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Teltow-Fläming 100-jähriger Schandfleck
Lokales Teltow-Fläming 100-jähriger Schandfleck
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10:46 27.02.2018
Die alte Teerpappenfabrik in Woltersdorf steht vor dem Abriss Quelle: Foto: Hahn
Woltersdorf

Eigentlich sollte der Rückbau der ehemaligen Teerpappenfabrik Daveda in Woltersdorf schon in vollem Gang sein. Wie Rainer Macholz von der Umweltprojekte GmbH in Stahnsdorf erklärt, müssen zuerst die Asbestdächer entfernt werden, bevor mit den anderen Arbeiten begonnen werden kann. „Doch auf Grund der Witterung ist dies nicht möglich. Die Dächer sind vereist und durch das Moos rutschig. Das ist ein zu hohes Risiko“, erklärt der Fachmann in Sachen Rückbau, Abfallwirtschaft und Gebäudeschadstoffe.

Tausende Lkw-Ladungen Bauschutt

Er begleitet das Projekt in Woltersdorf seit 2004 und hatte die Bürger bei der Einwohnerversammlung am 2. Februar dieses Jahres über das Bauvorhaben informiert. „Die Anwohner wollten auch wissen, wie es mit Straßensperrungen und Halteverboten aussieht“, fügt Macholz hinzu. Es sei mit einigen tausend Lkw-Ladungen Bauschutt zu rechnen, der abgefahren und sachgerecht entsorgt werden muss. Insgesamt hatten sich neun Firmen darum beworben. Den Zuschlag erhielt eine Baufirma aus Geltow (Potsdam-Mittelmark). Macholz rechnet damit, dass in spätestens vier Wochen die erste Fabrikwand fallen wird.

6800 Quadratmeter müssen beräumt werden

Bei den wöchentlichen Baubesprechungen sind neben Vertretern der Gemeinde Nuthe-Urstromtal und der Baufirma auch das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit sowie die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft vor Ort. Insgesamt sind 6800 Quadratmeter zu beräumen, zu entkernen und von Altlasten zu befreien. Die Gesamtkosten betragen 600 000 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 119 000 Euro.

Die Freude war Ende vergangenen Jahres groß, als die Gemeinde den Zuwendungsbescheid über knapp eine halbe Million Euro erhielt. Der Rückbau des mehr als 100 Jahre alten Industriestandorts soll im Sommer abgeschlossen sein. Die kalte Jahreszeit ist ideal für den Abriss, im Sommer wäre die Geruchsbelästigung größer.

Gemeinde hält an Förderrichtlinien fest

Laut Nuthe-Urstromtals Bürgermeister Stefan Scheddin (parteilos) wird das beräumte Gelände anschließend, wie es die Förderrichtlinien vorsehen, eine Grünfläche. Die Nachbarn sind froh, wenn es endlich los geht. „Je eher, desto besser“, sagt eine Bewohnerin der Anhaltstraße. Jahrelang mussten die Woltersdorfer den Geruch ertragen. „Obwohl es in den letzten Jahren nicht mehr ganz so schlimm war“, fügt sie hinzu. Dass der Abriss mit Lärm und Staub verbunden ist , gefällt ihr zwar nicht. Dafür ist das Umfeld nachher schöner.

Von Margrit Hahn

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