Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming 800 Forellen zur 800-Jahrfeier in Luckenwalde
Lokales Teltow-Fläming 800 Forellen zur 800-Jahrfeier in Luckenwalde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:10 13.04.2016
Andreas Koppetzki und Gunter Fritsch vom Landesanglerverband zusammen mit Ideengeber Gerhard Maetz (v. l.) entlassen die Fische in die Nuthe. Quelle: Margrit Hahn
Anzeige
Luckenwalde

800 Neuankömmlinge tummeln sich seit Mittwoch in der Nuthe und im Königsgraben in Luckenwalde. Die Bachforellen sind ein Geschenk des Landesanglerverbandes (LAV) Brandenburg und des Kreisanglerverbandes Luckenwalde an die Stadt zur der 800-Jahrfeier. „Indem wir diese Fische in die Nuthe entlassen, verdeutlichen und würdigen wir die großen Fortschritte im Bereich des Gewässerschutzes, die in den vergangenen 25 Jahren, nicht zuletzt auch durch das besondere Engagement der Stadt Luckenwalde, erreicht wurden“, sagte Gunter Fritsch, LAV-Präsident und ehemaliger Landtagspräsident, bei der Einsetzaktion.

Bachforellen bleiben ihrem Standort treu

Viele Luckenwalder waren dabei, als die Fische in die Nuthe gelassen wurden. Allerdings wurden nicht alle 800 auf einmal ausgesetzt, sondern an verschiedenen Stellen. „Die Bachforellen bleiben ihrem Standort treu. Wenn man von der Brücke aus die Forellen im Wasser schwimmen sieht, dann haben wir unser Ziel erreicht“, berichtet Andreas Koppetzki, LAV-Geschäftsführer.

Renaturierung in den vergangenen Jahren

Die Bemühungen, Forellen in der Nuthe anzusiedeln, bestehen seit der Wende. Besonders der Abschnitt zwischen Jüterbog und Luckenwalde war bis Anfang der 1990er Jahre wegen der ständigen Abwassereinleitung völlig verödet und galt als biologisch tot.

Der Bau moderner Kläranlagen, der Abzug der GUS-Armee und weniger Gewerbe führten dazu, dass das Nuthe Wasser wieder sauberer wurde.

Der Landesanglerverband ließ Jungfische einsetzen. Es wurde beobachtet, dass die Bachforellen zu laichen versuchten, doch keinen geeigneten Untergrund fanden.

Im Jahr 2002 wurde ein Kubikmeter Grobkies in die Luckenwalder Nuthe eingebracht, um die natürlichen Laichbedingungen zu verbessern.

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) mit Landesanglerpräsident Gunter Fritsch (l.) und Andreas Koppetzki, LAV-Geschäftsführer. Quelle: Margrit Hahn

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) bedankte sich vor allem bei Ideengeber Gerhard Maetz und ergänzte: „Wir schauen auf die 800-jährige Geschichte der Stadt zurück. Diese würde es ohne die Nuthe nicht geben. Es ist die Lebensader dieser Stadt, das wird durch diese Aktion besonders deutlich.“ Das Flüsschen sei lange Zeit vernachlässigt worden. Durch die Arbeiten in der früheren Tuchfabrik war das Wasser der Nuthe blau verfärbt und über Jahrzehnte vergiftet, sodass Forellen, Krebse und Muscheln ihre Lebensgrundlage verloren.

Dank an alle Angler für ihre Bemühungen

Einsetzaktionen hatte es schon in der Vergangenheit gegeben. Mit dem offiziellen Termin zum Jubiläum sollte nun die Aufwertung der Nuthe symbolisiert werden. „Dass jetzt hier Fische schwimmen, ist ein gutes Ergebnis“, sagte Manfred Fechner, Leiter des Kreisumweltamtes, „es gab Bemühungen von verschiedenen Seiten. Mein Dank gilt den Anglern, die mit vielen Aktivitäten und Arbeitseinsätzen an der Nuthe dazu beigetragen haben.“ Gleichzeitig verband er damit die Hoffnung, dass alle, die für die Nuthe Verantwortung tragen, auch künftig gemeinsam daran arbeiten werden, die Nuthe als Kleinod für die Stadt und ihre Bewohner zu erhalten und zu entwickeln.

Forellen kurz vor der Entlassung. Quelle: Margrit Hahn

Nach den vielen Redebeiträgen forderte Harald Stuck, der erste Vorsitzende des Kreisanglerverbandes Luckenwalde, die Akteure auf, zur Tat zu schreiten: „Ich will, dass die Fische endlich ins Wasser kommen!“ Dann ging alles ganz schnell. Die drei Jahre alten Fische, die von einer Aufzuchtanlage aus der Rhön stammen, wurden ins Wasser entlassen. Sie zögerten einen Moment, dann schwammen sie mit wilden Flossenschlägen davon. Andreas Koppetzki glaubt, dass die Bachforellen in Luckenwalde gute Chancen haben. „Hier an der Schonstrecke darf nicht geangelt werden“, erklärt er. Wenn sich die Forellen wohlfühlen, bilden sich vielleicht auch wieder Muschelbänke in der Nuthe.

Von Margrit Hahn

Sigrid Wenzel feiert das 25-jährige Bestehen ihres Friseursalons Family in Luckenwalde. Sie blieb ihrem Standort in der Rudolf-Breitscheid-Straße treu – so wie viele Kunden dem Salon. Doch die Haarmode hat sich sehr gewandelt in der Zeit.

13.04.2016
Polizei Teltow-Fläming: Polizeibericht vom 13. April - Garagen-Einbrecher in Ludwigsfelde unterwegs

In der Nacht von Montag zu Dienstag haben bis jetzt noch unbekannte Täter versucht, mit Gewalt in mehrere Garagen im Stadtgebiet von Ludwigsfelde einzubrechen. Einige Garagen ließen sich nicht öffnen, in einige konnten die Einbrecher eindringen. Zur Diebesbeute gehören unter anderem diverse Werkzeuge.

13.04.2016
Teltow-Fläming „Fund des Monats“ im Landesmuseum - 7000 Jahre alter Kumpf aus Jüterbog

Mit einer neuen Technologie und Lebensweise kamen vor 7000 Jahren Menschen aus dem Süden an die Nuthe bei Jüterbog und begannen mit Ackerbau und Viehzucht, während die Alteingesessenen noch als Jäger und Sammler ums Überleben kämpften. Von dem Beginn dieser neuen Ära erzählt ein altes Gefäß aus Ton – der Jüterboger Kumpf.

13.04.2016
Anzeige