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Zweite Chance für Bewerber und Betriebe

Pritzwalk/Neuruppin Zweite Chance für Bewerber und Betriebe

Mit der „Pritz­walker Koordinierungsstelle Ausbildung“ hilft die Gemeinnützige Bildungsgesellschaft Pritzwalk abgelehnten Lehrstellenbewerbern, doch noch den passenden Betrieb in der Region zu finden. Koordinator Lothar Nagel tauscht sich auch mit dem Talentenetzwerk der Regionalen Entwicklungsgesellschaft REG aus.

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Wollen sich gegenseitig unterstützen: Lothar Nagel (l.) von der Bildungsgesellschaft Pritzwalk und Christian Fahner Regionalen Entwicklungsgesellschaft.
 

Quelle: Beate Vogel

Pritzwalk/Neuruppin.  Wer sich für einen Ausbildungsplatz oder einen Job bewirbt, muss mit einer Absage rechnen. Die meisten Bewerber versuchen es dann woanders, weit weg von der Heimat. So gehen Arbeitskräfte verloren – ein großes Problem in der Region. Über die neue „Pritz­walker Koordinierungsstelle Ausbildung“ (PKA) der Gemeinnützigen Bildungsgesellschaft Pritzwalk (GBG) soll jetzt abgelehnten Lehrstellenbewerbern geholfen werden.

„Manchmal bewerben sich eben zu viele junge Leute auf eine Stelle“, so Lothar Nagel, Koordinator für Verbundausbildung bei der GBG. Auch aus seiner Sicht wäre es schade, wenn sich die Bewerber einen Ausbildungsbetrieb außerhalb der Region suchten. Zumal manch kleine Firma vielleicht eine passende Stelle hätte und den Betreffenden gern nehmen würde – wenn sie von ihm wüsste.

Abgelehnte Stellenbewerber sollen in der Region Ersatz finden

Lothar Nagel will jetzt ein Netzwerk aufbauen, das sich in erster Linie auf die Firmen stützt, die bereits über die Verbundausbildung mit der GBG in engem Kontakt stehen. Darin sind Unternehmen aus der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin erfasst. „In dem Netzwerk wird ein Bewerberpool eingestellt mit dem Ziel, dass die Betriebe die Unterlagen ihrer abgelehnten Bewerber zu mir schicken, damit wir sie weiter vermitteln können.“ Voraussetzung sei natürlich die Einwilligung des Bewerbers und die Zustimmung des Betriebes.

Der GBG-Koordinator würde sich die jungen Leute einladen und mit ihnen versuchen, vor Ort einen Betrieb zu finden, der eine ähnliche Berufsausbildung anbietet, wie sie der Bewerber sucht. „Wir setzen vor allem auf Berufe im Metall- und Elektrobereich“, erklärt der Vermittler. Ist eine Firma gefunden, folgt „ein ganz normales Bewerbungsgespräch“.

Das hilft nicht nur den angehenden Azubis sondern auch den Firmen

 Das Angebot soll nicht nur den Firmen und den jungen Bewerbern ganz persönlich helfen, sondern auch der Region. Lothar Nagel: „Wir wollen bei der Weitervermittlung darauf achten, dass die Jugendlichen im Landkreis bleiben.“ Das sichere das Fachkräftepotenzial. Nicht zuletzt profitiere die GBG davon, wenn Lehrlinge an der Verbundausbildung teilnehmen, die vor Ort angeboten wird. Lothar Nagel hat bereits zwölf Unternehmen für das Projekt gewonnen, darunter Alutrim in Kyritz, Beratec in Meyenburg oder Swiss Krono in Heiligengrabe: „Bis jetzt habe ich nur positive Reaktionen erhalten“, sagt er.

Bereits seit Anfang Juni bietet die Regionale Entwicklungsgesellschaft REG mit dem Talentenetzwerk Nordwestbrandenburg ein sehr ähnliches Projekt an (die MAZ berichtete). Während die GBG Azubis im Bereich Metall, Elektro und kaufmännische Ausbildung im Focus hat, arbeitet das Talentenetzwerk der REG branchenoffen und will nicht nur Lehrstellenbewerbern, sondern vor allem ausgebildeten Fachkräften weiterhelfen.

Ziel ist, die jungen Leute in der Region zu halten

Die beiden Träger wollen aber auf keinen Fall als Konkurrenten auftreten, versichert Christian Fahner von der REG: „Wir wollen uns vielmehr gegenseitig unterstützen.“ Die beiden Koordinatoren haben regelmäßig Kontakt. „Wir wollen erreichen, dass die Firmen so schnell wie möglich die Bewerbungsunterlagen weitergeben und sie nicht einfach zurückschicken“, erklärt Lothar Nagel. „Das muss klappen.“ Während bei der GBG dann die persönliche Beratung folge, laufe beim Talentenetzwerk viel auf elektronischem Wege, ergänzt Christian Fahner. Im Bedarfsfall können die Netzwerker auf das jeweils andere Projekt verweisen. „Das ist doch viel besser, als wenn die Bewerber sich außerhalb von Brandenburg umsehen“, sind die beiden Koordinatoren überzeugt.

Betriebe, die an der PKA interessiert sind, können sich in der GBG bei Lothar Nagel, 03395/ 76 44 58 oder 0152/36 65 94 95 melden. Christian Fahner (REG) ist unter 03391/ 8 22 09-200 oder cf@reg-nordwestbrandenburg.de zu erreichen.

Von Beate Vogel

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