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80 Jahre Zusammenhalt

Löwenbrucher Feuerwehr feiert Jubiläum 80 Jahre Zusammenhalt

Mit einem Festumzug und einem Dorffest hat Löwenbruch am Sonnabend das 80-jährige Bestehen der örtlichen Feuerwehr. Dabei übergab der bisherige Ortswehrführer Dietrich Ulrich sein Amt an seinen Nachfolger Hendrik Zander.

Löwenbruch. Die Pferde scharren mit den Hufen. Die Männer mit Pickelhaube, in blauer Uniform und mit der handbetriebenen Pumpe eilen auf der Löwenbrucher Festwiese zu ihrem Einsatz – denn es brennt.

Was früher Routine war, zeigte am Sonnabend die Hobbytruppe aus Telz mit historischem Gerät auf dem Löwenbrucher Dorffest, denn natürlich war das Feuer dort nur zu Schauzwecken entzündet worden. Aber so sah es vielleicht aus, als die Feuerwehr vor 80 Jahren in Löwenbruch gegründet wurde. Mit einem großen Festumzug ehrte die Ludwigsfelder Feuerwehr das Jubiläum der Ortswehr. Löwenbruch gehört zusammen mit Kerzendorf und Genshagen zum zweiten Löschzug. „Wir sind eine Feuerwehr Ludwigsfelde“, betont Marco Peter, der stellvertretende Stadtwehrführer. Auf den Zusammenhalt kommt es dem Feuerwehrmann besonders an. In der Gefahrensituation müsse sich jeder auf den anderen verlassen können.

Für den bisherigen Löwenbrucher Ortswehrführer Dietrich Ulrich war der Festumzug die letzte Amtshandlung. Er übergab auf dem Fest das „Löschzepter“ an seinen Nachfolger Hendrik Zander. Damit wird Zander der siebte Ortswehrführer in der Geschichte der Löwenbrucher Feuerwehr. Er ist seit 17 Jahren dabei, wenn man seine Zeit bei der Jugendfeuerwehr dazurechnet.

Eine Jugend- oder Kinderfeuerwehr habe es zu seiner Jugendzeit noch nicht gegeben, erzählt Bernd Ulrich. Er ist stellvertretender Ortswehrführer von Löwenbruch. Mit seinem Bruder Dietrich ist er damals in die Freiwillige Feuerwehr gegangen. Da waren sie 16. „Das war selbstverständlich“, sagt er. Er betont, wie die Brandschützer den Zusammenhalt des Ortes stärken. „Für so ein kleines Dorf ist die Feuerwehr das A und O.“

Sein Bruder kann sich noch gut an die alten Zeiten erinnern. In der DDR stand ein Tragkraftspritzenanhänger, ein Löschanhänger, im Geräteschuppen. Der konnte 800 Liter Wasser die Minute verfeuern und wurde mit dem Trecker gezogen. 1968 konnte das erste eigenständige Gebäude errichtet werden. Damals war die Feuerwehr Löwenbruch Teil des Katastrophenschutzes. Daher setzte zu Beginn der 70er Jahre auch die Motorisierung ein. Schritt für Schritt wurde die Technik erneuert. 1974 mit einem Granit LF 8, 1979 mit einem LO 1800 LF 8. Nach der Wende kam 2004 ein W50 Löschwagen, der 2010 durch einen modernen MAN Löschkraftwagen ersetzt wurde mit einer Spritzgeschwindigkeit von rund 1400 Litern die Minute.

„Auch die Ausbildung hat sich verändert“, sagt Ulrich. Als Teil der Ludwigsfelder Feuerwehr kommt für die Aktiven viel Praxis dazu. Die echte Ausbildung fängt für die Feuerwehrleute an,wenn sie mit 18 Jahren von der Jugendfeuerwehr zu den Erwachsenen wechseln. Anschließend werden sie im Laufe der Zeit weiterqualifiziert.

Nachwuchs fehlt der Feuerwehr in Löwenbruch, obwohl 1997 eine Jugendfeuerwehr entstand. Sie musste aber wieder aufgelöst werden, als die Mitglieder zur Einsatztruppe wechselten. Dort sind derzeit zwölf Kameraden aktiv – es waren aber auch schon mal 25.

Von Krischan Orth

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