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Teltow-Fläming 18 Hausbewohner in akuter Lebensgefahr
Lokales Teltow-Fläming 18 Hausbewohner in akuter Lebensgefahr
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13:09 10.10.2017
Quelle: Morris Pudwell
Rangsdorf

Acht Menschen haben am Montagabend in Rangsdorf eine Kohlenmonoxid erlitten. Sechs von ihnen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Kurz nach 22.30 Uhr wurde an dem Haus im Kurparkring Großalarm ausgelöst.

> Wegen „Xavier“? Sechs Menschen in der Klinik

Feuerwehren aus Rangsdorf, Zossen und Am Mellensee rückten aus. „Wir hatten einen Massenanfall von Verletzten“, sagte Silvio Ramlow, der Rangsdorfer Gemeindewehrführer.

Kurz zuvor hatte eine Hausbewohnerin den Rettungsdienst angerufen, da sie über Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen klagte. Als die Sanitäter kurz darauf das Haus betraten, schlugen die Kohlenmonoxidwarngeräte, die sie an ihren Rucksäcken trugen an.

Akute Lebensgefahr für die 18 Hausbewohner

Die 18 Hausbewohner befanden sich in akuter Lebensgefahr. Sofort alarmierten die Sanitäter Notarzt und Feuerwehr. „Die Leute im Haus hatten wirklich Glück“, sagt Silvio Ramlow. Wäre das Kohlenmonoxid in der Luft nicht bemerkt worden, hätte es vermutlich viele Tote gegeben. „Die Menschen wären eingeschlafen und nicht wieder aufgewacht“, sagt Silvio Ramlow. Kohlenmonoxid ist besonders tückisch, das man es weder riecht noch schmeckt.

Wegen „Xavier“: Dachpappe blockierte den Schornstein

Die Ursache für das ausströmende Gas konnten die Feuerwehrleute auch ausmachen. Ein Stück Dachpappe hatte sich vermutlich während des Sturms Xavier am vergangenen Donnerstag gelöst und den Schornstein blockiert. Dadurch konnte die Abluft der Heizung nicht mehr ungestört ins Freie strömen sondern drückte ins Haus zurück.

Nachdem die Feuerwehr das Stück Dachpappe entfernt hatte und die Mieter das komplette Haus durchlüfteten, konnten sie in der Nacht noch zurück in ihre Wohnungen. Messungen hatten zuvor ergeben, dass die Kohlenmonoxidkonzentration wieder auf ein unbedenkliches Maß zurück gegangen war.

Weitere Polizeimeldungen >

Von Christian Zielke

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