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Teltow-Fläming 25-jähriges Jubiläum der Jugendfeuerwehr
Lokales Teltow-Fläming 25-jähriges Jubiläum der Jugendfeuerwehr
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04:50 10.10.2016
Im neuen Mannschaftswagen der Jüterboger Wehr darf künftig auch der Nachwuchs mitfahren. Quelle: Barnack
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Jüterbog

Höhen und Tiefen hat die Jugendfeuerwehr der Stadt schon durchmachen müssen. Immerhin stand sie vor einigen Jahren kurz vor der Auflösung. Inzwischen sind die Mitgliederzahlen bei den Nachwuchs-Brandschützern zum Glück wieder stabil. Grund genug, das 25-jährige Bestehen der Jugendabteilung mit einem großen Herbstfest zu feiern.

Gegründet mit 21 Jugendlichen

„Gegründet wurde die Jugendfeuerwehr 1991 mit 21 Jugendlichen“, erinnerte sich Ortswehrführer Lutz Selent während der Feier am Sonnabend. Er gehörte zu den Gründern. „Der Bedarf war damals da, weil es die Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschutzhelfer nach der Wende nicht mehr gab“, erklärte er. Heute ist es um die Jüterboger Jugendabteilung schlechter gestellt. Denn mit der Lehre ziehen viele Mitglieder weg.

„Aufgeben werden wir unsere Arbeit trotzdem nicht“, stellte Jugendwart Stephan Höhne klar. Der 27-Jährige hat seine ehrenamtliche Ausbildung selbst in Jüterbog durchlaufen. 2009 erlebte er den Tiefpunkt beim Nachwuchs mit. „In diesem Jahr hatten wir nur ein Kind bei uns“, erinnerte sich Höhne. 14 Mitglieder von sechs bis 15 Jahren zählt die Nachwuchsabteilung momentan.

Politiker helfen mit

Mit dabei sind auch einige Jungs, die der Jugendwehr die Treue halten. „Ich bin hier seitdem ich acht Jahre alt war“, erzählte der 15-jährige Kopf der Truppe Max Langgut. Er kennt die Sorgen seiner Ausbilder und versucht deshalb, seine Ortswehr bei der künftigen Berufswahl zu bedenken. „Denn ich möchte hier gern weitermachen“, sagte er.

Neben der moralischen Unterstützung einiger junger Feuerwehrmänner gab es beim Fest am Samstag auch anderen Support. „Die Hilfe bei der Organisation dieser Veranstaltung war für uns selbstverständlich“, sagte Udo Reich von der Fraktion Für Jüterbog, „immerhin sind die Jungs jederzeit für uns da, wenn es mal brennt.“ Als Überraschung hatten sie nicht nur bedruckte Tassenn dabei, deren Verkaufserlös der Wehr zugute kommt. Mit neuen Shirts machten sie dem Nachwuchswuchs eine weitere Freude. „Unser größtes Problem ist die Kleidung“, erklärte Jugendwart Höhne. Von den wenigen Mitteln der Stadt profitiert stets die aktive Wehr zuerst, „was auch vollkommen gerechtfertigt ist“, so Ortswehrführer Selent. Die Jugend sammelt deshalb bei Festen in der Stadt selbst Spenden. „Auch alles, was nach dem Abzug der Kosten, vom Fest am Samstag übrig bleibt, geht in die Jugendfeuerwehr“, berichtete Höhne.

Das Herbstfest, unter dessen Titel das Jubiläum gefeiert wurde, soll zur Tradition werden. Zentraler Bestand und Höhepunkt für alle Kinder war der Fackelumzug.

Von Victoria Barnack

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