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Prignitz Rekordreifer „Menschendeich“
Lokales Prignitz Rekordreifer „Menschendeich“
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00:31 08.07.2015
Spannung im Nedwighafen: Bootsspitze an Bootsspitze beim Drachenbootrennen Quelle: Fotos: Bernd Atzenroth
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Wittenberge

Etwa 350 Meter war er lang, der „Prignitzer Menschendeich“, den die Besucher von Elbebadetag und Blaulichtfest am Samstag in Wittenberge bildeten. Damit war das Vorhaben geschafft, ins Guinness-Buch der Rekorde Einzug zu halten – zumindest wurde dies von den Moderatoren verkündet. Die Aktion sollte auch ein Dankeschön an die vielen Helfer sein, die bei der Bekämpfung der Hochwasser der vergangenen Jahre und beim Neubau der Deiche mitgeholfen haben.

Aufgerufen hatten dazu gemeinsam Birka Eschrich, Vorsitzende des Prignitzer Kreissportbundes, Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann, der Prignitzer Landrat Torsten Uhe und der Leiter der Polizeiinspektion Prignitz, Peter Schröder.

Die ungewöhnliche Menschenkette war nur ein Höhepunkt von vielen an diesem ereignisreichen Wochenende rund um den Nedwighafen. Am Samstag standen die spannenden Drachenbootrennen im Hafen im Mittelpunkt. Bei Hitze und einem Wasserstand von nur 1,30  Meter waren 24 Teams an den Start gegangen, das sind allein fast 500 Mitwirkende.

Darüber hinaus sind nur am Sonnabend nach Angaben von Veranstalter Lutz Lange geschätzte 3000 Menschen am Hafen unterwegs gewesen.

Darüber freuten sich auch die Vertreter der Polizei. Denn es hatte sich als Erfolg erwiesen, das diesjährige Blaulichtfest mit dem Elbebadetag zu einer Großveranstaltung zu vereinen.

Sehr zufrieden: Peter Schröder, hier mit tschechischer Polizeimütze. Quelle: Bernd Atzenroth

„Das ist eine tolle Sache seitens der Polizei“, meinte auch Kreisjugendfeuerwehrwart Ralf Arnoldt. Er hatte sich mit seinen Mitstreitern vom Haupttross der Feuerwehr abgesplittet, der beim Kreisfeuerwehrtag in Gumtow war.

„Wir wollten als Kreisfeuerwehrverband auch hier präsent sein“, begründete dies Arnoldt, dessen Brandschutzmobil sich mal wieder als Attraktion erwies. Auch für die anderen Beteiligten, etwa Carmen Koynowski von der Suchthilfe, war das Blaulichtfest eine runde Sache. Vor allem die Kombination mit dem Elbebadetag war eine gute Idee, wie zum Beispiel Peter Habedank, Präventionsspezialist bei der Prignitzer Polizei, meinte. Klar, dass auch Polizeipressesprecher Toralf Reinhardt und Peter Schröder sowie der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion Neuruppin, Jörg Müller, sehr zufrieden waren. „Die Synergieeffekte machen es aus“, sagte zum Beispiel Schröder. Erstmals nahm ein Team der Polizeidirektion auch am Drachenbootrennen teil und landete im Mittelfeld – was Schröder als guten Anfang ansah. Die Zufriedenheit beruhte auf Gegenseitigkeit: Auch Lutz Lange lobte das „Super-Doppelevent“, dies seien „zwei miteinander arbeitende Veranstaltungen“ gewesen. Natürlich war auch das eigentliche Elbebaden am Sonntag wieder ein absoluter Renner.

Richtig mit Biss gingen im Drachenboot die Wittenberger „Stadtpiraten“ zur Sache, mit Bürgermeister Oliver Hermann an der Spitze, der rein optisch einen veritablen Oberpiraten abgab. Allein das Drachenbootrennen betrachtete er schon als „teambildende Geschichte“. Aber auch die Veranstaltung insgesamt, die einmal sehr klein angefangen hat, ist für ihn ein guter Ansatzpunkt, um Wittenberge weiter als touristisches Highlight der Region zu etablieren – eine Entwicklung, die vor Jahren noch nicht denkbar gewesen ist.

Oliver Hermann: „Man merkt es hier: Die Menschen haben ein ganz anderes Selbstwertgefühl und sind wieder stolz auf ihre Stadt.“

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Zum Elbebadetag und Blaulichtfest in Wittenberge kamen Tausende Menschen – hier ein paar Bilderimpressionen.

Von Bernd Atzenroth

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