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Teltow-Fläming 100 Millionen Fahrgäste
Lokales Teltow-Fläming 100 Millionen Fahrgäste
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02:15 18.06.2017
Geschäftsführer Volker Fleischer (2.v.r.) mit seiner Führungsriege: Antje Figas, Sabine Müller, Andreas Franke, Dirk Müller (v. l. . Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Die Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) und ihre Vorgängerfirmen haben in den vergangenen 25 Jahren mit ihren Fahrzeugen laut Fahrplan 2850 Mal die Erde umrundet und 100 Millionen Fahrgäste befördert. Nun begeht die VTF 25 Jahre Öffentlicher Nahverkehrs in kommunaler Hand. VTF-Geschäftsführer Volker Fleischer erinnert sich noch genau an die Anfänge: „Damals stand die Entscheidung zur Kommunalisierung des Örtlichen Personennahverkehrs Land Brandenburg an.“ Damals wurden Fahrzeuge und Betriebshöfe durch die Treuhandanstalt an die Landkreise und kreisfreien Städte übergeben, berichtet Fleischer. Im Januar 1999 fusionierte dann die Personennahverkehrsgesellschaft Nuthetal mit dem im ehemaligen Landkreis Zossen gelegenen Teil der Verkehrsgesellschaft Königs Wusterhausen und Zossen. Seitdem gibt es die VTF.

Das Unternehmen zählt derzeit 132 Mitarbeiter. 102 sind im Fahrdienst beschäftigt – davon zehn Busfahrerinnen. Es gibt fünf Betriebshöfe, neben dem Hauptsitz in Luckenwalde befinden sie sich in Ludwigsfelde, Dahlewitz, Jüterbog, und Baruth. Das Unternehmen verfügt über eine eigene Werkstatt, in der viele Reparaturen vorgenommen werden sowie über eine Wasch- und Tankanlage.

Fleischer ist froh, dass er im Laufr der Jahre einiges dokumentiert hat, wie den Bau des Betriebshofes in Ludwigsfelde.„Ich weiß noch genau, wie sich die Schlosser damals auf dem Kofferaufbau des alten B 1000 umgezogen haben“, erzählt er. „Es hat ihnen nichts ausgemacht. Sie haben sich gefreut, dass ein neuer Betriebshof entsteht“, berichtet Fleischer. Neubauten und Rekonstruktionen der Höfe erfolgten bei laufendem Betrieb. Ohne das Engagement der Belegschaft wäre vieles nicht zu leisten gewesen.

Programm zum Fest

Anlässlich des Jubiläums veranstaltet die Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) am 17. Juni ab 10 Uhr auf dem Firmengelände in der Forststraße 16 in Luckenwalde einen Tag der offenen Tür.


Es besteht die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Zudem gibt es weitere Attraktionen. So sind Vorführungen der Feuerwehren, der Verkehrwacht mit der Jugendverkehrsschule und der Fahrschule Fasit geplant. Außerdem informieren verschiedene Unternehmen.

Für die kleinen Gäste stehen Hüpfburg und Zauberkünstler zur Verfügung und die Kinder können sich schminken und bemalen lassen oder sich am Kunstprojekt verewigen.

Zu den Höhepunkten des Tages gehört eine Verlosung. Hauptpreisen sind eine Jahreskarte für die Luckenwalder Stadtlinie, ein Skoda für ein Wochenende und ein Fahrsicherheitstraining der Verkehrwacht.

Die Verkehrsgellschaft bietet am Sonnabend Fahrten mit der Stadtlinie an. Von 10 bis 15 Uhr besteht die Gelegenheit für einen Euro pro Fahrt den Tag der offenen Tür zu besuchen. Der gesamte Fahrplan ist unter www.vtf-online.de zu finden.

Überhaupt seien die Anfangsjahre schwierig gewesen. Viele Menschen kauften sich neue Autos und wandten sich von öffentlichen Verkehrsmittel ab. Zudem gingen viele Unternehmen den Bach runter, sodass auch der Berufsverkehr fast zum Erliegen kam. Nach und nach habe man sich das Vertrauen der Fahrgäste zurückerobert. Volker Fleischer ist stolz auf das bisher Erreichte. Ein wichtiges Thema heute ist die Digitalisierung, aber auch die Nachwuchsgewinnung – und Ausbildung hat oberste Priorität.

Besonders gut etabliert haben sich die Stadtlinien – sowohl in Luckenwalde als auch in Jüterbog und Ludwigsfelde. In Ludwigsfelde wird ab 4. September eine zusätzliche Stadtlinie eingerichtet. Auch in Luckenwalde überlegt man, wie an Markttagen die vielen Fahrgäste befördert.

In den all den Jahren gab es auch etliche lustige Episoden. So ist einmal im Süden des Landkreises ein Huhn in den Bus gelangt. Der Fahrer hatte es bemerkt und wollte es bei seiner Ankunft in Luckenwalde einfangen, was sich als schwieriger erwies als gedacht, denn das Huhn büxste aus und die Jagd begann. Auch eine Schildkröte gehörte zu den Fundtieren. Diese hatte sich vor die Tür der Verkehrsgesellschaft gesetzt wurde von den Mitarbeitern aufs Beste versorgt. Und an eine Geschichte erinnern sich alle: Ein Busfahrer machte zum Ende der Fahrt einen Kontrollgang durchs Fahrzeug. Da entdeckte er in der hintersten Reihe ein Kind, das eingeschlafen war und den Ausstieg verpasst hatte.

Von Margrit Hahn

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