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67 Prozent der Busse sind barrierefrei

Veränderungen bei der Verkehrsgesellschaft 67 Prozent der Busse sind barrierefrei

Wegen zu geringer Nachfrage lässt die Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) keine Fahrplanbücher mehr drucken. Dafür bietet sie für acht Linien Faltblätter mit den Abfahrtzeiten an. Laut Informationen des Wirtschaftsförderungsbeauftragten sind mittlerweile 67 Prozent der VTF-Fahrzeuge barrierefrei. Bis 2020 dürfte der komplette Fuhrparkbestand behindertengerecht sein.

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Busse der VTF sind nur teilweise behindertengerecht.

Quelle: Jutta Abromeit

Luckenwalde. Seit dem letzten Fahrplanwechsel gibt es keine Fahrplanbücher mehr. Bisher konnten interessierte Nahverkehrsnutzer ein solches Nachschlagewerk erwerben, das alle Linien enthielt, die den Landkreis Teltow-Fläming betrafen. Aber das ist Vergangenheit. Warum das so ist, wollte die Kreistagsabgeordnete Annekathrin Loy (Die Linke) im Wirtschaftsausschuss wissen. Zwar seien die Online-Auftritte der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) und des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) sehr gut und erfüllten ihren Zweck, so Loy, doch gebe es auch viele Reisende, die keinen Zugang zum Internet haben.

„Wir waren einer der letzten Kreise, wo so ein Buch noch gedruckt wurde“, erklärte der in der Kreisverwaltung für den Nahverkehr zuständige Leiter des Wirtschaftsförderungsamtes, Siegmund Trebschuh. Und im Verhältnis zu dem Aufwand, den der Druck eines solchen Fahrplanbuches verursache, sei die Nachfrage in den vergangenen Jahren zu gering gewesen, begründete Trebschuh die Entscheidung des VTF.

Hintergrund

4,173 Millionen Euro erhält Teltow-Fläming für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) vom Land.

200 000 Euro sind davon für Infrastrukturmaßnahmen vorgesehen.

2,811 Millionen Euro schießt der Landkreis für den ÖPNV dazu.

50 Prozent der Kosten für die jeweiligen Stadtlinien übernehmen die Städte Luckenwalde, Ludwigsfelde und Jüterbog.

Die Kosten für die Linie 600 zwischen den S-Bahnhöfen Mahlow und Teltow tragen die Gemeinden Großbeeren und Blankenfelde-Mahlow allein.

Dafür würden acht Fahrplanfaltblätter für folgende Linien angeboten: 702+708, 710+711, 792+793, 600+794, 772, 750+753, 758 und 753+754. Dieses Angebot werde sehr gut angenommen. Darüber hinaus gebe es die Möglichkeit, Fahrplanausdrucke der genutzten Linien in den jeweiligen Bussen zu erhalten. Diese könne man sich auch gegen Porto mit der Post zusenden lassen.

Weiterhin wollte Annekathrin Loy wissen, wie viele Buslinien im Kreis mittlerweile barrierefrei fahren. Nach Informationen von Siegmund Trebschuh liegt der Anteil barrierefreier Fahrzeuge derzeit bei 67 Prozent. Allerdings würden nur die Stadtlinien Luckenwalde, Ludwigsfelde und Jüterbog ausschließlich mit barrierefreien Bussen befahren. Alle anderen Linien würden zwar mehrheitlich von Niederflurbussen oder Fahrzeugen mit tiefem Einstieg bedient, aber nicht ausschließlich. Dafür gebe es die Möglichkeit, dass Rollstuhlfahrer einen Tag vorher bei der VTF anrufen, um anzukündigen, wann sie welche Linie benutzen wollen. Dann werde garantiert ein barrierefreier Bus kommen.

Seit 2011, so berichtete Trebschuh, investiere die VTF nur noch in barrierefreie Fahrzeuge. Wenn es dabei bleibe, dass jährlich sechs neue Busse angeschafft werden, werde der Fuhrparkbestand Ende 2020 vollständig barrierefrei sein.

In diesem Zusammenhang wies Trebschuh aber auch darauf hin, dass es mit solchen Fahrzeugen allein nicht getan sei. Wichtig seien auch „entsprechend beschaffene Zuwegungen zu den Haltestellen“ sowie deren bauliche Gestaltung mit Auftrittsflächen. Hierfür sei aber der jeweilige Straßenbaulastträger zuständig. Und dies seien in der Regel die Städte und Gemeinden, in denen sich die Haltestellen befinden.

Von Hartmut F. Reck

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