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25 Jahre Altstadtsanierung in Jüterbog

Städtebauförderung 25 Jahre Altstadtsanierung in Jüterbog

Eine Ausstellung an drei öffentlichen Plätzen zeigt, was in 25 Jahren bei der Sanierung der Jüterboger Altstadt erreicht worden. Auf großen Panoramen wird das Vorher und Nachher ganzer Häuserreihen gezeigt und dabei die Bedeutung von Denkmalschutz, Fördermitteln und privaten Investitionen eindrücklich sichtbar gemacht.

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Stadtplanerin Anja Bruckbauer an einer Info-Wand zur Altstadt-Ausstellung.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. „Jedes Mal wenn ich hierher komme, freue ich mich, wie schön die Häuser geworden sind“, sagt Klaus Kummer. Der 69-Jährige wuchs in Jüterbog auf und erinnert sich noch gut an den früheren Zustand von Straßen und Häusern. „Auf dem Markt gab es huckeligen Asphalt. Das war ein Parkplatz. Am Rand gab es verfallene Häuser, viele davon unbewohnt. Jetzt ist es hier hell und freundlich“, erzählt Kummer beim Blick auf ein großes Panoramabild.

... und 2016.

Quelle: Stadtarchiv Jüterbog

... und 2016.

Quelle: Stadtarchiv Jüterbog

Drei große Tafeln am Markt, am Mönchenkirchplatz und an der Kreuzung von Planeberg und Großer Straße zeigen seit Freitag die Erfolge von 25 Jahren Städtebauförderung in Jüterbog. Die Gegenüberstellung der Häuserreihen damals und heute ist optisch beeindruckend, doch auch die Zahlen lassen sich sehen.

45 Millionen Euro öffentliche Mittel sind seit 1991 in die Sanierung von öffentlichen Straßen, Plätzen und Häusern in Jüterbog geflossen; neun Millionen davon aus der Stadtkasse. Laut Statistik zieht jeder einzelne Euro mindestens sechs weitere Euro von privaten Investitionen nach sich. Mehr als 150 Gebäude und fast 80 Prozent öffentlichen Straßenraums wurden damit saniert. Der Marktplatz war von 1991 bis 1993 eines der ersten, sogar prämierten Projekte.

„Jüterbog war ein Vorreiter in Brandenburg und eine der ersten Städte im Förderprogramm für städtebaulichen Denkmalschutz“, sagt Anja Bruckbauer vom Sanierungsträger Bruckbauer und Hennen. Sie hat die Schau gemeinsam mit der Stadt und DSK, dem zweiten Sanierungsträger in Jüterbog, realisiert. Kulturquartier, Abtshof, die Kita „Struppi“ und die Sicherung des Kinos Alte Schauburg waren „dicke Brocken“, sagt Bruckbauer. Heute fließt das meiste Geld in eines der letzten großen Sanierungsprojekte – die Bundesstraße 102.

.. und 2016

Quelle: Stadtarchiv Jüterbog

.. und 2016

Quelle: Stadtarchiv Jüterbog

„Die Bilder machen sichtbar, wie wichtig eine Gestaltungs- und Erhaltungssatzung ist“, sagt Bruckbauer. Die aktuellen Fotos zeigen, wie viel Fensterschmuck, Stuck und Fachwerk wieder freigelegt oder erneuert wurde. Auf den historischen Fotografien sind neben bröckelnden Fassaden nicht nur längst aus dem Stadtbild verschwundene Werbeschilder, Geschäfte und Autos zu entdecken.

In den aus mehreren Bildern zusammengesetzten Panoramen findet sich auch immer Stadtarchivarin Kerstin Paeth oder einer ihrer Mitarbeiter mit dem Zwei-Meter-Stab in der Hand. „Ihr ist diese tolle Gegenüberstellung zu verdanken, weil sie um 1988 diese Aufnahmen gemacht hat“, sagt Bruckbauer. Noch bis zum 11. September, dem Tag des offenen Denkmals, ist die Open-Air-Ausstellung zu sehen.

Info: Die Eröffnung ist heute um 14 Uhr am Marktplatz mit anschließender Führung von Bauamtsleiterin Kira Wenngatz. Um 15 Uhr gibt es eine weitere Führung über die Baustelle der B102 am Neumarkttor

Von Peter Degener

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