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Sieversdorf-Hohenofen spart notgedrungen

Gemeindehaushalt am Limit Sieversdorf-Hohenofen spart notgedrungen

„Wir haben keinen ausgeglichenen Haushalt mehr“, erklärte der Bürgermeister von Sieversdorf-Hohenofen Hermann Haacke. Derzeit gehe man davon aus, dass das Jahr 2016 ein Defizit von 11 000 Euro bringt. Allerdings bestehe die Hoffnung, dass das bis zum Jahresende noch besser aussieht.

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Der bröselnde Brückenaufbau zwischen Sieversdorf und Schwarzwasser soll erneuert werden. Sonst droht die Sperrung.

Quelle: Alexander Beckmann

Sieversdorf. Die Gemeindevertretung Sieversdorf-Hohenofen hat am Mittwochabend den Haushalt für das laufende Jahr verabschiedet. Die Entscheidung war keine einmütige: Drei der neun anwesenden Gemeindevertreter stimmten gegen den von der Amtsverwaltung in Neustadt erarbeiteten Haushaltsentwurf.

Für Bürgermeister Hermann Haacke sind die Zweifel gut nachvollziehbar. „Wir haben keinen ausgeglichenen Haushalt mehr“, erklärte er auf MAZ-Nachfrage. Derzeit gehe man davon aus, dass das Jahr 2016 ein Defizit von 11 000 Euro bringt. Allerdings bestehe die Hoffnung, dass das bis zum Jahresende noch besser aussieht. „Bis zu einem gewissen Punkt ist das noch akzeptabel“, schätzt der Bürgermeister ein. „Aber es wird sich in den nächsten Jahren verschärfen. Und dann wissen wir nicht mehr, was werden soll.“

Die Situation werde von Jahr zu Jahr schwieriger. „Es ist einfach nicht genug Geld da“, klagt Haacke. Angesichts gleichbleibender oder sinkender Einnahmen würden Pflichtaufgaben wie die Finanzierung von Schulen oder Feuerwehr immer teurer. „Wir sind an dem Punkt angekommen, dass wir uns fragen: Was machen wir jetzt?“ Es bleibe kein anderer Ausweg, als bei den sogenannten freiwilligen Aufgaben zu sparen. „Das, was so ein Dorf zusammenhält, müsste gekürzt werden.“

Eben dies sei im Gemeindehaushalt 2016 geschehen, erklärt der Bürgermeister. Immerhin sei es noch zu keinen Total-Streichungen gekommen. „Wir machen keinen Luxus, aber wir leisten noch Unterstützung.“ Ohne die bliebe das Dorfleben über kurz oder lang auf der Strecke. „Alleine kann so ein Sportverein seine Arbeit nicht mehr leisten. Genauso ist es mit der Volkssolidarität. Die macht ja sehr gute Arbeit. Da trifft man sich noch. Wo sonst?“

Hermann Haacke ist überzeugt, dass selbst weitere Einsparungen die Finanznöte der Gemeinde nicht auf Dauer lindern werden. Unter anderem deshalb setzt man in Sieversdorf so große Hoffnung in den Umbau und die Vermietung des Bürger- und Vereinshauses. Die Gemeinde ist bereit, dafür tief in die verbliebenen Reserven zu greifen. Konkrete Zahlen liegen laut Haacke aber immer noch nicht vor. „Die Vorbereitungen sind sehr zäh.“ Zugleich versichert er, dass Sieversdorf-Hohenofen noch ausreichende Mittel habe, um Fachleute mit der Arbeit an Details zu beauftragen.

Von Alexander Beckmann

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