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Lokales Schlanke sich Reckende
Lokales Schlanke sich Reckende
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07:04 04.01.2018
Diesen schwebenden Stein gestaltete Karl Späth vor mehr als zehn Jahren zunächst in Sperrholz. Die Realisierung war mit Stahlelementen vorgesehen.
Luckenwalde

Noch letzte Schleifarbeiten an der Gips-Figur und einen Sockel bauen, dann kann alles verpackt werden. Ab 3. Februar wird „Die sich Reckende“ in der Ausstellung „Phädra“ im Luckenwalder Biotechnologiepark zu sehen sein. Der Künstler Karl Späth hat mehr als zwei Jahre an Nadine gearbeitet. So hieß das Modell, das er vor mehr als zehn Jahren gezeichnet hat. Ob Nadine heute noch so rank und schlank ist, wie sein Kunstwerk, weiß er nicht. Er hat sie seitdem nicht wieder gesehen.

Von der ursprüngliche Zeichnung ist Späth etwas abgewichen. So wurde der Pferdeschwanz durch ein Tuch ersetzt, damit wurde ein weicherer Übergang zum Rücken geschaffen. Der Bildhauer will vor allem die Schönheit und Würde des weiblichen Körpers darstellen. „Auch wenn die Gegenwart alles andere als harmonisch ist, soll mein Schaffen einen innerlich ruhigen Gegenpol erzeugen“, sagt Späth.

Bildhauer Karl Späth aus Luckenwalde mit der Figur „Die sich Reckende“ Quelle: Margrit Hahn

Zuerst baute er für „Die sich Reckende“ ein Drahtgestell – ähnlich, wie die Wirbelsäule beim Menschen. Anschließend wurde dann Gips angetragen. „Ich habe auch mal ein Bein abgesägt, weil es mir nicht gefallen hat. Ich bin froh, dass ich kein Chirurg geworden bin“, sagt Späth schmunzelnd. Neben der Gipsfigur wird Karl Späth 18 weitere Arbeiten ausstellen. Um alles zu zeigen, was er in seinem Leben geschaffen hat, würde das Foyer des Kommunikationscenters nicht ausreichen. „Ich überlege noch, ob ich auch Landschaftsbilder aus dem Italienurlaub zeige“, sagt Späth.

Gute Bedingungen im Biopark

Ursprünglich hatte er das Schulze-Delitzsch-Haus der VR-Bank für seine Ausstellung in Erwägung gezogen. Doch dann entschied er sich für den Biotechnologiepark, denn dort hatte er in den vergangen Jahren bereits gute Erfahrungen gemacht. „Die Bedingungen sind gut – es ist alles zu ebener Erde und die entsprechende Beleuchtung ist vorhanden“ sagt Späth. Zu sehen ist dann auch ein Holz-Faden-Objekt, dass der Bildhauer in Gedenken an seinen Freund, den Gitarristen Manfred Dierkes, anfertigte.

Karl Späth überlässt bei der Ausstellungseröffnung nichts dem Zufall. Er suchte die entsprechende Musik selbst aus. Es war sein Herzenswunsch, dass Jazzmusiker aus Berlin, mit denen er seit Jahren befreundet ist, im Biotechnologiepark spielen.

Vor der Ausstellungseröffnung wird 80. Geburtstag gefeiert

Doch bevor der Künstler, der 1938 in Berlin-Wedding geboren wurde, seine Ausstellung eröffnet, feiert er am 31. Januar seinen 80. Geburtstag. Am selben Tag hat auch Ehefrau Elke Geburtstag. Sie ist selbst Künstlerin und weiß die Arbeiten ihres Mannes zu schätzen. „Er hat eine grenzenlose Geduld und ist immer freundlich. Wenn er ganz still wird, weiß ich, dass ihn etwas bedrückt“, sagt Elke Späth.

Längst sind die Einladungen für die Ausstellungseröffnung verschickt. Die Arbeiten sind bis zum 17. Februar zu sehen. Einige davon sind bisher Modelle geblieben, die Karl Späth gern in große Kunstwerke umgewandelt hätte. Dazu gehören die „Ringer“ – eine Beteiligung am Wettbewerb für die Luckenwalder Fläming-Sporthalle, die Karl Späth um 1994 anfertigte.

Von Margrit Hahn

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