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Teltow-Fläming 25 Jahre Partnerschaft mit Lichtenau
Lokales Teltow-Fläming 25 Jahre Partnerschaft mit Lichtenau
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00:26 17.03.2018
Angelika Kampe und Jürgen Muschinksy überreichten Bürgermeister Klaus Rocher (v.l.) die Gastgeschenke aus der Partnergemeinde. Zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Rangsdorf gab es ein Aquarell der Stadt Lichtenau sowie eine Ehrenplakette des Kreises Paderborn. Quelle: Foto: Christian Zielke
Rangsdorf

Die aktuelle Grippe- und Erkältungswelle macht auch vor Jubiläen nicht Halt. Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) musste Anfang des Monats diese leidvolle Erfahrung machen und seinen Besuch in der Partnergemeinde Lichtenau kurzfristig absagen. „Es ging einfach nicht“, sagte Rocher am Montag in Rangsdorf. Dabei wäre er gern nach Nordrhein-Westfalen gefahren, um das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft von Lichtenau und Rangsdorf zu feiern.

Jürgen Muschinksy besiegelte 1993 die Partnerschaft

Immerhin: Einer von Rochers Amtsvorgängern, Jürgen Muschinsky, war in Lichtenau dabei. Er war Bürgermeister, als beide Gemeinden 1993 offiziell die Partnerschaft besiegelten. Sein damaliger Amtskollege in Lichtenau ist mittlerweile Landrat des Kreises Paderborn. Er sprach eines der vielen Grußworte. Seine Verwaltung gab den Rangsdorfern damals viel Unterstützung beim Aufbau der kommunalen Strukturen in Rangsdorf. „Die ersten Jahre waren sehr intensiv“, erinnert sich Jürgen Muschinsky.

Neben den administratorischen entwickelten sich auch die zwischenmenschlichen Verbindungen in den ersten Jahren gut. Feuerwehren, Vereine und Familien tauschten einander regelmäßig aus. Ende der 1990er Jahre wurde es stiller zwischen den Partnern.

Angelika Kampe brachte neuen Schwung in die Beziehungen

Mit Angelika Kampe kam vor fast zehn Jahren neuer Schwung in die Partnerschaft. Die ehemalige Lehrerin hat einen großen Anteil daran, dass es heute eine Ringpartnerschaft zwischen Rangsdorf, Lichtenau, Fardella in Italien und dem polnischen Pieniezno gibt. „Die Partnerschaft lebt, sie könnte aber auf breiteren Füßen stehen“, sagt Angelika Kampe, die seit 2015 offizielle Beauftragte für Städtepartnerschaften in Rangsdorf ist.

Jürgen Muschinsky drückt es etwas weniger diplomatisch aus: „Es ist beschämend, dass kein einziger Gemeindevertreter beim Jubiläum dabei war“, sagt er. Es sei deren Aufgabe, die Gemeinde zu vertreten – auch und gerade außerhalb der Ortsgrenzen. Ohne die Vertreter der Seniorenunion und einiger Rangsdorfer wie Clemens Wudel, ist sich Muschinsky sicher, hätte die Gemeinde sich zum Jubiläum blamiert.

Was Brandenburg von Windrädern in NRW lernen kann

Dabei sei eine Partnerschaft dazu da, um von einander zu lernen. Aus früheren Besuchen hat Klaus Rocher viel darüber gelernt, wie man Windräder so aufstellt, dass die Bevölkerung nicht dagegen Sturm läuft. In Lichtenau mit seinen 15 Dörfern dürfen die Bürger mitentscheiden, ob und wo ein neuer Windpark entsteht. Einen Teil der Einnahmen müssen die Betreiber an die Gemeinde abgeben. Die Stadt Lichtenau betreibt sogar eigene Windräder, um weniger betuchten Bürgern kostengünstigen Strom anbieten zu können. „Über solche oder ähnliche Modelle könnte man auch in Brandenburg nachdenken“, sagt Rocher, in dessen Gemeinde aufgrund der Nähe zum Flughafen keine Windräder stehen dürfen.

Etwas neidisch waren die Rangsdorfer auf das rege Vereinsleben in Lichtenau. „Fast jedes Dorf hat einen Schützenverein und einen Spielmannszug“, sagt Jürgen Muschinsky. „Dort ist fast jedes Wochenende was los.“

Von Christian Zielke

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