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3000 Unterschriften für Fleischerei Bendig

Traditionsbetrieb in Turbulenzen 3000 Unterschriften für Fleischerei Bendig

Schon vor dem Schlachtfest am Sonntag hatten sich weit mehr als 3000 Menschen mit ihrer Unterschrift dafür ausgesprochen, dass die traditionsreiche Fleischerei Bendig in Mahlow nicht zur Schließung gezwungen wird. Wegen Unstimmigkeiten bei der Baugenehmigung für die Küche steht diese Frage im Raum. 80 Menschen arbeiten in der Fleischerei.

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Fleischergeselle Marcel Radtmann mit frischen Bockwürsten.

Quelle: Stephan Laude

Blankenfelde-Mahlow. Wie Wäsche auf der Leine hingen die Listen am Sonntag über den Köpfen der Besucher. Weit mehr als 3000 Menschen hatten sich bereits bis zum Beginn des Schlachtefestes der Mahlower Landfleischerei Bendig mit ihrer Unterschrift dafür eingesetzt, dass der Betrieb nicht zur Aufgabe gezwungen wird. Und immer neue Besucher haben sich in die Listen eingetragen. Dazu kommt die große Unterstützung im sozialen Netzwerk Facebook. Drei ältere Damen, die – längst nicht zum ersten Mal – extra aus Berlin-Lichtenrade zur Landfleischerei gekommen waren, lobten deren freundliches Personal und dass die Produkte immer frisch und schmackhaft seien. Willi und Ulla Otto kamen aus Nunsdorf. Auch ihre Forderung ist klar: „Die Fleischerei muss bleiben.“ Auch wegen der 80 Leute, die dort beschäftigt seien. Einer von ihnen sei ihr Sohn, er sei schon 30 Jahre dabei. Das Ehepaar freute sich auch diesmal über die schöne Atmosphäre beim Schlachtefest.

Nachbar hatte sich über Essensgeruch beschwert

Wie berichtet hat die Untere Bauaufsicht des Landkreises Teltow-Fläming moniert, dass für die Anfang der 1990er Jahre zur Küche ausgebaute ehemalige Schmiede keine Baugenehmigung vorgelegen habe. Die Behörde war aktiv geworden, nachdem sich ein Nachbar über den Essensgeruch beschwert hatte, der aus Bendigs Küche in seine Wohnung dringe. Geschäftsführer René Raböse hatte inzwischen ein Gespräch mit Landrätin Kornelia Wehlan (Linke). Es sei konstruktiv gewesen, berichtete Raböse, und man werde einen nachgearbeiteten Bauantrag vorlegen. „Wir wollen das fix erledigen, bis Weihnachten“, so Raböse. Der 37-Jährige will den Familienbetrieb im nächsten Jahr von Reiner Bendig übernehmen, der sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzieht. Daran ändern bislang auch die Turbulenzen nichts. Er stehe weiter für die Übernahme bereit, sagte der Fleischermeister. Auch das Personal bleibe an Bord. Raböse weiß von niemandem, der sich umorientiert: „Das Personal ist unser wichtigstes Kapital.“

200 Kilogramm Wurst wurden zum Schlachtefest produziert, außerdem gab es Gänsekeulen, Blutwurst und Eisbein. Die Besucher konnten bei der Wurstproduktion zusehen. Es gab eine Diskothek und Livemusik von dem australischen Sänger und Saxofonisten Andrew Carrington und dem gebürtigen Ungarn Andras de Laszlo.

Von Stephan Laude

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