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Teltow-Fläming 730 Zuzügler im vergangenen Jahr
Lokales Teltow-Fläming 730 Zuzügler im vergangenen Jahr
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00:17 18.05.2017
Im Saal des Gebäudes Markt 33 in Luckenwalde wurden die Neubürger am Sonnabend willkommen geheißen. Quelle: Foto: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Die Stadt Luckenwalde hatte zum Neubürgerempfang eingeladen und 70 kamen am Sonnabend in die „Goldene 33“. Insgesamt 730 Menschen haben sich im vergangenen Jahr in der Kreisstadt angemeldet.

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog von der Heide berichtete, dass in der Chronik der Stadt schon im Jahr 1636 etwas über Neubürger zu lesen sei. So führte der damalige Bürgermeister Balthasar Handschke einen Bürger-Eid ein. Neubürger mussten zu Gott dem Allmächtigen schwören, dass sie sich gegen die hohe und vorgesetzte Obrigkeit verhalten wollten, wie es einem frommen und getreuen Untertanen obliegt und gebührt. Doch damit nicht genug: Vor dem Eid mussten vier Zeugen schwören, dass der Aufzunehmende vom Urgroßvater an aus ehelichem Bette entsprossen war. Erst danach wurde der Neubürger ins Stadtbuch eingetragen. Die Bürgermeisterin erklärte, dass die Kollegen des Einwohnermeldeamtes eine sehr laxe Haltung hätten und das bewährte Regelwerk so gut wie gar nicht mehr anwendeten.

Gute Alternative zu Berlin

Anhand eines bebilderten Vortrages berichtete sie über die Geschichte der Stadt und über die nächsten Vorhaben. Sie forderte die Neubürger auf, die Gelegenheit zu nutzen, um mit Vertretern von Vereinen und Organisationen, die vor Ort waren, ins Gespräch zu kommen.

„Ich habe vorher in Ferch gewohnt und fühle mich inzwischen in Luckenwalde sehr wohl“, sagt Diana Hegewald von Bohlen. Wenn es nach ihrer Tochter gegangen wäre, hätte sie zu ihr nach Berlin ziehen sollen. Aber die 68-Jährige wollte nicht in die Großstadt. Luckenwalde war für sie eine gute Alternative. Es ist nicht weit nach Ferch, wo sie viele Freunde hat und auch nach Berlin ist es nur ein Katzensprung.„Ferch ist landschaftlich gesehen zwar schöner als Luckenwalde, aber es gibt dort kein einziges Lebensmittelgeschäft“, sagt Diana Hegewald von Bohlen. Jetzt wohnt sie in der Parkstraße und hat alles in unmittelbarer Nähe.

Diana Hegewald von Bohlen schenkte der Bürgermeisterin ein Foto vom Luckenwalder Boulevard Quelle: Margrit Hahn

Nicht ganz so zufrieden ist Familie Emerich. Bei ihrer Entscheidung, nach Luckenwalde zu ziehen, war einer der Hauptgründe, dass damit geworben wurde, schnell Krippenplätze zu bekommen. Doch inzwischen ist Sohn Kurt zweieinhalb Jahre alt und an einen Krippenplatz ist nicht zu denken. „Es gibt ja nicht mal eine Warteliste. So weiß man auch nicht, dass es uns überhaupt gibt“, klagen die Eltern. Sie haben alle Kindereinrichtungen aufgesucht und überall eine Absage erhalten.

Von Margrit Hahn

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