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Teltow-Fläming 47 Liter Blut am vorletzten Tag des Jahres gespendet
Lokales Teltow-Fläming 47 Liter Blut am vorletzten Tag des Jahres gespendet
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00:18 04.01.2018
Beim Sonderblutspendetermin: Jacqueline Hönicke (l.), die Ehrenamtlerinnen Doreen Wurst (2. v. l.) und Monika Bormann (r.) sowie Spenderin Sabine Heyn.
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Luckenwalde

Während viele andere vermutlich mit Silvestervorbereitungen beschäftigt waren, strömten rund hundert Zeitgenossen am Sonnabendvormittag zum Luckenwalder DRK-Haus des Ehrenamtes, um das Jahr 2017 mit einer guten Tat zu beenden: Bei einem Sondertermin zwischen 9 und 12 Uhr spendeten sie Blut.

Christel Kluge (l.) und Schwester Katja Lehmann Quelle: Elinor Wenke

„Wir sind überwältigt, wie spendenfreudig die Luckenwalder sind“, sagte Jacqueline Hönicke, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. Blutkonserven werden jeden Tag benötigt, egal ob Feiertag oder nicht. „Wir könnten es uns nicht leisten, zwischen den Feiertagen die Blutspende ruhen zu lassen“, erklärte Jacqueline Hönicke, deshalb wurden am vorletzten Tag des Jahres noch einmal Termine in Luckenwalde, Niemegk und Berlin angeboten.

Die Luckenwalder gelten schon seit Jahren als zuverlässige und ehrgeizige Spender mit durchschnittlich 70 Konserven an einem Tag. Am Sonnabend war der Andrang noch größer. „Die ersten zehn Leute standen schon um halb neun an“, berichtete Ehrenamtlerin Monika Bormann, Leiterin des Blutspende-Teams im DRK-Ortsverband Luckenwalde. Die Spendewilligen mussten zum Teil längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Alle sechs Liegeplätze waren ständig belegt. „Aber die Leute haben Zeit und wollen im alten Jahr noch was Gutes tun“, sagt Monika Bormann, die sich selbst auch den Vormittag ans Bein gebunden hat.

Zahlen und Fakten zu Blutkonserven

Statistisch braucht alle sieben Sekunden ein Patient in Deutschland eine Bluttransfusion. Betroffen sind nicht nur Unfallopfer, sondern vor allem auch Krebspatienten.

1900 Blutspenden werden an jedem Werktag beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost in den Regionen Berlin, Brandenburg, Hamburg, Sachsen und Schleswig-Holstein benötigt.

650 Blutspenden werden täglich in Brandenburg und Berlin gebraucht.

Christel Kluge (69) aus Luckenwalde kam vor fünf Jahren eher zufällig zum Blutspenden. „Wir hatten die Fläming-Therme besucht, dort konnte man an dem Tag auch Blut spenden, seitdem bin ich dabei“, sagte sie. Von Schwester Katja Lehmann aus Potsdam ließ sie sich diesmal für ihre 21. Spende an den Blutspendebeutel anstöpseln.

Doreen Starke (31) aus Dobbrikow hatte am Sonnabend ihren Mann Steffen (32) und die neunjährige Tochter Swenja mitgebracht. Während der Familienvater diesmal aussetzte, gab Doreen Starke ihre 28. Spende ab. „Blut ist das Einzige, was man immer braucht und immer hat“, begründete Steffen Starke seine Zivilcourage, „Blut spenden ist besser als eine Sach- oder Geldspende.“ Seine Frau lässt sich seit ihrem 18. Lebensjahr Blut abzapfen, aus einem ganz praktischen Grund. „Ich hatte zu hohen Blutdruck und mein Arzt riet mir zur regelmäßigen Blutspende, das tut mir gut“, berichtete sie.

Geschenke als Dankeschön

Sabine Heyn aus Luckenwalde verbuchte ihre 23. Spende. „Ich will einfach dem DRK und den Menschen, die Blutkonserven benötigen, etwas Gutes tun und so kann man beruhigt ins neue Jahr gehen“, sagte sie.

Am Ende wurden die Blutspender noch zusätzlich mit einem Glücksklee, einer Flasche Sekt, einer Taschenlampe und einem Thermen-Gutschein belohnt. Jacqueline Hönicke zeigte sich am Mittag äußerst zufrieden: „Von den 103 erschienenen Freiwilligen konnten 94 spenden, das sind 47 Liter Blut“, bilanzierte sie. Fünf Erstspender waren dabei.

Von Elinor Wenke

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