Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -3 ° Regen

Navigation:
800 Forellen zur 800-Jahrfeier in Luckenwalde

Naturschutz und Stadtjubiläum 800 Forellen zur 800-Jahrfeier in Luckenwalde

Der Landesanglerverband Brandenburg und der Kreisanglerverband Luckenwalde gratulieren der Stadt zur 800-Jahrfeier und schenken 800 Bachforellen. Diese tummeln sich jetzt in der Nuthe und im Königsgraben. Im Beisein vieler Bürger wurden die Fische ins Wasser gelassen. Und die Fisch-Freunde erhoffen sich noch mehr davon.

Voriger Artikel
Luckenwalder Traditions-Friseursalon
Nächster Artikel
Abschied mit Fahrradcorso

Andreas Koppetzki und Gunter Fritsch vom Landesanglerverband zusammen mit Ideengeber Gerhard Maetz (v. l.) entlassen die Fische in die Nuthe.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. 800 Neuankömmlinge tummeln sich seit Mittwoch in der Nuthe und im Königsgraben in Luckenwalde. Die Bachforellen sind ein Geschenk des Landesanglerverbandes (LAV) Brandenburg und des Kreisanglerverbandes Luckenwalde an die Stadt zur der 800-Jahrfeier. „Indem wir diese Fische in die Nuthe entlassen, verdeutlichen und würdigen wir die großen Fortschritte im Bereich des Gewässerschutzes, die in den vergangenen 25 Jahren, nicht zuletzt auch durch das besondere Engagement der Stadt Luckenwalde, erreicht wurden“, sagte Gunter Fritsch, LAV-Präsident und ehemaliger Landtagspräsident, bei der Einsetzaktion.

Bachforellen bleiben ihrem Standort treu

Viele Luckenwalder waren dabei, als die Fische in die Nuthe gelassen wurden. Allerdings wurden nicht alle 800 auf einmal ausgesetzt, sondern an verschiedenen Stellen. „Die Bachforellen bleiben ihrem Standort treu. Wenn man von der Brücke aus die Forellen im Wasser schwimmen sieht, dann haben wir unser Ziel erreicht“, berichtet Andreas Koppetzki, LAV-Geschäftsführer.

Renaturierung in den vergangenen Jahren

Die Bemühungen , Forellen in der Nuthe anzusiedeln, bestehen seit der Wende. Besonders der Abschnitt zwischen Jüterbog und Luckenwalde war bis Anfang der 1990er Jahre wegen der ständigen Abwassereinleitung völlig verödet und galt als biologisch tot.

Der Bau moderner Kläranlagen, der Abzug der GUS-Armee und weniger Gewerbe führten dazu, dass das Nuthe Wasser wieder sauberer wurde.

Der Landesanglerverband ließ Jungfische einsetzen. Es wurde beobachtet, dass die Bachforellen zu laichen versuchten, doch keinen geeigneten Untergrund fanden.

Im Jahr 2002 wurde ein Kubikmeter Grobkies in die Luckenwalder Nuthe eingebracht, um die natürlichen Laichbedingungen zu verbessern.


Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) mit Landesanglerpräsident Gunter Fritsch (l) und Andreas Koppetzki, LAV-Geschäftsführer

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) mit Landesanglerpräsident Gunter Fritsch (l.) und Andreas Koppetzki, LAV-Geschäftsführer.

Quelle: Margrit Hahn

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) bedankte sich vor allem bei Ideengeber Gerhard Maetz und ergänzte: „Wir schauen auf die 800-jährige Geschichte der Stadt zurück. Diese würde es ohne die Nuthe nicht geben. Es ist die Lebensader dieser Stadt, das wird durch diese Aktion besonders deutlich.“ Das Flüsschen sei lange Zeit vernachlässigt worden. Durch die Arbeiten in der früheren Tuchfabrik war das Wasser der Nuthe blau verfärbt und über Jahrzehnte vergiftet, sodass Forellen, Krebse und Muscheln ihre Lebensgrundlage verloren.

Dank an alle Angler für ihre Bemühungen

Einsetzaktionen hatte es schon in der Vergangenheit gegeben. Mit dem offiziellen Termin zum Jubiläum sollte nun die Aufwertung der Nuthe symbolisiert werden. „Dass jetzt hier Fische schwimmen, ist ein gutes Ergebnis“, sagte Manfred Fechner, Leiter des Kreisumweltamtes, „es gab Bemühungen von verschiedenen Seiten. Mein Dank gilt den Anglern, die mit vielen Aktivitäten und Arbeitseinsätzen an der Nuthe dazu beigetragen haben.“ Gleichzeitig verband er damit die Hoffnung, dass alle, die für die Nuthe Verantwortung tragen, auch künftig gemeinsam daran arbeiten werden, die Nuthe als Kleinod für die Stadt und ihre Bewohner zu erhalten und zu entwickeln.

Forellen kurz vor der Entlassung

Forellen kurz vor der Entlassung.

Quelle: Margrit Hahn

Nach den vielen Redebeiträgen forderte Harald Stuck, der erste Vorsitzende des Kreisanglerverbandes Luckenwalde, die Akteure auf, zur Tat zu schreiten: „Ich will, dass die Fische endlich ins Wasser kommen!“ Dann ging alles ganz schnell. Die drei Jahre alten Fische, die von einer Aufzuchtanlage aus der Rhön stammen, wurden ins Wasser entlassen. Sie zögerten einen Moment, dann schwammen sie mit wilden Flossenschlägen davon. Andreas Koppetzki glaubt, dass die Bachforellen in Luckenwalde gute Chancen haben. „Hier an der Schonstrecke darf nicht geangelt werden“, erklärt er. Wenn sich die Forellen wohlfühlen, bilden sich vielleicht auch wieder Muschelbänke in der Nuthe.

Von Margrit Hahn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg