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4. IFA-Nutzfahrzeug-Treffen „Laster und Leute“

Ludwigsfelde 4. IFA-Nutzfahrzeug-Treffen „Laster und Leute“

Gleich mehrere Premieren gab es beim diesjährigen IFA-Nutzfahrzeug-Treffen „Laster und Leute“ in der Autobauerstadt Ludwigsfelde. Erstmals wagten die Veranstalter einen Korso der Lkw-Oldtimer durch die Stadt und ihre Ortsteile. Mit unerwartetem Ausgang.

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Michael Primus (r., Verein Freunde der Industriegeschichte Ludwigsfelde) bei Feuerwehrleuten aus dem Erzgebirge mit noch aktiven W 50.

Quelle: FOTOS: Abromeit (2)

Ludwigsfelde. Und wieder erlebte die Auto-verrückte Stadt Ludwigsfelde noch Neues: Erstmals gab es das IFA-Nutzfahrzeugtreffen mit großem Zelt und Lkw-Wagenburg auf der Festwiese vier Tage lang - seit Mittwochabend über den Himmelfahrt-Donnerstag bis Sonntagfrüh. Weitere Premiere beim IFA-Treff „Laster und Leute“: ein Fahrzeugkorso über die Ludwigsfelder Ortsteile. Das hatte es bisher nur bei den „kleinen Geschwistern“ gegeben, den zweijährlichen Ludwigsfelder Motorroller-Treffen zwischen den Lkw-Treffen.

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Vier Tage lang ein volles Lkw-Programm erlebten Teilnehmer, Besucher und Veranstalter beim diesjährigen IFA-Nutzfahrzeugtreffen in Ludwigsfelde. Erstmals starteten W50 und L60, die von 1965 bis 1990 produzierten legendären Laster aus Ludwigsfelde, zu einem Korso durch die Ortsteile der Auto-verrückten Stadt.

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Schirmherr und Mitveranstalter von „Laster und Leute“ ist Gerald Fritsche. Er fuhr am Freitag mit einem Schneepflug-W50 an der Spitze der Kolonne aus 56 Lkws. Diese Ausfahrt war seine Idee, gegen die Ängste von Museumschefin Ines Krause. Die kann ansonsten jede Menge Leute für verrückteste Einfälle begeistern. Doch vor diesem Konvoi war sie zurückgeschreckt: „Ich dachte, es gibt am Freitagnachmittag Mega-Staus oder Unfälle.“ Etwas ganz anderes passierte: Ob Autofahrer oder Fußgänger – die Lkw-Parade von 56 Großfahrzeugen wurde nicht nur bestaunt, sondern an vielen Stellen beklatscht. Fritsche schwärmte: „Keiner hat uns einen Vogel gezeigt, nur positive Reaktionen. Selbst die Polizisten hatten scheinbar ihre Freude.“ Und noch etwas anders soll bei künftigen Treffen ausgebaut werden: die Fachvorträge. Ursprünglich im Museum geplant, reichten dort die Plätze kaum aus. „Beim Vortrag zur Explosivumformung in der Achsfertigung von Horst Steinicke waren etwa 250 Leute da“, so Fritsche.

80 Lkw-Besitzer wollten mit zur Teststrecke Horstwalde

Begeistert von dem Treffen sind auch Andrea und Karsten Hoffmann aus Blumberg (Barnim). Sie kamen mit dem zwei Jahre alten Töchterlein Vereena und ihrem 5 7 Jahre alten Trabant 500. „Wir sind das erste Mal dabei, toll, was hier auf die Beine gestellt wird.“ Das fanden auch alle 80 Lkw-Besitzer, die am Samstag die Ausfahrt zur Teststrecke in Horstwalde mitmachten. Der Andrang war so groß, dass in Vor- und Nachmittagsschicht gefahren werden musste.

Den Pokal für den ältesten L 60, den seit 1987 produzierten W-50-Nachfolger, bekam Volker Klemkow aus Schwerin. Er war mit dem Auto nach Ludwigsfelde gekommen, das die Fahrgestellnummer 35 trägt, also ein Exemplar aus der Serie der ersten 50 noch handgefertigten L60 ist. 2012 hatte er es bei Ebay gefunden. Es stand in Leverkusen und war zwölf Jahre keinen Meter gefahren. Klemkow kaufte es, fuhr nach Leverkusen, hing eine Batterie rein, tankte, und fährt seitdem.

Einige W50 und L60 rollen heute noch im Dienst

Ununterbrochen im Dienst sind übrigens noch einige der Teilnehmer-Fahrzeuge, alle zwischen 1965 bis 1990 in Ludwigsfelde produziert. So feierte Feuerwehrmann Tino Seidel mit seinem Sohn Max genau am Himmelfahrtstag den 50. Geburtstag des W50 von der Neukirchener Feuerwehr im Erzgebirge: „Deshalb sind wir hier mit ihm nur vorsichtig unterwegs, er wird ja noch gebraucht“, erzählte Seidel.

Und 2019 beim nächsten Mal, wird das dann lediglich eine Neuauflage dieses Treffens? Museumschefin Ines Krause lacht vielsagend und meint: „Es war wirklich irre und gigantisch, was hier abgegangen ist. Aber natürlich haben wir noch Ideen fürs 5.IFA-Treffen...“

Von Jutta Abromeit

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