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Prignitz Zwei ganz normale Daumen
Lokales Prignitz Zwei ganz normale Daumen
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00:18 24.07.2016
Hans-Joachim Knablowskis Garten in Brügge ist tropisches Paradies und Selbstversorgeroase in einem. Quelle: Claudia Bihler
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Brügge

Ein wenig belustigt schaut Hans-Joachim Knablowski aus Brügge immer dann, wenn ihm jemand etwas vom „grünen Daumen“ erzählt. Er schaut dann auf seine Hände, weist mit beiden Daumen nach oben und stellt fest: „Ich hab’ zwei ganz normale Daumen.“ Dass der Garten hinter seinem Haus in Brügge üppiges Tropenparadies und gleichzeitig Selbstversorgeroase ist, führt der gelernte Landwirt darauf zurück, dass einige wenige Dinge erfüllt sein müssen, damit Pflanzen richtig wachsen: „Sie brauchen den richtigen Standort. Und der Gärtner muss wissen, was sie brauchen, dann geht das alles von ganz alleine.“ Dann weist er um sich: Die Kiwi bieten zahllose Früchte unter der Pergola an, nebenan wächst ein asiatischer Mammutbaum: Der ist zwanzig Jahre alt und kann mit der Zeit in Höhen von bis zu 80 Metern vordringen.

Nachdem ein Virus überall in der Region Bambusbestände vernichtet hat, füllt heute eine kleine Bananenplantage die Lücke. Die Bäume sollen auch bald Früchte tragen. Quelle: Claudia Bihler

Dort, wo vor einigen Jahren einmal ein Virus eine Bambuspflanzung weggerafft hatte, ist keine Leerstelle mehr zu sehen: Dort wächst inzwischen eine kleine Bananenplantage, die im Winter sogar ein eigenes haus aus Styropor und Folie bekommt. Und die eigentlich schon tragen soll, denn nach vier, fünf Jahren sollten sich eigentlich Früchte bilden.“

1996 ist Hans-Joachim Knablowski als gebürtiger Ellershagener zurück in die Prignitz gezogen. „In meinem Berliner Pachtgarten habe ich da aber schon zahllose Pflanzen für meinen Garten in Brügge vorgezogen – allein 700 Pflanzen für die Hecke.“ Das Gelände von 1500 Quadratmetern war eine alte Obstplantage, die er zunächst roden musste, um Platz für die Bauarbeiten zu schaffen. Der Apfelbaum direkt vor der Tür ist der letzte Baum dieser Plantage und spendet nicht nur Äpfel im Herbst, sondern als grüner Schirm auch großzügig Schatten.

Unter den Seerosen im Gartenteich schwimmen Goldschleihe, Orfen, ein Koi und ein Karpfen. letzterer ist schon für die Weihnachtszeit.. Quelle: Claudia Bihler

Neben den Riesenbrombeeren wachsen Akazien-Arten, aber auch Andenbeeren, in einer ecke hat das Tomatenhaus und ein Entengehege Platz gefunden. Riesige Lilien verbreiten ihren Duft, während im Gartenteich nicht nur ein Koi, Orfen und Goldschleihe schwimmen, sondern auch ein Karpfen: „Der ist dann für die Weihnachtszeit.“ Jungpflanzen zieht er oft selber an, vieles wird mit anderen Gärtnern getauscht.Eine Menge Arbeit sei es schon, vor allem im Frühjahr. Aber da kann sich Knablowski regelmäßig auf die Unterstützung seiner Familie verlassen. im Sommer genießt er lieber: „Da reicht ein wenig Ausputzen und Hochbinden aus, ich muss schließlich auch nicht jede Wildpflanze völlig vernichten.“

Von Claudia Bihler

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