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60 zusätzliche Plätze für die Kita „Sonnenblume“

Trebbin 60 zusätzliche Plätze für die Kita „Sonnenblume“

Nach dem Willen der Stadt sollen mit einem Erweiterungsbau an der Kita „Sonnenblume“ für zwei Millionen Euro 60 zusätzliche Betreuungsplätze entstehen. Doch ehe die Stadtverordneten dem zustimmten, gab es eine heftige Debatte.

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Die Kita „Sonnenblume“ in Trebbin.

Quelle: Elinor Wenke

Trebbin. 60 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze sollen durch einen Erweiterungsbau an der Trebbiner Kita „Sonnenblume“ entstehen. Die Gesamtkosten werden auf zwei Millionen Euro geschätzt, die Stadt erhofft sich eine 90-prozentige Förderung. Die finanziellen Eigenmittel von knapp 200 000 Euro sollen im Stadthaushalt 2019 eingeplant werden. Das haben nun auch die Stadtverordneten mit ihrem einstimmigen Beschluss besiegelt.

Doch bis zu diesem Votum entbrannte noch eine kontroverse Debatte. Denn nachdem der Bauausschuss dem Grundsatzbeschluss bereits zugestimmt hatte, forderte der Finanzausschussvorsitzende Michael Baumecker (Neue Liste) in der Stadtverordnetensitzung, den Antrag zurückzustellen und in den Finanz- und den Sozialausschuss zu verweisen.

Finanzielle Prioritäten gefordert

„Wir brauchen die 60 Plätze, keine Frage“, sagte Baumecker, „aber wir müssen auch sagen, wo wir die 200 000 Euro hernehmen.“ Er fühlte sich von dem kurzfristigen Beschluss überrumpelt. „Wenn wir 200 000 Euro an der Stelle ausgeben, müssen wir sie woanders wegnehmen“, sagte er, „wir sollten Prioritäten setzen und nicht auf jeden vorbeifahrenden Zug aufspringen.“ Außerdem müsse man zeitnah auch über neue Schul- und Hortplätze reden.

Der Stadtverordnetenvorsitzende Ralf Marschall (CDU) verwies auf die Dringlichkeit des Beschlusses; die Frist für den Fördermittelantrag endete im August. „Wenn wir dem heute nicht zustimmen, ist das Thema gegessen, dann brauchen wir es auch nicht mehr in den Finanzausschuss bringen“, sagte er.

Weiterhin Gesprächsbedarf

Knut Vetter (Grüne) vergewisserte sich: „Es gibt doch keine Verpflichtung, das Geld 2018 auszugeben?“ „Das Vorhaben kann frühestens 2019/20 starten, bis dahin haben wir genug Zeit, finanzielle Prioritäten zu setzen“, erklärte Bürgermeister Thomas Berger (CDU), „aber wer beim Fördermittelantrag zu spät kommt, kriegt nichts mehr ab.“

Baumeckers Antrag wurde abgelehnt, dem Beschluss zum Bau schließlich zugestimmt. Gesprächsbedarf gibt es dennoch, zum Beispiel darüber, wo in den Ortsteilen weitere Kitaplätze entstehen können.

Von Elinor Wenke

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