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Teltow-Fläming 2200-Euro-Spende für Hospizverein
Lokales Teltow-Fläming 2200-Euro-Spende für Hospizverein
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09:12 18.10.2017
Ullrich Fleck (l.) und Ulrike Sieling nehmen den 2200-Euro-Scheck von Tobias Kunzmann (2.v.l.) und Frank Hildebrandt entgegen. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Über einen Scheck in Höhe von 2200 Euro kann sich der Ambulante Palliativ- und Hospizdienst Luckenwalde freuen. Dessen Vorsitzender Ullrich Fleck und Koordinatorin Ulrike Sieling nahmen die Finanzspritze am Dienstag am Ort der Stille im Luckenwalder DRK-Krankenhaus entgegen.

Das Geld stammt aus einer Tombola der Belegschaft des Luckenwalder Unternehmens Schaeffler und aus der Spendenaktion der IG Metall anlässlich der Beschäftigtenbefragung im Frühjahr 2017. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Schaeffler-Werkes in Luckenwalde, erläutert Schaeffler-Betriebsratschef Frank Hildebrandt, sei ursprünglich für September eine große Feier geplant gewesen – mit Inhaberin Elisabeth Schaeff­ler und Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

„Wegen der wirtschaftlichen Lage und der laufenden Kostensenkungsprogramme hat der Konzern die Feier sechs Wochen vorher abgesagt“, berichtet Hildebrandt, „kurzerhand hat die Belegschaft beschlossen, selbst eine Feier von Kollegen für Kollegen zu organisieren“, so Hildebrandt weiter. 300 Mitarbeiter, Angehörige und ehemalige Kollegen feierten auf eigene Kosten und mit Unterstützung der Gewerkschaft im Biotechnologiepark. „Aus unserer Tombola und weiteren Spenden kamen 1300 Euro zusammen“, berichtet Hildebrandt.

Gewerkschaft stockt auf 2200 Euro auf

Die IG Metall stockte diesen Betrag auf 2200 Euro auf. „Wir finden es gut, dass die Schaeffler-Belegschaft zusammensteht und unterstützen die Spende für einen guten Zweck“, sagte Tobias Kunzmann, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ludwigsfelde. Im Frühjahr hatte die Gewerkschaft eine Beschäftigten Befragung gestartet, an der sich bundesweit 680 000 Leute beteiligt hatten. Pro Rückantwort stellt die IG Metall einen Euro als Spende für einen guten Zweck zur Verfügung. In Teltow-Fläming wurde neben dem Hospizdienst auch eine Rangsdorfer Kita bedacht.

63 ehrenamtliche Sterbebegleiter

Ullrich Fleck ist sehr erfreut. „Seit zwei Jahren hat jeder den Anspruch auf Palliativversorgung und Sterbebegleitung. Das stellt unseren Verein natürlich vor große Herausforderungen“, sagt er, „ohne ehrenamtliche Helfer wäre das nicht zu stemmen. Deren Arbeit soll mit dem Geld unterstützt werden.“ Mit 63 Ehrenamtlichen betreut der Verein derzeit 45 Palliativpatienten. Außerdem soll im Dezember das stationäre Hospiz eröffnet werden.

Koordinatorin Ulrike Sieling ist über die vierstellige Summe überrascht. „Wir nehmen jede Spende dankbar an, denn wir brauchen weitere ehrenamtliche Helfer“, sagt sie. Am 25. November startet der nächste Ausbildungskurs für ehrenamtliche Sterbebegleiter.

Von Elinor Wenke

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