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Teltow-Fläming Kosten für Kita Ludwigsdorf steigen
Lokales Teltow-Fläming Kosten für Kita Ludwigsdorf steigen
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17:20 21.02.2018
Großbaustelle Ludwigsdorf: im neuen Stadtteil mit künftig 5000 Bewohnern entsteht der Rousseau-Park. Quelle: Foto: Abromeit
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Ludwigsfelde

Die Zuzugstadt Ludwigsfelde braucht jeden Kita-Platz, deshalb soll auch die geplante Kita im neuen Stadtteil Ludwigsdorf statt der bisher 170 Plätze gleich 220 haben. Das schien beschlossene Sache. Denn seit anderthalb Jahren prüft die Industriestadt jede Möglichkeit und setzt Realisierbares um, damit sie Rechtsansprüchen auf Kita-Plätze genügen und den Ansturm neuer Sprösslinge bewältigen kann. Da sind sich Verwaltungsmitarbeiter und ehrenamtliche Kommunalpolitiker einig.

Bisher gleiche Kosten für 170 oder 220 Plätze

Umso verwunderter befasste sich der Sozialausschuss am Dienstag mit einem Papier, dessen Inhalt und Erläuterung der Rathausspitze die Mitglieder nicht recht verstanden: „Anpassungsbeschluss zum Maßnahmebeginnbeschluss für den Neubau einer Kindertagesstätte im Wohngebiet Ahrensdorfer Heide/Parksiedlung“. Darin fand sich genau die Erweiterung der Platz-Zahl, jedoch keine Bausumme. Bisher war das Vorhaben mit rund fünf Millionen Euro veranschlagt, sowohl für 170 als auch für 220 Plätze.

Zum Parkcharakter der neuen Siedlung gehören Streuobstwiesen. Quelle: Jutta Abromeit

Torsten Klaehn, der Fachbereichsleiter Bauen und Infrastruktur, erklärte, es gehe um die vergrößerte Platzzahl und architektonische Änderungen; Submissionsergebnisse dürften nicht öffentlich genannt werden, deshalb gebe es noch keine Summe. Und Klaehn sagte: „Wir wollen die finale Beschlussvorlage zur Stadtverordnetenversammlung mit dem Extrakt Ihrer Ergänzungen vorlegen. Aber die Zeit drängt. Und Sie wissen ja, was jeder Verzug in dieser Situation für die Stadt bedeutet.“ Bürgermeister Andreas Igel (SPD) ergänzte, die größere Kita sei auf der vorgesehenen Fläche möglich. „Aber der bisherige Betrag scheint nicht gesamtauskömmlich zu sein. Nach aktuellem Stand: Haushaltsüberschreitung  – ja.“ Doch mit konkreten Zahlen könne die Verwaltung erst nach der Submission operieren.

Großbaustelle Ludwigsdorf - in dem neuen Stadtteil mit künftig 5000 Bewohnern werden im sogenannten Rousseau-Park gerade 900 Grundstücke erschlossen und bebaut, bevor die nächsten Bauabschnitte folgen Quelle: Jutta Abromeit

Bürgermeister: Stadt muss sich der Entwicklung stellen

Verständnis haben sie, das erklärten mehrere Ausschussmitglieder. Doch warum nenne die Verwaltung keine Größenordnung, um die sich das Projekt bei zusätzlichen 50 Kita-Plätzen verteuert? „Wir wollen keine Kita mit goldenen Wasserhähnen oder Whirlpool. Aber ich tu’ mich schwer, darüber zu entscheiden, wenn ich nicht weiß, was sie kostet“, so Hans Kühlewind (SPD). Igel dazu: „Gehen Sie davon aus, dass wir Ihnen einen Betrag nennen, für den wir eine Kita bauen können. Wir brauchen von Ihnen als dem Souverän den Auftrag, unserer gesetzlichen Verpflichtung gerecht zu werden.“ Der Bürgermeister sprach von der atemberaubenden Entwicklung seit 2007, der sich die Stadt „auch hier und heute“ stellen müsse. Der Ausschussvorsitzende Frank Priefert (SPD) versteht nicht, warum erstaunlicherweise derselbe Betrag bisher reichte, „aber seit gestern nun plötzlich nicht mehr“, wie er sagte. „Das ist mir alles sehr nebulös. Die Summe müssen wir wissen, sonst kann keiner von uns eine Entscheidung treffen“, so Priefert. Igels Antwort: „Wir brauchen diesen Zwischenschritt für die größere Kita.“

Mehrheitlich empfahl der Ausschuss den Stadtverordneten, den Beschluss mit nachgereichter Bausumme zu befürworten.

Von Jutta Abromeit

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