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Teltow-Fläming 30 Wohnungen für Flüchtlinge in Luckenwalde
Lokales Teltow-Fläming 30 Wohnungen für Flüchtlinge in Luckenwalde
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08:45 27.11.2015
Das Übergangswohnheim Anhaltstraße wird wieder in Betrieb genommen. Quelle: MAZ
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Luckenwalde

Die Stadt Luckenwalde muss in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 708 Flüchtlinge unterbringen. Über die aktuellen Zahlen informierte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) am Dienstag im Hauptausschuss.

Mit den derzeit vorhandenen Flüchtlingsunterkünften in der Stadt und der geplanten Thermohalle für 300 Ankömmlinge ab Januar 2016 im Biotechnologiepark werde man die Quote zumindest zahlenmäßig erfüllen. „Aber die Nutzungsdauer für die Thermohalle als Übergangslösung ist auf ein Jahr befristet und endet im Januar 2017“, sagte Herzog-von der Heide, „also müssen wir uns erneut Gedanken machen.“ Im Übergangswohnheim in der Anhaltstraße, das nach umfangreicher Sanierung wieder in Betrieb genommen werden soll, ist Platz für 130 Personen. Weitere 120 müssen untergebracht werden.

Deshalb hat die Stadt gemeinsam mit der städtischen Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder“ einen Plan geschmiedet, um leer stehende Wohnungen wieder bewohnbar zu machen. „Die Förderung von Wohnraumabriss in Stadtumbaukommunen ist gestoppt worden. Stattdessen stellt das Land finanzielle Hilfe für die Wiedernutzbarmachung in Aussicht“, so Herzog-von der Heide weiter. 70 Euro pro Quadratmeter soll es als Zuschuss geben, wenn Wohnfläche zurückgewonnen und renoviert wird.

So sollen 30 leer stehende Wohnungen der „Luckenwalder“, verteilt im Stadtgebiet, wieder hergerichtet werden. Bis Ende Oktober musste der Antrag durch die Stadt gestellt und die Zustimmung des Landkreises eingeholt sein. „Inzwischen ist die Förderung bewilligt worden“, verkündete Herzog-von der Heide. Bedingung sei, dass die Wohnungen mindestens seit sechs Monaten leer stehen, damit nicht der Eindruck entstünde, dieser Wohnraum würde anderen weggenommen. Bezugsfertig sollen sie laut Bürgermeisterin im Jahr 2016 sein. Rechnet man pro Wohnung mit einer Belegung von vier Personen, so hätte die Stadt weitere 120 Menschen untergebracht. Insgesamt stünden dann in der Kreisstadt 759 Plätze für Flüchtlinge zur Verfügung.

„Wer veranlasst die Wohnungs-Belegung und sucht die Mieter aus?“, wollte Sven Petke (CDU) wissen. „Es wird ein Such- und Probierverfahren“, sagte Herzog-von der Heide. Einziehen sollen Flüchtlinge mit Bleibeperspektive, also zum Beispiel Menschen aus Syrien. „Nicht voraussehbar ist, wie viele Menschen letztendlich in Luckenwalde bleiben werden“, sagte die Rathauschefin. Sie warb zudem für Beschäftigungsangebote für die künftigen Thermohallenbewohner. So sollen weitere Helfer für Deutschkurse gewonnen und zum Beispiel ein „Arbeitskreis der Laienlehrer“ gegründet werden.

Von Elinor Wenke

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