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Teltow-Fläming 60 Jahre Genossenschaftswohnen
Lokales Teltow-Fläming 60 Jahre Genossenschaftswohnen
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06:17 02.09.2017
Edith Uhthoff gehört zu den fünf Genossenschaftern aus dem Gründungsjahr 1957; sie liebt ihre Wohnung in der Erich-Weinert-Straße. Quelle: Fotos: Abromeit (2)
Ludwigsfelde

„Niemals in den ganzen 60 Jahren gab es Ärger, egal wann und mit welcher Sorge man in die Verwaltung kam.“ Ein schönes Kompliment für einen Vermieter. Gesagt hat es die Ludwigsfelderin Edith Uhthoff über die LWG, die Wohnungsgenossenschaft in der Autobauerstadt. Die feiert in der kommenden Woche 60. Geburtstag; Edith Uhthoff ist eines von noch fünf Mitgliedern aus dem Gründungsjahr 1957, Mitgliedsnummer 17.

Die 83-Jährige lebt in der Erich-Weinert-Straße und liebt ihre Wohnung, in die sie nach dem Bau 1965 einzog. „Als damals das zweite Kind kam, waren die vorherigen zwei Zimmer zu klein geworden.“ Diese zwei Zimmer hatte sie im allerersten Genossenschaftsblock, Potsdamer Straße 42 bis 46. Damals hieß der Bauherr noch AWG – Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft. Die hatte als Trägerbetrieb das Industriewerk Ludwigsfelde. Dort sollte Meister Willi Podsim 1956 Mitglieder für eine AWG finden. Doch der staatliche Wohnungsbau war lukrativer – die Arbeitskräfte bekamen schnell ein Heim und es war kein Genossenschaftsanteil nötig.

LWG-Aufsichtsratsvorsitzender Günter-Philipp Arens (l.) und Vorstandsvorsitzender Gerhard Kolk vor dem Verwaltungsgebäude an der Brandenburgischen Straße in Ludwigsfelde. Quelle: Jutta Abromeit

Die nötigen 40 Gründungsmitglieder kamen dann 1957 zusammen, Willi Podsim war bis 1966 erster Vorsitzende der AWG „Solidarität“. Über die Zeit, die dann folgte, sagt Günter-Philipp Arens, heutiger Vorsitzender des fünfköpfigen Aufsichtsrats: „Es war kurios – um eine gewisse Gerechtigkeit beim Bauen walten zu lassen, wurden bei allen neuen Stadtteilen immer die staatliche Wohnungsgesellschaft Märkische Heimat und die AWG berücksichtigt.“ Das ist die Erklärung, warum in Ludwigsfelde beide großen Vermieter überall immer abwechselnd Häuser haben und nicht in separaten Vierteln, jeder mit einem Bestand von rund 3000 Wohnungen.

Nach Altschulden-Privatisierung jetzt wieder mehr als 3000 Wohnungen

Diese Grenze überschreitet die LWG mit Fertigstellung ihrer 50 neuen Wohnungen an der Ecke Meitner-/Zetkin-Straße 2018 wieder. Dass sie nicht bei ihrem Maximum 3426 bei Mauerfall geblieben war, hat mit dem Altschuldenhilfegesetz zu tun: Die LWG beantragte die Teilentschuldung, dazu musste sie 530 Wohnungen verkaufen. „Das hat man ja später wieder geändert und es reichten unsere bis dahin 338 privatisierten Wohnungen“, erklärt Arens. Als einen der schönsten Momente in der LWG-Geschichte nennt er den 1993 ersten mit Volkes Stimme gewählten Vorstand. Heute sind das Vorsitzender Gerhard Kolk und Henry Suczawski. Sie werden vom Aufsichtsrat kontrolliert und bestellt. Das sind neben Arens Jürgen Wölke, Lothar Groneberg, Dieter Ziegner und Horst Ziemen. Sie vertreten inzwischen 3495 Mitglieder.

Edith Uhthoff mag jede Ecke ihrer Wohnung im zweiten Stock. Bei der Modernisierung ihres Hauses in den Jahren 1999/2000 wurden auch aus ihren Zimmern die vier Kachelöfen herausgerissen. „Und wir wurden zu vielen Details gefragt  – wo wir die Lichtschalter haben wollten und so was.“ Sie ließ im Bad die Toilettennische verkleinern, um mehr Platz zu haben. Und sie liebt den Balkon, ihr grünes Wohnzimmer: „Da sehe ich, was auf der Straße passiert, aber es ist alles grün drumrum. Und auch hinten raus schau’ ich ins Grüne.“ In der Wohnzimmerecke mit Couch hat sie den Blick aufs Abendrot. Die Zufriedenheit der leidenschaftlichen Musikerin und Wandersfrau überzeugt ganz offenbar  – auch Tochter und Enkel sind LWG-Mitglieder.

Von Jutta Abromeit

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