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Reif für die Insel?

Bürgermeistervisite bei Solar-Unternehmen Reif für die Insel?

Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) hat am Donnerstag das Germendorfer Solar-Unternehmen Energieinsel GmbH besucht. Das ist seit vier Jahren am Markt und hat seitdem rund 500 „Energieinseln“ geschaffen. Dabei wird Sonnenstrom vom Dach in Sonnenbatterien gespeichert. Damit können Hausbesitzer Stromkosten satt sparen.

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Rico Rückstadt (i.) und Hans-Joachim Laesicke, der für eine Probemessung einen künstliche Sonne einschaltet.

Quelle: Heike Bergt

Germendorf. Das Weltklima retten? „Das können wir nur an der Basis. Jeder für sich, in kleinen Schritten und jeden Tag ein bisschen“, davon ist Rico Rückstadt überzeugt. Der alleinige Geschäftsführer der Energieinsel GmbH in Germendorf lebt diesen Gedanken. Ist als Chef mit einem Elektroauto mit Strom vom Carport des Unternehmens unterwegs. Und hat mit dem vor vier Jahren gegründeten Unternehmen zum Umdenken bei so manchem Hausbesitzer beigetragen. Zusammen mit Andreas Oppel hatte er 2012 die Energieinsel gegründet. In der Überzeugung, dass die Photovoltaik allein nicht zukunftsfähig sein wird, setzten sie auf Sonnenbatterien. Pioniergeist, der sich auszahlte. Und mit Sonnenbatterien aus dem Allgäu hatten sie auf das richtige Pferd gesetzt. Auch die sonnen GmbH boomt.

Da der Bedarf an Strom in einen Haushalt in der Regel am Morgen und Abend besonders hoch ist, die Sonnenstromausbeute vom Dach aber am Mittag „im Zenit“ steht: Warum nicht die Energie speichern? Das passiert in Hochleistungs- Akkus von Sonnenbatterien. Die Entwicklung ist dabei rasant. Rico Rückstadt stellte dem Bürgermeister bei seiner Visite am Donnerstagvormittag die mittlerweile achte Generation vor. Inzwischen auch optisch im „Designerschrank“ verpackt.

Konnte das Unternehmen „Energieinsel“ im Anfangsjahr 40 Sonnenbatterien verkaufen, waren es 2015 schon 175. Ziel 2016: 250 bis 300. Dabei sehen sich die Außendienstmitarbeiter bei interessierten Kunden das Haus vor Ort an: Wie hoch ist der Stromverbrauch? Was gibt die Dachfläche her? Wo kann die Batterie im Keller stehen? „Wir bieten individuelle Lösung von der Beratung bis zum Einbau aus einer Hand an.“ Nicht nur 500 „Energieinseln“ hat die Firma in vier Jahren in Berlin- und Brandenburg, davon 40 in und um Oranienburg, geschaffen. Auch das Unternehmen selbst ist mit Solarmodulen und kleinem Blockheizkraftwerk so gut wie autark.

Für den Hausbesitzer rechnet Rico Rückstadt aus Rheinsberg ein Beispiel für ein Einfamilienhaus vor: 8500 Euro netto koste das „Einstiegsmodell“ mit zwei KW/h-Akku, wobei jederzeit ein weiteres Akku-Pack (2300 Euro) nachgerüstet werden könne. Die Garantie für die Sonnenbatterie betrage zehn Jahre, 10 000 Ladezyklen sind garantiert, wobei man von 250 im Jahr ausgeht.

Spannend: Auf dem Display ist nicht nur der aktuelle Strombedarf im Haus abzulesen, ebenso, was die Solarzellen vom Dach liefern, was die Batterie beisteuert oder – auf jeden Fall im Winter – was aus dem Netz dazu geholt werden muss.

Die technische Entwicklung sei in den letzten vier Jahren rasant gewesen: Nicht nur, dass die Akkus erheblich an Leistung gewonnen haben, heute kann eine Infrarotheizung ebenso ans System angeschlossen werden wie eine Warmewasserbereitung.

Die Energie GmbH hat ihren Sitz Am alten Bahnhof 11 in Germendorf und betreut Kunden in Berlin und Brandenburg. Weitere Energieinseln gibt es Leipzig und ab April in Gera. In Germendorf arbeiten neun Mitarbeiter im Innen- 20 im Außendienst. Kontakt: info@meine-energieinsel.de

Von Heike Bergt

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