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Teltow-Fläming 25 Jahre Waldorf-Kita Schwalbennest
Lokales Teltow-Fläming 25 Jahre Waldorf-Kita Schwalbennest
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05:10 07.10.2016
Uta Riedel (l.) und Bianca Grunow vom Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik, der die Kita Schwalbennest in Rangsdorf betreibt. Quelle: Zielke
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Rangsdorf

Vor 25 Jahren schlossen sich Eltern in Blankenfelde zu einem Verein zusammen. Sie wollten die Ideen Rudolf Steiners, des Begründers der Anthroposophie, anderen nahe bringen. Steiners Lehre zufolge entwickeln sich Kinder durch Bewegung, Sprache, Arbeit und Phantasie zu selbstbewussten und mündigen Menschen.

Walddorf-Idee hat Bestand

Nach diesem Ideal arbeitet man auch heute noch in der Kita Schwalbennest in Rangsdorf. Dort wird am Sonnabend mit einem Tag der offenen Tür die Gründung des Vereins zur Förderung der Waldorfpädagogik gefeiert. Auch wenn von außen vieles an einen ganz gewöhnlichen Kindergarten erinnert, ist doch manches anders. Gekocht wird grundsätzlich fleischlos, dafür in Bio-Qualität. Die Spielsachen sind aus Naturmaterialien. „Plastik sehen wir nicht so gerne“, sagt Uta Riedel, Vorstandsmitglied des Vereins. Sie sei immer wieder erstaunt, wie phantasievoll Kinder mit Rinden, Stöcken und Zapfen spielen.

Im Schwalbennest legt man Wert auf feste Strukturen. Jeder Tag in der Woche steht unter einem bestimmten Motto. Mittwochs steht Eurhythmie auf dem Plan, eine Mischung aus Musik und Bewegung. Donnerstags ist Brötchenback-Tag. Vor ein paar Tagen haben die Kinder Getreide gedroschen und Kartoffeln aus dem Garten geerntet. „Wir wollen die Wertschätzung der Natur vermitteln“, sagt Bianca Grunow, die ebenfalls Mitglied im Vereinsvorstand ist und deren Sohn Marlon die Kita besucht. Die Jahreszeiten bestimmen den Alltag der Kinder. Derzeit sind die Räume mit Erntedankgaben geschmückt.

Eltern sollen mitmachen

Nicht nur die Kleinen werden gefordert, auch von den Eltern wird einiges verlangt. Sie packen an, wenn der Garten anzulegen oder die Fenster im Haus zu putzen sind. Auch bei Feiern wie Fasching, Ostern oder Weihnachten ist immer wieder die Hilfe der Eltern gefragt – nicht nur aus praktischen, sondern auch aus pädagogischen Gründen. „Wir wollen, dass die Erwachsenen ein Vorbild sind. Kinder sollen beobachten und spielerisch lernen – durch Nachahmen“, sagt Uta Riedel. Daher achte man auch darauf, dass Eltern sich mit dem Waldorf-Konzept identifizieren, wenn sie ihre Kinder im Schwalbennest anmelden.

In den ersten Jahren war dies noch eine verschwindend geringe Minderheit. Sechs Kinder zählte die erste Spielgruppe in Blankenfelde 1991. Drei Jahre später eröffnete in Jühnsdorf der erste Kindergarten. 2005 zog die Einrichtung nach Rangsdorf – zunächst in die Räume der Seeschule. Nach einem kurzen Gastspiel im Grenzweg eröffnete das heutige Gebäude in der Stauffenbergallee im September 2008. Derzeit sind dort 40 Kinder untergebracht, die von sechs Erziehern betreut werden. In den kommenden Wochen wird die Kapazität von 45 Plätzen erreicht sein. „Die Warteliste ist lang“, sagt Bianca Grunow. Wichtiger als die Liste sei jedoch, dass Eltern und Kinder zum Schwalbennest passen.

Info: Der Tag der offenen Tür findet am Sonnabend von 10 bis 12 Uhr statt.

Von Christian Zielke

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