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800-jährige Stadt hat nun ein Industriedenkmal

Luckenwalde 800-jährige Stadt hat nun ein Industriedenkmal

Ineinander verschlungene Räder symbolisieren ab sofort die industrielle Prägung von Luckenwalde. Die Skulptur von Manfred Stenzel wurde am Sonnabend zur Eröffnung des Kunst- und Kreativmarktes vor dem Bahnhof aufgestellt. Hunderte Besucher kamen zur Einweihung und entdeckten anschließend die eigenen Kunstfertigkeiten.

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Mit großem Interesse verfolgten viele Zuschauer, wie das Denkmal von Manfred Stenzel seinen Platz vor dem Bahnhof einnahm.

Quelle: Iris Krüger

Luckenwalde. Wie könnte ein Kunst- und Kreativtag anschaulicher beginnen, als mit einer Einweihung eines Kunstwerks? Das dachten sich sicher auch die Mitglieder der Vorbereitungsgruppe, die das Event im Rahmen der 800-Jahr-Feier Luckenwaldes am Sonnabend organisiert hatten.

Bereits zu 10 Uhr lud man auf den Bahnhofsvorplatz, um das von Manfred Stenzel geplante und von der Firma Märkische Oberflächenanlagen und Behälterbau hergestellte Kunstwerk zu präsentieren. Und zwar äußerst publikumswirksam: Anstatt die Skulptur zuvor zu installieren und dann nur zu enthüllen, wurde diese durch Mitarbeiter des Bauhofs vor aller Augen antransportiert und eingebaut. Mit schwerem Gerät hob man das Werk in die vorgesehene Mulde und füllte sie anschließend mit Kies auf. Dann erst präsentierte sich das verschlungene Räderwerk in vollem Glanz.

Bürgermeisterin: „Eine Werkstatt der Moderne.“

„Das Werk passt in eine Stadt, die für sich in Anspruch nehmen kann, eine Werkstatt der Moderne zu sein. Handwerkliches Können, Innovationskraft und Erfindungsgeist haben die Industriegeschichte maßgeblich geprägt und tun es noch“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) in ihrer Ansprache. Weiter sagte sie: „Kreativität und kunsthandwerkliches Können sind letztendlich auch die Eigenschaften, die das Räderwerk entstehen ließen – in einem Werkstoff, der der langen Metallbearbeitung in unserer Stadt gerecht wird.“

Zahlreiche Besucher nutzten am Sonnabend auch die Gelegenheit, über den großen Trödelmarkt in der Käthe-Kollwitz-Straße zu schlendern

Zahlreiche Besucher nutzten am Sonnabend auch die Gelegenheit, über den großen Trödelmarkt in der Käthe-Kollwitz-Straße zu schlendern.

Quelle: Iris Krüger

Die meisten Besucher schwärmten vom Schauspiel. „Das ist ein tolles Highlight im Rahmen des Jubiläums“, sagte Brigitte Ehresmann. „Und ich finde es schön, dass so viele Leute gekommen sind“, fügte die 63-Jährige hinzu. Nach der Einweihung werde sie mit ihren beiden Enkelinnen Celine und Justine noch über den Trödelmarkt in der Käthe-Kollwitz- Straße bummeln, um das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern.

Schnupper-Workshops in der Volkshochschule

Ein großer Teil der Besucher machte sich nach dem Aufstellen der Skulptur sogleich in Richtung Volkshochschule auf. Dort wurden zahlreiche Workshops angeboten, bei denen sich die Besucher ausprobieren durften. Unter den Dozentinnen war unter anderem Erika Haase, die seit 24 Jahren in der Volkshochschule unterrichtet. „Die kleinen und großen Gäste können heute bei mir lernen, wie man Kaltnadelradierungen herstellt. Das Ergebnis dürften sie natürlich mit nach Hause nehmen“, sagte sie. Der Workshop sei gleichsam auch eine Werbung für den VHS-Kurs, der im September beginnen soll.

Dichtes Treiben auf dem Flohmarkt i der Kollwitzstraße

Neben den vielseitigen Workshops fanden auch zahlreiche Vorträge und Bühnenaufführungen rund um den Berliner Platz und die Dessauer Straße statt. Und auch an der Petrikirche wurde gefeiert. Das Straßenfest und der Trödelmarkt in der Käthe-Kollwitz-Straße, zu dem die Händler und der Stadtmarketingverein Luckenwalde eingeladen hatten, war am Sonnabend ebenso ein beliebter Anlaufpunkt. An der dort aufgebauten Bühne wurde noch bis in die späten Nachtstunden mit reichlich Musik und Unterhaltung gefeiert.

Von Iris Krüger

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