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Teltow-Fläming 374 000 Euro für das Gemeinschaftszentrum
Lokales Teltow-Fläming 374 000 Euro für das Gemeinschaftszentrum
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06:10 03.09.2016
Die alte Schule wartet auf ihre Sanierung. Quelle: FOTO: HAHN
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Woltersdorf

Jubel in Nuthe-Urstromtal: Am Freitag wurde bekannt, dass die Gemeinde Fördermittel in Höhe von 374 000 Euro für die Sanierung des ehemaligen Woltersdorfer Schulgebäudes und des angrenzenden Sanitärtrakts bekommt. Die Zusage kam vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, das die Sanierung des Gemeinschaftszentrums aus Mitteln der Leader-Programms unterstützt.

Bürgermeisterin: „Ich freu’ mich wie Bolle.“

„Ich freu’ mich wie Bolle“, sagt Nuthe-Urstromtals Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke) gegenüber MAZ. Immerhin habe sie sich seit sechs Jahren darum bemüht, die Fördermittel vom Land zu bekommen. Seit 2010 verfolge die Gemeinde das Projekt, aus der ehemaligen Schule ein Ausbildungs- und Kreativzentrum zu machen. So musste zunächst die Planung erstellt und die Baugenehmigung eingeholt werden. „Dann haben wir zwei Jahre gebraucht, bis der Zuwendungsbescheid nun gekommen ist“, berichtet Bürgermeisterin Nestler.

Ganz geschenkt bekommt die Gemeinde dieses Projekt aber nicht. Die Planungskosten musste sie selbst aufbringen und der Eigenanteil an den Sanierungsmaßnahmen liegt bei 25 Prozent. Das heißt, dass die Gemeinde 125 000 Euro aus der eigenen Tasche bezahlen muss, um das insgesamt 500 000 Euro teure Vorhaben umzusetzen.

Sitz für Heimatverein und Karnevalklub

Immerhin befindet sich das Gebäude in einem ziemlich desolaten Zustand. Nichtsdestotrotz wird es von verschiedenen Vereinen und Ortsgruppen aus Woltersdorf und den umliegenden Dörfern genutzt, etwa vom Heimatverein, vom Karnevalsverein „Die Urstromtaler“ und von den Senioren, die sich auch auf eine weitgehend barrierefreie Gestaltung freuen können. Aber auch die Feuerwehr der Gesamtgemeinde nutzt die Räumlichkeiten zur Ausbildung. Die Fahrradschule sowie die Verkehrswacht sind dort auch untergebracht.

„Ziel ist“, teilt Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) mit, „den vielfältigen Aktivitäten im Ort gute Rahmenbedingungen zu bieten und damit vor allem ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen.“

Umbau wird mit Vereinen und Ortsvorsteher besprochen

„Die geplanten Sanierungsmaßnahmen sind sehr umfangreich“, berichtet Nestler, „sie reichen vom Keller bis zum Dach.“ Auch der dahinter liegende Sanitärtrakt wird saniert und mit dem Hauptgebäude durch einen neuen Quergang verbunden. Nach der Fertigstellung werde es ganz neue Möglichkeiten geben. Über diese werde man sich dann noch mal genauer mit dem Ortsvorsteher und den Vereinen besprechen.

Zunächst müssen aber in den kommenden zwei Jahren die Umbauarbeiten stattfinden. „Jetzt können wir frühzeitig mit den Ausschreibungen beginnen“, sagt Bürgermeisterin Nestler erfreut, deren Aufgabe es auch ist, die Eigenmittel in den beiden Jahreshaushalten einzustellen. Wenn alles fertig ist, hofft sie auf weitere Fördermittel für die Sanierung der Sporthalle. Dann hätte man ein wirklich schönes Ortszentrum.

Von Hartmut F. Reck

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