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Lokales Sprösslinge besuchen Gartenbaubetrieb
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08:10 02.08.2017
Diplombiologin Annemarie Ramm (r.) ließ die Kinder vom Hort der Grundschule Zülichendorf von den Kräutertöpfchen probieren.
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Felgentreu

Egal ob Petersilie, Schnittlauch, Melisse oder Basilikum, die Mädchen und Jungen probierten alles. „Ich erkenne meine Kinder kaum wieder“, sagte Hortnerin Sabine Ewert. Ihr Besuch im Unternehmen Fläming-Blumen Felgentreu wird den Hort-Kindern der Grundschule „Am Pekenberg“ in Zülichendorf lange in Erinnerung bleiben. Sie durften an Pflanzen schnuppern und sich von Kräutertöpfen Blätter abzupfen, um sie zu kosten. Am besten gefiel ihnen, dass sie sich selbst Töpfe bepflanzen durften.

Ihre gärtnerischen Fähigkeiten werden sie in den kommenden Wochen unter Beweis stellen können. Auf dem Gelände der Zülichendorfer Grundschule und dem Hort entsteht unter dem Motto: „Vater Erde, Mutter Natur“ ein Kräutergarten mit Kräuterschnecke und Erlebnispark. Da kamen die Tipps der Fachleute grade recht. Jens Wesemann und Annemarie Ramm erklärten die Betriebsabläufe und zeigten die Gewächshäuser mit Topfblumen der Saison, Kräuter, Gemüsepflanzen und Stauden.

„Kostet mal! Wonach schmeckt das?“, fragte Diplombiologin Annemarie Ramm, die zum jungen dynamischen Team gehört , das dabei ist, mit neuen Anbauprodukten den regionalen Markt zu erobern. Die Kinder wussten nicht, was es sein könnte. „Das ist Pilzkraut – eine Kräuterpflanze, die mit ihrem pilzähnlichen Geschmack ausgezeichnet zu Pilzgerichten passt“, erklärte Annemarie Ramm.

Bei den bekannten Kräutern wie Petersilie, Dill und Schnittlauch wussten die Hort-Kinder gut Bescheid. Mit Stevia hingegen kannten sich nur wenige aus. Dabei ist es viel gesünder und kalorienärmer als Zucker und lässt sich zum Süßen von Speisen gut verwenden.

„So Kinder, wollt ihr jetzt aussäen?“, erkundigte sich Gartenbauingenieur Jens Wesemann. Der einstige Azubi hatte im Gartenbau Felgentreu gelernt und ist nach Studium und Arbeit in einem Züchtungsbetrieb wieder in die Region zurückgekehrt. Im vergangenen Jahr übernahm er die Produktionsleitung in Felgentreu. Die Mädchen und Jungen ließen sich nicht lange bitten. Mit den Händen schaufelten sie Erde in kleine Töpfe. Dann kam Basilikum-Saat. „Jetzt alles ein wenig andrücken, und dann muss gewässert werden. Wenn ihr nicht wässert, wird es nichts“, erklärte Wesemann. Spätestens in zwei Tagen werden die ersten Keime zu sehen sein. Und in einer Woche kann schon ein wenig Basilikum geerntet werde. In sechs Wochen sind die Pflanzen dann so groß, wie man sie im Geschäft kaufen kann. Außer den Basilikumtöpfen konnte sich jedes Kind noch ein Kräuterkörbchen mit nach Hause nehmen. „Ich habe es gut, ich wohne in Felgentreu und muss nicht mit dem Fahrrad zurück nach Züluchendorf zum Hort“, freute sich die achtjährige Meggie.

„Wir hoffen, dass wir das Interesse zum Gärtnern geweckt haben. Vielleicht ist ja einer dabei, der später eine Ausbildung bei uns beginnen möchte“, sagte Jens Wesemann, der darauf hinwies, dass das Unternehmen Fläming-Blumen schon im Herbst dieses Jahres zwei Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt.

Von Margrit Hahn

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