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Teltow-Fläming 200-Meter-Windrad bei Neubeeren geplant
Lokales Teltow-Fläming 200-Meter-Windrad bei Neubeeren geplant
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21:50 07.04.2016
Ein Windrad ist bei Großbeeren gefragt. Quelle: fotolia
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Großbeeren

Die Berliner Stadtwerke planen auf dem Gebiet von Großbeeren eine neue Windenergieanlage. Das Windrad soll im Norden der bereits bestehenden Anlagen an der L794 zwischen Neubeeren und dem Stahnsdorfer Ortsteil Sputendorf errichtet werden.

Die geplante Anlage ist Teil eines Bauvorhabens, das insgesamt die Errichtung von fünf Windrädern vorsieht. Vier Anlagen des Projektes sollen im Kreis Potsdam-Mittelmark in der Nähe von Sputendorf gebaut werden.

Bisherige Anlagen sind 140 Meter hoch

Zielsetzung der Landesregierung ist es, bis 2030 zwei Prozent der Landesfläche als Windeignungsgebiete auszuweisen. Die geplanten Windräder bei Sputendorf und Großbeeren gehören zum „Windeignungsgebiet 30.“ Die bisher in Betrieb genommenen Windräder in diesem Gebiet haben eine Gesamthöhe von 140 Metern. Die geplanten Anlagen bei Sputendorf und Großbeeren sollen laut Plan eine Höhe allerdings von 200 Metern aufweisen.

Das stößt allerdings in Sputendorf auf Widerstand. Dort versucht der Ortsbeirat, Einfluss auf die Höhe der Windräder zu nehmen. Eine Begrenzung der Höhe auf 150 Meter wird durch den Stahnsdorfer Gemeinderat favorisiert. Gegen die Windräder wird die Rast von Wildgänsen angeführt. Derzeit prüft das Landesamt für Umwelt die Eignung des Standortes.

Für den Standort einer Windenergieanlage gibt es verschiedene Auflagen. Neben dem Umweltschutz müssen auch gesundheitliche Risiken für Anwohner ausgeschlossen werden. So darf der Schattenwurf einer Anlage nicht mehr als 30 Minuten pro Tag oder 30 Stunden im Jahr auf Wohngebiete einwirken. Im Regionalplan für Windenergie ist bisher ein Mindestabstand von bis 1000 Metern zu Wohngebäuden vorgesehen.

Großbeeren nicht gegen den Standort

Aus Großbeerener Sicht ist das nächstliegende Bebauungsgebiet mit dieser Toleranzgrenze abgedeckt. Großbeeren würde sich deswegen auch nicht gegen diesen Standort aussprechen.

Der Sachstand beim Umweltschutz wird noch vom Landesumweltamt geprüft. In dem Windeignungsgebiet siedelt die Zwergfledermaus, die durch die Anlagen gestört werden könnte. Daher wird erwogen, die Anlagen zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten nicht in Betrieb zu nehmen. So könnten sie zwischen Juli und September die Anlagen jeweils eine Stunde vor und nach Sonnenuntergang nicht laufen.

Wie die endgültige Entscheidung aussieht, steht noch nicht fest: Da das Bauvorhaben noch in der Behördenbeteiligung sei, sei nicht klar, wie das Landesumweltamt entscheide, teilte das Umweltministerium mit.

Von Krischan Orth

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