Pritzwalk in der Marktstraße gezeigt. Der Museumsteil gewährt tatsächlich einen Blick zurück auf 20 Jahre gemeinsamen Schaffens.

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„Richtung“ heißt diese Arbeit von Katja Martin. Im Museum sind etwa 30 Arbeiten der Künstler zu sehen.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Wie eine mittelalterliche Kriegsmaschinerie wirken die Spieße von vorn, wie ein handgemachtes Regal von der Seite und wie ein nobles Akten-Ablagesystem von hinten. Die Werke von Katja Martin und Jost Löber, dem Künstlerpaar aus Horst, haben stets mehr als nur eine Aussage.

Querschnitt der vergangenen 20 Jahre

Mit der neuen Ausstellung „Florale/Formale“, die am Sonnabend, 7. Oktober, in Pritzwalk eröffnet wird, gewähren sie Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen. Genau genommen sind es zwei Ausstellungen. Im Stadt- und Brauereimuseum zeigen die Künstler einen Querschnitt ihrer Arbeiten der vergangenen 20 Jahre, in der Galerie der Kunstfreunde Pritzwalk sind hingegen aktuelle Arbeiten zu sehen.

Der Begriff „Entwicklung“ wäre zu wertend

„Anhand des Spektrums der gezeigten Arbeiten wird deutlich, wie sich das künstlerische Schaffen verändert“, sagt Jost Löber. Von einer Entwicklung will vor allem Katja Martin nicht reden, weil es „etwas Wertendes hat“. Dennoch kann man gut erkennen, womit sich die Künstler in früheren Schaffensperioden beschäftigt haben und womit sie sich heutzutage auseinandersetzen. Während Jost Löber am liebsten Objektkunst schafft, vorzugsweise aus Metall und Holz, arbeitet Katja Martin mit verschiedenen Medien: Plastik, Foto, Film, Installation. Das heißt aber nicht, dass ihr das Arbeiten mit Holz fremd wäre.

Neue Räume öffnen sich der Kunst

„Es ist ein spannender Moment, wenn man sieht, welcher Raum sich plötzlich für Kunst eröffnet“, findet Jost Löber. Der Brauereikeller im Museum sei die perfekte Präsentationsfläche für die Werke des Künstlerpaars. „Unter anderem, weil die Materialien, die wir verwenden, auch hier in der Handwerkstradition eine Rolle spielen, wenn auch mit einer völlig anderen Bestimmung“, sagt Jost Löber. Katja Martin wiederum hat in einer Phase ihres Schaffens bewusst Möbel benutzt und sie zwar – unter anderem mit den bereits erwähnten Spießen – für den eigentlich vorgesehenen Zweck unbrauchbar gemacht, dafür jedoch eine ganz neue Wahrnehmung geschaffen.

Erste gemeinsame Ausstellung seit dem Jahr 2000

„Es ist unsere erste gemeinsame Ausstellung seit dem Jahr 2000“, berichtet Katja Martin. Zwar habe es immer wieder Ausstellungen gegeben, in denen beide Künstler vertreten waren, doch eine derartige Werksschau habe es schon lange nicht gegeben. „Es wurde irgendwie auch Zeit“, findet Katja Martin.

Galerie zeigt Florales

Das „Florale“, also das Blumige, bestimmt hingegen das gegenwärtige Schaffen der beiden Wahl-Horster. Die Galerie in der Marktstraße bietet ihrerseits mit der typisch weißen Projektionsfläche einen sehr interessanten Gegensatz zu unseren Arbeiten“, findet Jost Löber. Schließlich fordere der Besuch beider Ausstellungsteile auch dazu auf, die Stadt mit anderen Augen zu sehen.Eröffnet wird die Ausstellung am Sonnabend, 7. Oktober, 16 Uhr, zunächst im Museum. Anschließend geht es in die Galerie der Kunstfreunde. Die Ausstellungsstücke in beiden Expositionen sind verkäuflich.

Von Andreas König

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