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Lokales Stimmen zum Bürgerhaushalt ausgezählt
Lokales Stimmen zum Bürgerhaushalt ausgezählt
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19:40 25.09.2017
Die Auszählung gestern Nachmittag war öffentlich. Mehrere Antragsteller nutzten diese Gelegenheit. Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

Für Stephan Niedwolorz hatte sich das Warten gelohnt. Und auch, dass er viele Mitbürger aktiviert hatte, ins Schloss zu gehen, um über den Bürgerhaushalt abzustimmen. Sein Vorschlag: Am Lehnitzsee, auf dem Sportplatz Rüdesheimer Straße, einen „Aktiv-Park“ mit Sportgeräten anzulegen. Und der wird 2018 wohl Realität, denn dieser Vorschlag (15 000 Euro) bekam mit 345 die meisten Stimmen, gefolgt vom Vorschlag, an mehreren Stellen in der Stadt Bänke aufzustellen (je 1000 Euro). Diese Idee unterstützen 299 Oranienburger. Auf Platz drei: ein Bolzplatz für Malz (3000 Euro), dafür schlugen 236 Stimmen zu Buche. Auf Platz 4: Die Bereitstellung von 10 000 Laubsäcken für mehr Sauberkeit (15 000 Euro), 184 Stimmen, und 168 Stimmen bekam der Vorschlag, wissenschaftliche Spielgeräte für Kinder an der Havelpromenade in Oranienburg aufzustellen (15 000 Euro).

Insgesamt 50 000 Euro umfasst der erste Oranienburger Bürgerhaushalt. Geld, das im kommenden Jahr ausgegeben werden kann. Wofür, das sollten die Bürger bestimmen. Zwischen April und Juni waren 71 Vorschläge eingegangen. In der Stadt wurden sie zusammengefasst, wenn zum Beispiel mehrere die selbe Idee hatten oder sie wurden weitergegeben, wenn die Stadt nicht zuständig ist. Insgesamt standen 26 Vorschläge zur Wahl. Jeder ab 14 Jahren konnte im Schloss abstimmen, 878 Menschen nutzten diese Chance. Noch am Freitag und Sonnabend gab es Sonderöffnungszeiten für Wähler. „Auch drei Schulklassen der Torhorstschule, die zuvor den Bürgerhaushalt im Unterricht besprochen hatten, stimmten ab. Das ist echte Bürgerbeteiligung“, freute sich Alexandra Cichon, die den Bürgeretat betreut.

„Es gibt kein Patentrezept, wie man einen Bürgerhaushalt organisiert. Wir legen jetzt los und sehen, ob es funktioniert oder ob wir die Summe aufstocken müssen“, so Bürgermeister Laseiscke beim Auszählungsstart. Der erfolgte um 16.30 Uhr, die Wahlurne wurde geleert. Nach anderthalb Stunden stand das Ergebnis fest. Nun haben die Stadtverordneten auf ihrer Sitzung am 9. Oktober das letzte Wort. Liegen gleich zwei kostenintensive Projekte vorn und werden finanziert, dann wird mit kleineren aufgefüllt, damit man auf 50 000 Euro kommt. „Da kann auch mal Platz sieben oder acht nach vorn rutschen“, erläuterte Cichon.

Erst auf Platz 10 rangiert der Vorschlag, dem Lehnitzer Gutsplatz Leben einzuhauchen und dort eine Boulebahn anzulegen. Ein Vorschlag von Werner Schmidt, der bei der Auszählung auch dabei war. 2018 wird es damit vermutlich noch nichts.

Von Heike Bergt

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