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Teltow-Fläming 14 Millionen für Kläranlagen und Pumpwerke
Lokales Teltow-Fläming 14 Millionen für Kläranlagen und Pumpwerke
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05:24 01.03.2017
Verbandsvorsteherin Heike Nicolaus (l.)
Wünsdorf

Der Wasser- und Abwasserverband KMS hat sein Abwasserbeseitigungskonzept aktualisiert. Das war für die Mitgliedsgemeinden aus mehreren Gründen nötig: Die Stadt Trebbin mit ihren acht Ortsteilen war zum Ende des Jahres 2015 aus dem KMS ausgetreten. Daraus ergab sich in der Summe eine Verringerung der Einwohnerzahl im Verbandsgebiet um rund 2100.

363 Kilometer Abwasserdruckleitungen

Einstimmig verabschiedete die jüngste Verbandsversammlung das Konzept, das Investitionen von rund 14 Millionen Euro bis 2019 enthält. Um das im Verbandsgebiet anfallende Schmutzwasser aufzubereiten, unterhält der KMS die Kläranlagen Wünsdorf, Sperenberg und Töpchin, eine Fäkalannahmestation, 134 Pumpwerke und 768 Hauspumpwerke, zwei sogenannte Vakuumstationen in Rangsdorf sowie 363,3 Kilometer Abwasserdruckleitungen, 187,7 Kilometer Kanalnetz und 53,3 Kilometer Leitungen, die zu Hausanschlüssen gehören. Außerdem gibt es im Verbandsgebiet noch 4190 abflusslose Sammelgruben (Ende 2010 waren es noch 6408), die geleert werden müssen, sowie 55 Kleinkläranlagen. Sie alle müssen unterhalten und gewartet werden, um weiter zu funktionieren.

Steigende Einwohnerzahl

Eine der Herausforderungen des Konzepts ist die steigende Einwohnerzahl im verbliebenen KMS-Gebiet – für die es durchaus unterschiedliche Schätzungen gibt. Da sLand rechnet für das KMS-Gebiet mit einem Einwohnerzuwachs von 1000 Menschen. Der KMS selbst geht samt Nebenwohnsitzen und Flüchtlingsunterkünften aber von 4300 aus. Damit wäre Schmutzwasser von insgesamt knapp 47 000 Menschen zu entsorgen und zu klären. Die meisten neuen Einwohner werden nach Zossen, Rangsdorf, Motzen, Dahlewitz, Mellensee und Rehagen ziehen. Der stärkste Einwohnerschwund hingegen wird in Gadsdorf, Kummersdorf-Gut und Nächst Neuendorf erwartet.

KMS rechnet mit 51 600 Einwohnern im Jahr 2030

Bis zum Jahr 2030 rechnet Verbandsvorsteherin Heike Nicolaus dann mit mehr als 51 600 Einwohnern und Zweitwohnungsnutzern sowie mit steigenden Abwassermengen aus den wachsenden Gewerbegebieten. Das heißt: Bis 2030 sind jährlich etwa 5500 Kubikmeter Abwasser mehr als zurzeit aufzubereiten. Außerdem, so die Verbandsvorsteherin, werde die derzeit genehmigte Abwassermenge der Tandemkläranlage Zossen-Wünsdorf voraussichtlich im kommenden Jahr überschritten.

Aus all diesen Gründen muss der KMS bis 2019 etwas mehr als 14 Millionen Euro in die Abwasserbeseitigung zu investieren. Dazu gehören Netzerweiterungen sowie Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen in allen Mitgliedsgemeinden, Pumpwerkssanierungen, Neubauten und Ortserschließungen in Motzen, Töpchin und Sperenberg.

Tandemkläranlage muss erweitert werden

Desweiteren sagte Heike Nicolaus, dass die Überlegungen zur Erweiterung der Tandemkläranlage Zossen-Wünsdorf oder Neubau einer anderen Kläranlage umgehend beginnen müssten. Zudem nehme mit neuen Wohnparks und Eigenheimen die Versiegelung von Flächen zu. Und der KMS werde auch wegen steigender Strom-Zulagen und höherer Tarife für die Angestellten um eine Gebührenerhöhung nicht herum kommen.

Von Jutta Abromeit

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