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Lokales Streitbar, ehrlich, den Menschen zugewandt
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12:08 03.10.2017
Männer der Politik mit Annemarie Laesicke: Matthias Platzeck, Manfred Stolpe, Dietmar Woidke, Hans-Joachim Laesicke und Walter Momper (v. l.).
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Oranienburg

„Hansi“ Laesicke sagt tschüss. Ab Januar wird es im Schloss nach 24 Jahren einen neuen Bürgermeister geben. Aus diesem Anlass hatte Hans-Joachim Laesicke (SPD) beim traditionellen Stadtempfang in der Orangerie am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit rund 300 Gäste eingeladen – diesmal vor allem Weggefährten und Freunde seiner langen Amtszeit. Besonders freute er sich, „dass alle drei Ministerpräsidenten meiner Zeit gekommen sind: Manfred Stolpe, Matthias Platzeck und Dietmar Woidke.“ Auch Walter Momper, Detlef Dzembritzki, Karl-Heinz Schröter, Freunde aus den Partnerstädten Melnik und Vught waren am Montagabend in Oranienburg, Pfarrer, Unternehmer, Stadtverordnete, Ehrenamtler ... „Es geht heute nicht darum, dem scheidenden Bürgermeister zu huldigen, ich habe Sie eingeladen, weil Sie Teil der Region sind, die Sie mit nach vorn gebracht haben. Dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken“, sagte Laesicke in einer gewohnt launigen kleinen Rede. Und erntete viel Applaus

Allen Zuhörern aus dem Herzen sprach vor allem Matthias Platzeck: „Für Oranienburg geht eine Ära zu Ende, die Hansi Laesicke geprägt hat.“ Die könne getrost unter der Überschrift „Die Wiedererweckung von Oranienburg“ in die Geschichtsbücher eingehen. Der Christ, Sozialdemokrat und Ritter von Oranien-Nassau habe anfangs eine „zentrumsfreie und gesichtslose Stadt voller Industriegerüche übernommen“. Keiner wäre damals auf die Idee gekommen, auf dem Weg zur Ostsee hier anzuhalten oder sich gar etwas anzusehen. 1993 wurde Laesicke Bürgermeister. „Aufgeben kam für ihn nie in Frage, er hatte Visionen, jeder spürt das. Seine direkte, bürgernahe Art und seine Fabulierkünste sind legendär“, so Platzeck. Die Landesgartenschau, die er 2009 nach Oranienburg holte, „war nicht nur die erfolgreichste, seitdem sind die Oranienburger wieder stolz auf ihrer Stadt“. Das sei sein Verdienst. „Wir haben es nicht immer leicht miteinander gehabt. Du warst streitbar. Deine Ehrlichkeit und Zugewandtheit haben dafür gesorgt, dass ich gern zu Dir gefahren bin. Ein Bürgermeister muss sein wie Du“, sagte Platzeck.

Auch Dietmar Woidke war des Lobes voll über den leidenschaftlichen Kommunalpolitiker, den bekennenden Radfahrer, der meist in seiner Stadt nicht sonderlich schnell vorankommt, weil ihn an jeder Ecke jemand anspricht. „Immer mit den Menschen und nicht über ihre Köpfe hinweg“, das sei sein Motto, so Woidke, der Laesicke als bürgernahen und charakterstarken Politiker würdigte. Ihm sei es auch mit zu verdanken, „dass der Bund in die Finanzierung der Bombensuche endlich eingestiegen ist“.

Den Sonder-Ehrenpreis der Stadt 2017 bekam für seine Verdienste und als Anwalt behinderter Menschen Bolko Prußok. Ehrenpreise in der Kategorie „Einzelperson“ gingen an den Edener Rainer Gödde und den Sportler Ingo Jusepeitis, in der Kategorie „Verein“ an die „Oranienburger Tierfreude“.

Gänsehautfeeling gab es zum Schluss, als Laesicke sich bei seiner Frau Annemarie bedankte, „die Frau an meiner Seite, die oft übersehen wurde und manches aushalten musste. Sie war meine wichtigste Verbündete.“ Nicht jede Ehe hätte diese Belastungsprobe bestanden. Auch wenn man jetzt wohl noch ein wenig üben müsse, bald viel Zeit miteinerander verbringen zu können. Von Herzen wünschten alle dem angehenden Bürgermeister i. R., dass er die neue Freiheit lange und gesund genießen kann. Dann rief das Büfett.

Für exzellente Unterhaltung sorgten zwischen den Reden die Musiker der Band „Ohne Zusätze“ aus Oranienburg.

Von Heike Bergt

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