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Sein Geheimrezept: Haferflockensuppe

Luckenwalde Sein Geheimrezept: Haferflockensuppe

Mit 104 Jahren ist Otto Hübner der älteste Mann in seiner Heimatstadt Luckenwalde. Vieles macht er selbst. Ansonsten kümmert sich seine Nachbarin Petra Diekmann um ihn, fährt mit ihm einkaufen und putzt die Wohnung.

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Otto Hübner wurde vor 104 Jahren in Luckenwalde geboren. Er legt Wert auf sein Äußeres und auf gepflegte Garderobe.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Otto Hübner ist der älteste Mann in der Kreisstadt. Am Mittwoch wurde der gebürtige Luckenwalder 104 Jahre alt. „Nein, eine große Feier gibt es nicht“, sagt Otto Hübner. Als seine Frau Luise noch lebte war das anders. Sie verstarb im vergangenen Jahr im Alter von 98 Jahren. „Wir hatten eine schöne Zeit. Ich will mich nicht beklagen“, sagt der 104-Jährige. Jammern ist nicht sein Ding. Er war schon immer ein Optimist und gilt in der Verwandtschaft als lebenslustig. „Deshalb hat mich meine Frau auch geheiratet“, fügt er hinzu.

Ein wenig eitel sei er auch mit 104 noch, sagt er. Er lege großen Wert auf ordentliche Kleidung und brauche lange im Bad. Trotzdem ist sein Tag strukturiert. Zum Frühstück bevorzugt er Haferflockensuppe, angerührt mit Mandelmilch. Die Haferflocken weicht er schon am Abend zuvor ein, damit sie schön weich sind. Hinzu kommt ein Löffel Honig. „Ich mag es gern süß“, sagt Hübner. Als Zwischenmahlzeit liegt ein Apfel bereit, den er morgens schon in Stücke schneidet. Das Mittagessen wird geliefert . Nachmittags schaut er seine Lieblingsserie „Sturm der Liebe“ und hat bisher kaum eine Folge verpasst. Er hört auch gern Musik, am liebsten Volksmusik. Dazu schunkelt er dann. Er bedauert, dass er kein Instrument spielen kann.

Otto Hübner ist froh, dass ihn seine Nachbarin Petra Diekmann unterstützt. Sie fährt mit ihm einkaufen, putzt die Wohnung, schaut nach dem Rechten und kommt jeden Abend, um mit ihm gemein Abendbrot zu essen. Bei schönem Wetter sitzen sie anschließend auf dem Balkon oder im Wohnzimmer und unterhalten sich. Wenn das abendliche Fernsehprogramm beginnt, geht sie in ihre Wohnung. „Das ist auch besser. So kann jeder sein Fernsehprogramm schauen“, sagt Otto Hübner, der gern Fußball und andere Sportberichte sieht.

Früher hat er Fußball im Luckenwalder Ballspielverein gespielt und als Stürmer etliche Tore geschossen. Er hat sogar in der Oberliga mitgemischt. Bis vor einigen Jahren ist er noch mit dem Rad gefahren. Doch das ist jetzt vorbei, genau wie das Autofahren. Seit 1961 hat er den Führerschein – und fuhr immer unfallfrei, sagt er. Er wünscht sich weiterhin Gesundheit. Angesicht der wenigen Tabletten, die er nimmt, ein realistischer Wunsch. Ein gutes Beispiel ist da auch die älteste Einwohner im Landkreis Teltow-Fläming in Blankenfelde, die am Montag 108 Jahre alt geworden ist.

Früher hat er hin und wieder mal eine Molle getrunken. „Jetzt habe ich nicht mal ein Bier im Haus“, stellt er fest. Als das Telefon klingelt und der Anrufer fragt, wie es ihm gehe, entgegnet Otto Hübner lachend: „Wie soll es einem alten Mann, der über 100 ist, schon gehen?“ Ob er denn noch wisse, wie alt er geworden sei? „Ich weiß es. Hoffentlich weißt du es auch.“

Otto Hübner interessiert sich nicht nur für seine Heimatstadt Luckenwalde, sondern für das Weltgeschehen. Er liest täglich die Zeitung und kennt sich aus. „Meine Nachbarin legt mir morgens die Zeitung vor meine Haustür. So weiß ich auch, dass bei ihr alles in Ordnung ist“, erklärt er.

Von Margrit Hahn

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