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Sturm sorgt erneut für Großeinsatz

Prignitz Sturm sorgt erneut für Großeinsatz

Feuerwehrgroßeinsatz in der Region: Der Sturm Herwart zieht gerade über die Prignitz hinweg, mit starken Windböen und schauerartigem Regen. In Wilmersdorf wird eine große Eiche bis Montag die Ortszufahrt versperren. In Weisen sind zwei Bäume auf ein Haus gefallen. Allerdings halten sich die Schäden gegenüber dem Sturmtief Xavier vor gut drei Wochen in Grenzen.

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Die Prignitzer Wehren sind im Dauereinsatz, hier zum Beispiel in Weisen.

Quelle: Michael J. Pfeiffer

Pritzwalk/Perleberg. Es kam wie angekündigt: Das neue Sturmtief intensivierte sich in der Nacht über der Prignitz und zeitigte seine Folgen. Etliche Wehren waren im Landkreis im Einsatz. Nach Angaben des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Volker Lehmann rückten die Wehren bis zum Nachmittag 50 bis 60 Male aus. Bei Kletzke fiel auf der Straße Richtung Bad Wilsnack ein Baum auf ein Auto, zum Glück wurde niemand verletzt. Der Bereich Bad Wilsnack/Glöwen war nach Lemanns Angaben auch ein Eisatzschwerpunkt. Große Schäden wie beim letzten Sturm blieben insgesamt aber eher aus. Die Bäume, die umfielen, waren offensichtlich in der Regel dünner und kleiner. Laut Lehmann hat es manchmal auch Bäume erwischt, die schon vom Sturm Xavier Anfang des Monats vorgeschädigt waren, aber eben auch andere. Die Windgeschwindigkeit erreichte bei diesem Sturm in der Prignitz 89 Stundenkilometer – zum Vergleich: bei Xavier waren es 108.

Zufahrt nach Wilmersdorf versperrt

Die Zufahrtstraße zu dem Pritzwalker Ortsteil Wilmersdorf ist mit mehreren umgefallenen Eichen versperrt, die nach Lehmanns Angaben mit der Feuerwehrtechnik auch nicht weggeräumt werden können und daher bis Montag den Weg versperren, wenn die Kreisstraßenmeisterei mit ihren Kräften anrücken wird. Um die Zufahrt für den Rettungsdienst zu gewährleisten, kann die Wegsperre derzeit über einen Hof umfahren werden, der eigentlich kein öffentlicher Weg ist. Wilmersdorf und das benachbarte Neu Krüssow waren auch die Schwerpunktgebiete der Sturmeinsätze im Raum Pritzwalk, von denen es bis dato fünf gab. Im Moment sind alle Einsatzteams wieder in den Gerätehäusern.

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Die Wehren im Landkreis Prignitz hatten auch diesmal viele Sturmeinsätze, allerdings deutlich weniger als bei Xavier.

Quelle: Michael J. Pfeiffer

Seit 4.15 Uhr war die Perleberger Feuerwehr im Einsatz, gegen 12 Uhr hatte sie bereits ihren neunten Einsatz hinter sich. Die Wittenberger Feuerwehr war seit 4.23 Uhr unterwegs. Mehrere Baumsperren mussten beräumt werden, unter anderem auf der B189 . In Weisen sind zwei große Bäume auf ein Wohnhaus gestürzt. In Wittenberge wurde ab der ersten Alarmierung eine Bereitschaft eingerichtet, die mit 27 Kameraden besetzt war. Die Einsätze wurden über die Wache koordiniert. Neben umgestürzten Bäumen und abgedeckten Dächern wurden Gartenhäuschen eines Baumarktes von der Straße entfernt und umgeknickte Fahnenmasten bei McDonalds gesichert. Die Drehleiter wurde unter anderem überörtlich in Eldenburg bei Lenzen eingesetzt. Dort fiel ein Baum auf ein Gebäude.

Bereits am Samstagvormittag hatte es erste stärkere Böen und damit kreisweit die ersten Einsätze gegeben. Gegen 10.50 Uhr wurde die Perleberger Feuerwehr zu ihrem ersten Sturmeinsatz an diesem Wochenende gerufen. In Karstädt war eine Baumkrone abgebrochen. Sofort machten sich die Feuerwehrleute mit ihrer Drehleiter auf den Weg.

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Es war bei weitem nicht so schlimm wie vor drei Wochen beim Sturm Xavier, doch hinterließ auch der Nachfolgesturm Herwart seine Spuren. Die Feuerwehr hatte jedenfalls auch an diesem Wochenende viel zu tun.

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Nur wenig später, gegen 12.21 Uhr, rückten die Feuerwehrleute zu einer brisanten Lage nach Perlhof aus. Dort drohte ein Baum auf das Vereinshaus des Hundesportvereins zu fallen. Es war Gefahr in Vollzug, weshalb die zehn angerückten Feuerwehrleute sofort handelten.

Zum dritten Einsatz ging es um kurz nach 16 Uhr auf die alte B189 zwischen Perleberg und Weisen. Dort drohten lose Äste auf die Straße zu fallen. Zusammen mit der Feuerwehr aus Weisen bannten die Feuerwehrleute aus Perleberg die Gefahr. Nach wenigen Minuten konnten sie wieder abrücken. Kurzzeitig musste die Straße für den Fahrzeugverkehr gesperrt bleiben.

Von Bernd Atzenroth

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