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25 Jahre „Fränkis Tanzbar“

Jüterbog 25 Jahre „Fränkis Tanzbar“

Wie viel Freude das Dasein als DJ macht, weiß Frank Scharmann aus Jüterbog schon seit seiner Schulzeit. Vor 25 Jahren eröffnete er deshalb seine eigene Tanzbar in Jüterbog und lädt nun zwei Tage lang zur Geburtstagsfeier.

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Frank Scharmann feiert in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen seiner Tanzbar in Jüterbog.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. „Ich hab mein Hobby zum Beruf gemacht und bin damit glücklich“, sagt der Jüterboger Frank Scharmann. 25 Jahre ist es her, dass der gelernte Polsterer die Werkbank gegen den Platz hinter Mischpult und Tresen tauschte. Am Wochenende feiert „Fränkis Tanzbar“ an der Geschwister-Scholl-Straße in Jüterbog ihr 25-jähriges Bestehen.

Hintergrund

In der heutigen Tanzbar wurde schon früher eifrig geschwoft. Das Haus war ursprünglich der Sommertanzsaal des Jüterboger Schützenhauses, das es aber nicht mehr gibt.

Z u DDR-Zeiten
hatten die Tischler der Konsum-Tischlerei in dem Haus ihr Domizil und fertigten Ladenausstattungen und -Dekorationen.

Ab Februar 1991 erfolgte der Umbau zur Tanzbar. Ab Juli wurde darin getanzt. Es gibt 100 Sitzplätze. Der Biergarten wird – aus Rücksicht auf Nachbarn – eher selten genutzt.

Wie viel Spaß es macht, anderen Menschen mit Musik von Band oder LP eine Freude zu bereiten, entdeckte Scharmann schon als Schuljunge. Damals präsentierte er seinen Mitschülern – streng nach geltender Ost-West-Quote – die aktuellsten Hits.

Start als Hobby-DJ

Als Hobby-DJ machte er in der Lehrlingszeit weiter. „Damals waren die Diskotheken immer voll“, blickt er etwas wehmütig auf die damalige Zeit zurück. „Drei-, manchmal fünfmal pro Woche hab’ ich irgendwo in der Region Disko gemacht“, so Scharmann. Die Folge war, dass er morgens regelmäßig übermüdet in der Werkstatt stand. Die Prophezeiung seines Ausbilders hat er nie vergessen: „Irgendwann kommen die Hosen allein zur Arbeit.“

Soweit gekommen ist es dann doch nicht. Während nach dem Mauerfall viele seiner Polsterer-Kollegen arbeitslos wurden, wagte er den Absprung und wurde freiberuflicher DJ. „Irgendwann hatte ich keine Lust mehr aufs tägliche Boxenschleppen von Diskothek zu Diskothek und suchte mir eine Bleibe für ein eigenes Tanzlokal“, erinnert sich der 49-Jährige. Als die Werkstatt der aufgelösten Konsum-Tischlerei beräumt wurde, schlug Scharmann zu und mietete sich ein.

Mit Maurerkelle und Malerpinsel

Bevor die ersten Gäste das Tanzbein schwingen konnten, schwang der Hausherr gemeinsam mit Kumpels Maurerkelle und Malerpinsel. „Zweckmäßig, aber vor allem gemütlich sollte es werden“, war seine Prämisse. Einen Teil der Möblierung hat er, gelernt ist gelernt, selbst gepolstert.

Sein Konzept ging auf. Der Mix aus Schlagern und Oldies, Rock und aktuellen Hits kam bei seinen Gästen gut an. Ein paar Jahre später erwarb er das Gebäude, so dass die monatliche Miete nicht mehr aufs Budget drückte.

Richtige Entscheidung

Auch die knapp 3000 Euro Gema-Pauschale im Jahr, die Löhne für die drei Pauschalkräfte und die Honorare für eingekaufte DJs müssen gestemmt werden. „Spaß macht es trotzdem“, sagt Scharmann. Die Entscheidung zur eigenen Tanzbar bereut er nicht, auch wenn er es heute anders angehen würde. „Ich würde den Schwerpunkt auf Gastronomie legen, damit der Laden auch unter der Woche läuft“, sagt er. Die Tendenz, dass die über 40-Jährigen immer seltener tanzen gehen und es wegen des Geburtenknicks weniger Jüngere gibt, macht dem Tanzbar-Besitzer etwas zu schaffen.

Für die zweitägige Geburtstagsfeier rechnet Frank Scharmann dennoch mit Riesenandrang. Am 22. Juli ist, wie jeden Freitag, der Eintritt frei. DJ-Kollege Ingo Reichert legt auf. Einen Tag später bestreiten gleich drei DJs und die Matador-Rockband den Abend. Beginn ist jeweils um 21 Uhr.

Von Uwe Klemens

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